April 21st, 2007 by Tim Bruysten in DAS NETZ

3D Karte der Blogosphaere

Eine interessante Visualisierung von Matthew Hurst. Das Discover-Magazine schreibt dazu:

The blogosphere is the most explosive social network you’ll never see. Recent studies suggest that nearly 60 million blogs exist online, and about 175,000 more crop up daily (that’s about 2 every second). Even though the vast majority of blogs are either abandoned or isolated, many bloggers like to link to other Web sites. These links allow analysts to track trends in blogs and identify the most popular topics of data exchange. Social media expert Matthew Hurst recently collected link data for six weeks and produced this plot of the most active and interconnected parts of the blogosphere.

April 20th, 2007 by Tim Bruysten in der mensch

Die Wunder der funktionalen Magnet Resonanz Tomographie, kurz fMRI, sind schon seit längerem bekannt und für Designer ein hoch interessanter Forschungsbereich. Heute berichtet Heise aktuell darüber. Im Videoblog des Neurobiologen Manfred Spitzer kann man zahlreiche Beiträge mit auch für Laien verständlichen Hintergrundinformationen finden.

Doch angesichts der aktuell aufgeregten und oft nur wenig weitsichtigen Debatte über Terrorismus und den Umgang mit personenbezogenen Daten und Persönlichkeitsrechten sieht sich diese Forschung einer völlig neuen ethischen Verantwortung gegenüber. Ich bin gespannt, wie sich die öffentliche Debatte hierzu entwickelt.

Aber auch dies wäre eine für Designer spannende Aufgabe, wie im Kontext dieses politischen Minenfeldes und medizinischen Fachinformationen eine fundierte, allgemein verständliche Präsentation der Fakten geschehen könnte.

siehe auch:
- Mensch und Maschine verschmelzen
- Rattenhirn in Petrischalen
- Hochinvasive Hirn-Computer-Schnittstelle erfolgreich am Menschen getestet
- Neurologie und Design
- Neuromarketing
- Freier Wille unter Neuronenfeuer
- your thoughts are your password

April 20th, 2007 by Tim Bruysten in de:sign

Autoabgas Visualisierung

Diese witzige und sicherlich eindrucksvolle Visualisierung habe ich gerade bei information aesthetics gefunden. Ein gutes Beispiel dafür, wie durch Sichtbarmachung von Unsichtbarem eine drastische Änderung der Realitätswahrnehmung erfolgen kann. Zahlenkollonnen auf dem Papier könnten, obwohl sie sicherlich präziser sind, nicht im geringsten diese Wirkung auf einen Betrachter ausüben.

siehe auch:
- Datasmoke
- The World as you’ve never seen it before

March 27th, 2007 by Tim Bruysten in mnemo

Andreas Gerads, ein Student aus Aachen, betreibt mit “easn.de” eine interessante Blog- und Podcast-Plattform rund um das Thema “Everything a StartUp Needs”. Gestern hat er Steffen und mich über mnemo ausgefragt.

March 19th, 2007 by Tim Bruysten in web

Tobias schreibt über eine interessante Studie (PDF) zum Thema “Web2.0″. Inhaltlich geht es um die Bekanntheit der Begrifflichkeit und Anwendungen, die sich diesem Thema zuordnen. Mehr bei Tobias.

March 12th, 2007 by Tim Bruysten in [geschichte der zukunft]

Allerorten werden mit atemberaubender Geschwindigkeit Daten erzeugt. Das geht solange gut, bis mal jemand ernsthaft etwas sucht… Wem bei der Vorstellung der exorbitanten Datenmengen, die wir digitalisierten Menschen in den letzten Jahren erzeugt haben, Angst und Bange wird und sich an diverse Börsenblasen erinnert fühlt, dürfte in der Betrachtung der Problemstellung nicht ganz falsch liegen.

Zu wenig scheint man in Industrie und Wirtschaft, aber auch im Privatleben, bisher auf Transparenz, Langlebigkeit und Datenschutz zu achten (siehe zum Beispiel das Weblogs des Privacy-Seminars an der FH-Aachen).

Die 161 Exabyte, die allein im letzten Jahr, laut einem Wired-Artikel (siehe auch den Artikel von Prof. Oliver Wrede) vermutlich erzeugt wurden, sind weit mehr, als alle geschriebenen Bücher zusammen. Doch wird bei diesem Vergleich auch direkt die andere Seite deutlich. Bücher sind ein gewachsenes Kulturgut, ihr Interface ist über Jahrhunderte des Gebrauchs gewachsen und professioneller geworden, sie sind als Medium von der Gesellschaft assimiliert worden.

Dieser Kulturgebungsprozess fehlt an vielen Stellen im Umgang mit den Medien, die für dieses unübersehbare Wachstum an Informationen verantwortlich zeichnen. Was ist also notwendig, dazu beizutragen, daß Individuen und Gesellschaften sich dieser Informationsfülle nicht nur bewußt werden, sondern auch politisch, moralisch, ökonomisch und ökologisch sinnvoll mit ihr umzugehen lernen?

Natürlich ist dieser Prozess zur Zeit mit gewaltigen Schritten auf dem Vormarsch. Trotzdem bleibt noch viel zu tun. Wichtig ist vor allem, eine gewisse Geduld mit zu bringen. Neue Technologien schaffen, je nach Integrationspotential, neue Gesellschaften. So wie das Auto oder das Feuer jeweils eine neue Gesellschaft(sform) hervorgebracht haben, so werden die vernetzten Medien und Kommunikationsmöglichkeiten dies auch tun. Doch sollte diesem Prozess sicherlich eine Zeit von ein bis zwei Generationen eingeräumt werden, bis er mit der Integrationstiefe und Kulturbildung anderer Technologien, wie z.B. der des Autos vergleichbar wird.

Doch Geduld ist nicht alles. Während ich keine Sorge habe, daß uns die nächsten Jahre mit Technologien ausstatten, die Datenspeicherungsprobleme weitestgehend lösen, ist in der Gestaltung des Zugangs, der Verständlichkeit, der Archivierbarkeit, der Transparenz, der Vergleichbarkeit noch viel Forschungs- und noch mehr Umsetzungsbedarf.

Informationsdesigner, Datensicht’ler sollten sich ihrer Bedeutung bewußt sein und rechtzeitig ihre Domäne abstecken. Denn intelligente Darstellungsmethoden in Verbindung mit einer haptischer erscheinenden Hardware und einem durchdachten Interaktionskonzept können maßgeblich dazu beitragen einen Großteil der auftretenden Probleme zu lösen.

February 28th, 2007 by Tim Bruysten in visual communication

Für die Mittagspause und zur Anregung: einige sehr inspirierende Bilder von Chema Madoz sind bei haha.nu zu finden.

February 28th, 2007 by Tim Bruysten in [geschichte der zukunft]

Es scheint mal wieder an der Zeit für ein dickes “YIEAH!” zu sein. Die neue Version der Virtualisierungssoftware “Parallels” bringt Windows-Applikationen direkt in MacOS X. Ohne sichtbares Windows-Fenster.

Demo-Video

Warum ist das so bemerkenswert? Nun, zum einen stelle ich mir schon seit langem die Frage, wozu ich ein Betriebssystem wirklich brauche? OK, mein Rechner braucht vielleicht eins, aber was hat das mit mir zu tun? Warum muß ich mich damit “herumschlagen”?

Betrachtet man einige aktuelle Innovationen aus etwas Distanz, so fällt das Glaskugelgucken gar nicht so schwer:

Multi-Touch
Im Grunde brauche ich weder ein Betriebssystem noch ein Anwendungsprogramm. Ich brauche eine bestimmte Funktion. Multi-Touch erlaubt die Vision von sehr einfach erschließbarer, haptischer Software.

AJAX OS
AJAX OS steht für eine lange Liste von Beispielen, die zeigen, daß man keine komplexen Anwendungspramme auf irgendeinem Rechner installieren muß, um hochwertige Software nutzen zu können.

iPhone
Das iPhone ist, soweit es bis heute zu beurteilen ist, der Beleg, daß Designer es schaffen können, marktreife Produkte, mit guten Interfaces zu bauen, die, betrachtet man sie genau und versteht man etwas von Interface- und Interaktionsdesign, signifikant den Bedienkomfort und das Verständnis des Interfaces verbessern.

Unsere Hardware sowie die (drahtlose) Netzanbindung ist so gut geworden und wird sich in den nächsten Jahren noch in dem Maße verbessern, daß es kein Wunder mehr ist, auf jedem Digital-Werkzeug ein vollwertiges Betriebssystem und Breitband-Internetzugang zu haben. Doch könnte der Unterschied eben sein, daß uns weder Betriebsstem noch Internetzugang sonderlich interessieren. Sie sind einfach da. So wie der Anlasser im Auto. Der in der Steinzeit ja auch noch von Hand betätigt werden mußte.

Zurück zu Parallels. Aus dieser Perspektive wird klar, warum es einen Artikel in einem Design-Weblog wert ist, wenn eine Software zwei Betriebssysteme verschmilzt. Andere Tools und Technologien geben uns weitere visionäre Ideen.

siehe auch:
- Raskins weise Worte
- Chips und Betriebsssteme werden irrelevant
- NeXt Presentation
- Douglas Adams: Hyperland
- The Knowledge Navigator

February 27th, 2007 by Tim Bruysten in tekk

Das ein gutes Interface- und Interaktionsdesign für Unternehmenssoftware bares Geld wert ist und sich Investitionen in diesen Bereich aus verschiedenen Gründen, nicht zuletzt dem der Effizienzgewinnung, lohnen, spricht sich langsam rum.

Oft wird in diesem Kontext der Einsatz von AJAX als Technologie für Client-Server basierte Software in Unternehmen genannt. Ein interessanter, wenn auch aus meiner Sicht etwas zu pessimistischer Artikel bei IX befasst sich mit diesem Thema.

Doch für viel wichtiger als die Diskussion mit welcher Technologie nun im Endeffekt Interfaces gebaut werden, ist die Diskussion, die sich generell mit dem Thema beschäftigt und ein Bewußtsein für die Vorteile eines Design-getriebenen Interface- und Interaktionsdesigns schafft.

siehe auch:
- NeXt presentation
- AJAX OS
- Wall Mounted Multi Touch
- Bumptop 3D Desktop
- Novell XGL Compiz Presentation

February 26th, 2007 by Tim Bruysten in datensicht

3D livestats
3dlivestats stellt einen interessanten Ansatz vor, statistische Daten zugänglich zu machen. Etwas ähnliches konnte man schon bei digg (siehe “Die Macht der Visualisierung“) sehen.

Die Darstellungen auf der Website von 3D live stats erlauben mir leider Urteil darüber, ob und wie weit hier Detailinformationen zugunsten der Optik geopfert wurden. Die Herausforderung für einen Designer ist es an dieser Stelle, dies aber nicht als Gegensatz, sondern als die selbe Seite der selben Medaille zu begreifen und die Aufbereitung der Informationen so zu gestalten, daß eben keine (oder keine wichtigen) Details verloren gehen. Zumindest nicht, ohne daß der Betrachter sich darüber in Kenntnis setzen könnte.

siehe auch:
- The World as you’ve never seen it before
- le trous noirs du web

Und nicht zu vergessen, der Hinweis auf meine Visual Explanations Übersichtsseite

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