January 5th, 2008 by Tim Bruysten in kommunikation

Bei Konstantin gibt es eine lesenswerte und zu bedenkende Debatte zu Amazons Kindle:

Mir gefällt eine sache an Kindle nicht. wo bleibt hier das read-write web? ich kann ja sogar an einem analogen buch was unterstreichen, dazu schreiben, eselsohren machen. im kern kann ich also bens vernichtende meinung nachvollziehen. und ich hoffe dass leute nicht die neue screen-technologie, den simplicity-ansatz und das RO vs. RW in einen topf werfen. wo bleibt also das “blog this”?

weiterlesen in Kontantins Blog.

January 1st, 2008 by Tim Bruysten in leute



Philippe Starck erklärt seinen Designbegriff bei den TED Talks. Ein bemerkenswertes Video, voller Poesie, Intellekt und Witz.

December 30th, 2007 by Tim Bruysten in Uncategorized

Geneigte Leser, ein spannendes Jahr geht zu Ende und das Webwachstum ist auch an diesem, dem meinen Blog nicht vorbei gegangen. Daher hier die üblichen statistichen Daten zum Jahresende, verbunden mit Dank für die Aufmerksamkeit und das Interesse.

Über 890.000 Besucher (Unique Visits) haben mich 2007 beehrt und über 1.650.000 Pageviews erzeugt. Die Besucher kamen dabei, was die Auswertung der Regionalstatistik Deutschland ergibt, bevorzugt aus Aachen, Düsseldorf, Mönchengladbach, Köln, Siegen, Berlin, Bonn, Kaiserslautern und Hamburg.

Die beliebtesten Artikel in 2007 waren:
- Graffiti Taxonomy
- mnemo status
- The Hubble Heritage Image Gallery
- Wie funktioniert Geld?
- Wall-Mounted Multi-Touch
- Web Ontology and the Semantic Web
- Die nächsten 10 Webtrends
- A Bill of Rights for Users of the Social Web
- illustrated idioms
- 2. Düsseldorfer Webmontag

Browser-Statistik:
- Internet Explorer 6 ~10%
- Firefox 2 ~ 8%
- Mozilla 5 ~6%
- Internet Explorer 7 ~5%
- Netscape ~3%
- Safari ~2%
- Firefox 1.5 ~1%
- Firefox 1 ~1%
- (lange Liste…)

Betriebssysteme:
- Windows ~75%
- Linux ~15%
- MacOS ~10%
- BSD <1%
- SunOS <1%
- OS/2 <1%

December 30th, 2007 by Tim Bruysten in polis

In diesen Tagen hat eine neue Plattform das Licht der Web2.0-Welt erblickt. Trupoli möchte ein Bindeglied zwischen Wähler und Politiker sein: “Was also liegt näher, als Demokratie und “Mitmach-Netz” in einer Plattform zu vereinen? Auf einer Internetseite, auf der das Volk seinen gewählten Vertretern erstens auf die Finger schaut und zweitens klar bewerten kann, was es von deren Politik hält.”

Trupoli

Trupoli ermöglicht angemeldeten Mitgliedern Statements von Politikern zu erfassen und nach Glaubwürdigkeit, Zustimmung und Wichtigkeit zu bewerten (zu Trupoli siehe auch den Artikel von Tim Bonnemann). So entsteht eine Gesamtnote für jeden Politiker. Problematisch finde ich an diesem Ansatz, daß zwar wie bei ARD und ZDF eine (Un)Beliebheitsskala der realisierten deutschen Politik entsteht; die potentiellen Möglichkeiten aber nicht zum Ausdruck kommen.

Genau hier läge das wahre Potential, das durch das Internet entfacht werden könnte. Im Juli 2006 habe ich dazu schon einige Gedanken verloren. Die damals aufgestellte These, daß eine vorhandene Infrastruktur zwangsläufig ihr Potential als soziale Maschine erfüllen müßte, sieht 2007 im Kontext der Vorratsdatenspeicherung und anderer Zurückhaltung induzierender Entwicklungen (siehe zum Beispiel FBI plant weltweit größte biometrische Datenbank).

Abgeordnetenwatch

Die Seite Abgeordnetenwatch geht da schon einen Schritt weiter. Sie fordert zumindest Grundzüge eines Diskurses heraus und kann durch eine hohe Popularität zur Auseinandersetzung mit Themen zwingen. Diese Seite würde jedoch schon durch die blose Visualisierung einiger Tendenzen und Prozesse, durch die Darstellung von Zentren und Rändern der Aufmerksamkeit einen erheblichen Qualitätsaufschwung erfahren.

digg the candidates

An diesem Punkt ist digg.com mit seinem Datensicht-Lab schon einen Schritt weiter. Eine neue Funktion von digg - digg the candidates - listet zahlreiche Präsidentschaftskandidaten für die bevorstehenden Wahlen in den USA auf. Durch Bewertungs- und Kommentarfunktionen ist ebenfalls eine Abbildung von individuellen wie statistischen Meinungsbildern sowie in Ansätzen die Formulierung von Alternativen möglich.

Weniger institutionell waren in der Vergangenheit zahlreiche Wahlblogs, die Politiker, Bürger, Journalisten, … ein Stückweit aus ihren Rollen herausgebrochen und dem gemeinsamen Blogg, dem gemeinsamen Diskurs verpflichtet haben. Hier ist jedoch ein hohen Engagement der Beteiltigten und das Bedürfnis oder der Mut, sich öffentlich zu äußern notwendig.

Trotz aller Kritik und allen auf der Hand liegenden Möglichkeiten der Verbesserung. Die zarten Pflänzchen, die das Internet zielgerichtet als demokratische Plattform im Sinne konkreter Politik begreifen, sollten man fördern und eben auch fordern.

Denn gerade ob der Informationsflut ist es wichtig, Orientierung erlangen zu können, ohne die Informationsfreiheit einzuschränken (The Sky is the limit).

siehe auch:
- Öffentliches Wissen
- The Concept of Truthiness
- Citizen Think Tank (extern)
- Symbiotic Web
- debate europe
- Bilderkriege im (verkauften) Öffentlichen Raum
- Beschleunigung der Unschärfe
- A Bill of Rights for Users of the Social Web

December 29th, 2007 by Tim Bruysten in datensicht

Naming Names: Names used by major presidential candidates in the series of Democratic and Republican debates leading up to the Iowa caucuses.

Eine Visualisierung der NY Times der gegenseitigen Nennungen der aussichtsreichsten US-Präsidentschafts-Kandidaten. Sehr spannender Ansatz… wäre mal interessant herauszufinden, wie diese spezielle Aufmerkamkeitsgröße mit der Chance gewählt zu werden korreliert.

siehe auch (USA Wahlen):
- Digg The Candidates

siehe auch (Datensicht):
- Visualisierung von Benutzeraktivität
- Who has the Oil?
- Maps of War
- the world as you’ve never seen it before
- buzztracker
- Gabminder
- history flow
- A Periodic Table of Visualization Methods

und auch der Artikel Die Macht der Visualisierung, ist hier als Hintergrund-Information interessant.

December 19th, 2007 by Tim Bruysten in [geschichte der zukunft]

Seit ihrem Anbeginn integriert die Menschheit Technologie in den sozialen Prozess und man muß kein esoterischer Futurist sein, um eine Beschleunigung in der Gegenwart wahrzunehmen. Nicht erst seit heute ist in unseren Breitengraden die Trennung von Mensch und Maschine nur als vom Fernsehen inszenierter Akt denkbar. Ist nicht langsam ein Ende absehbar? Gibt es eine letzte sinnvolle Sprosse auf der Leiter der durch Technologie induzierten Bequemlichkeit für die Massen?

Oder werden wir eine weitere Beschleunigung erleben? Werden wir in 5 Jahren noch ohne Informationstechnologie überlebensfähig sein? Als Gesellschaft, als Individuen? Wie tief lassen wir Technologie unter unsere Haut?

Zwischen iPhone und 23andme, zwischen Flickr und Vorratsdatenspeicherung, zwischen Cyborg und Platons Höhle; Informationstechnologie dringt in alle Lebensbereiche vor und es stellt sich die Frage, ob “wir” noch ohne Web, ohne Vernetzung, ohne virtuelles Ich leben können? (…) Chancen und Risiken der globalen Vernetzung, der Aggregation von jedem noch so kleinen Informationsknoten…

Am nächsten Düsseldorfer Webmontag wird es eine neue Komponente geben. Eine Diskurs-Provokation in Form einer 1.0 Podiumsdiskussion mit 2.0 Möglichkeiten. Spannende Spezialisten werden das Thema anheizen… Unwahrscheinlich jedoch, daß die Webmontagsgemeinde eine Statistenrollen einnehmen wird. So ist ein spannendes Experiment, hoffentlich ein Hexenkessel der Ideen, Visionen, Utopien und Dystopien, der Chancen- und Risikenabwägung zu erwarten…

28. Januar 2008, Düsseldorf, Airport.

December 14th, 2007 by Tim Bruysten in visual communication

Oliver hat mich auf ein interessantes Video aufmerksam gemacht, welches die Funktionsweise von Geld und die Methodik von Banken gut erklärt:



Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5.

Siehe auch die Videos von Max von Bock: Wie funktioniert Geld

UPDATE: 23.12.2007
Siggi machte mich gerade auf diesen Artikel des Telegraph aufmerksam.

December 7th, 2007 by Tim Bruysten in [ich schreibe ...]

Bin ich ein Gamer? Nicht so richtig. Trotzdem interessiert mich das Thema aus verschiedenen Gründen. Zum Einen faszinieren mich zahlreiche Interface-Ideen in Hard- und Software, die von Spiele-Entwicklern erdacht wurden, zum Anderen liefern uns viele Games hervorragende Beispiele, wie User im Flow selbstvergessen Stunden um Stunden einzeln oder in Gruppen Spaß haben. Viele Spiele sind hervorragende Inszenierungen, dramaturgische Meisterwerke.

Drittens kann man an der Entwicklung von Computerspielen, die Entwicklung der Leistung der Computer selbst gut beobachten… denn Computerspiele sind oft extreme Systeme, deren Ansprüche das letzte aus der zur Verfügung stehenden Hardware herausholen. Hut ab, vor vielen Game-Designern.

Und nicht zu letzt ist der Spiele-Markt ein wirklich bedeutender Markt, ein Milliardengeschäft…

… so ähnlich lief am 17. September diesen Jahres auf dem 2. Düsseldorfer Webmontag ein Gespräch mit Julius Endert, dem Leiter der Online-Redaktion des Handelsblattes. Ein paar wenige eMails und ein paar mehr Tage später haben wir nun zum 01.12. ein neues Projekt gelauncht.

Den OrangeGamer.

November 21st, 2007 by Tim Bruysten in polis

Digg The Candidates

Die “social News Website” digg.com hat ein Microportal zur bevorstehenden US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2008 gelauncht. Ich denke, daß dies ein gutes Zeichen dafür ist, daß die Politik im Internet als offiziellem Kommunikationsmedium nicht nur angekommen, sondern auch die Konsoludierungsphase im Grunde abgeschlossen ist. Die Relevanz von digg und die Vorbildfunktion, die US-Wahlkämpfe auf zahlreiche europäische Wahlkämpfe zu haben scheinen, dürfte Vergleichbares auch hierzulande mit sich bringen.

Digg schreibt dazu: “You can now check out the 2008 presidential candidates profiles on Digg! Add your favorite candidates as a friend to show support, and to see all their Digging activity in your friends’ activity feed. Many of them will be Digging, commenting and even submitting content.”
Schon zur letzten Bundestagswahl hatten wir ja hier ein “Wahlblog“, das besonders auch dadurch interessant wurde, daß dort Blogger, Journalisten und MdBs gemeinsam zum Thema schrieben.

Ob all dies tatsächlich zu mehr Transparenz führt, oder ob nicht die Wirren des Webs tausend gute Möglicheiten für Marketingexperten und angewandte Chomskyaner bieten, lassen wir hier mal offen…

siehe auch:
- Wahlblogs

November 21st, 2007 by Tim Bruysten in event

Webmontag Düsseldorf in der Lounge der Mediadesign Hochschule

Montag, 19:00 Uhr - das mittlerweile gewohnte Ritual nimmt seinen Lauf - die Pforten eines Webmontags öffnen sich und binnen einer Stunde füllt sich ein Raum mit einer Gruppe von Designern, Informatikern, BWLern, Script-Kiddies, Visionären, Utopisten, Grafikern und Programmierern. Die innerhalb von Betrieben oft nur mit Zwang herzustellende Gemeinsamkeit wird getrieben von dem klar und bewußt formulierten Bedarf nach einer sozialen Seite der Technologie.

Jenseits des Tellerrandes liegt die Herausforderung, die Innovation, die Zukunft. Und gerade die bevorstehende Integration der Kommunikations- und Wissensmanagement-Technologien in alle, ja wirklich alle Lebensbereiche macht den Austausch nicht nur im technischen Sinne, sondern auch im gesellschaftlichen Kontext notwendig. Neben der Möglichkeit neue Portale und Web2.0-Apps kennen zu lernen, kann ein Webmontag auf Grund seiner vielerorts anzufindenden Heterogenität der Besucher und Themen auch hierfür eine Plattform bieten. Erste Pflänzchen sind zu sehen…

Diese Woche war Düsseldorf wieder an der Reihe. 37 Gäste besuchten die Lounge der Mediadesign Hochschule, lernten sich kennen, frischten Bekanntschaften auf, lauschten zwei Vorträgen.

mehr Informationen im Webmontag-Blog.

Seiten: 1 2 3 4 ... 136