Medienrevolution oder Tagebücher

“Während Ann Moore, Chefin des Time-Verlages, jüngst sagte, sie habe mehr Angst vor den “unkontrollierten Medien im Web” - also Blogs und andere unabhängige Publikationen - als vor der gerade stattfindenden Medienkonzentration, erklärt hierzulande Ute Miszewski, zuständig für Unternehmenskommunikation der Spiegel-Gruppe, Weblogs für journalistisch nicht relevant, da es sich ja lediglich um die Arbeit von Amateuren handele. Menschen ohne spezielle Ausbildung seien schlicht nicht in der Lage Qualität abzuliefern.”

der artikel hat aber auch aufbauendere passagen:

“Ein Mensch, ein Publishing-Tool, eine Website. Darum geht es. Oberflächlich. Genauer betrachtet löst das Internet mit den Weblogs aber endlich das Versprechen ein, ein Publikationskanal für jedermann zu sein. Es geht um nichts geringeres, als um die Re-Demokratisierung des Netzes, um die Rückeroberung des Webs durch seine Nutzer. Große Medienhäuser und Verlage haben schlagartig nicht länger das Informationsmonopol. Jeder kann ein Thema aufgreifen, referieren, kommentieren, es zur Diskussion stellen und auf weitere Quellen verlinken. Und Linken ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Blogger.”

[Artikel von Mario Sixtus auf telepolis]

einen Kommentar zu dem Artikel gibt es bei drweb.

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