Archive for the 'wissensmanagement' Category

February 15th, 2005 by Tim Bruysten in telekratie, wissensmanagement, open source

“Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia scheint nicht zu stoppen: Am heutigen Dienstag konnte mit Das Grüne Buch der zweihunderttausendste deutschsprachige Artikel gefeiert werden. Insgesamt zählt das freie Enzyklopädieprojekt mehr als 1,4 Millionen Artikel in über 50 Sprachen.

Hier wird er geliefert, der Beweis, dass die Globalisierung (und globale Konzerne) durch die von ihr hervorgebrachten Techniken und Medien, abgelöst werden kann.

siehe:
- wie die globalisierung die globalisierung überflüssig machen könnte
- Das Ende der Massenmedien
- Chancen der Globalisierung gemeinsam nutzen
- beim weltgipfel der informationsgesellschaft sorgt die menschenrechtsfrage für einen eklat
- Entwicklungsländer brauchen mehr Internet-Zugänge

aber, Wikipedia ist nicht frei von Kritik:
- Mißverstandenes Web

zum besseren Verständnis kollaborativer Arbeit und eines kollektiven Gedächtnisses:
- Evolution eines Wikipedia-Eintrags
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- discussion around social networks

und, in dem Zusammenhang auch noch interessant:
- wikipedia boomt
- Encarta für Arme: aktuell und korrekt
- auf dem web zum semantischen web…
- es ist eine Art, asynchron im Computernetz zu kommunizieren, die Spaß macht…
- Wikipedia wird Mainstream

“Über die Privilegierung von Forschung und Lehre bei der Neufassung des Urheberrechts wird noch gerungen. Irene Pakuscher vom Bundesministerium für Justiz sagte in der Abschlussdiskussion bei der Dritten Digital Rights Management Konferenz in Berlin: “Die Bedürfnisse der Wissenschaft haben uns sehr beschäftigt. Das ist auch ein Thema, zu dem auch mit dem vorgelegten Entwurf vielleicht noch nicht das allerletzte Wort gesprochen worden ist”.”

In der “Göttinger Erklärung”, in der deutsche Wissenschaftler eine Verbesserung des Urheberrechtes zugunsten von Universitäten fordern, heißt es dazu:

“Es liegt aber im Interesse einer jeden Gesellschaft, dass für Wissenschaft und Ausbildung ein möglichst freizügiger Umgang mit Wissen und Information weiterhin gewährleistet wird.”

Und nicht nur in Wissenschaft und Forschung, auch kleinen Betrieben oder auch Schulen muß, wenn die Innovationskraft - und damit die Fortentwicklung - einer Gesellschaft erhalten bleiben soll, ein offener und freizügiger Zugang zu Informationen gesichert werden.

Die Göttinger Erklärung formuliert weiter:

“Wissenschaft und Forschung nutzen den Stand des Wissens und bauen darauf auf. Dies findet in ständigen kommunikativen Prozessen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in kleinen lokalen Teams sowie in einem weltweiten Informationsaustausch statt. Diese Informations- und Kommunikationsprozesse dürfen im Urheberrecht nicht durch restriktive Regelungen behindert werden. Der freie Zugang zur Information sowie ihre langfristige Sicherung, die Zugänglichkeit zum Wissen und zum kulturellen Erbe müssen gefördert und bewahrt werden. Denn die Leistungsfähigkeit der Wissenschaft ist direkt abhängig vom offenen Austausch der Erkenntnisse. Für die Wissenschaft und ihre Entwicklung sind dies Existenzfragen.”

Gleichzeitig wird aber auch eine Vergütung für den Zugriff auf (bestimte) Informationen erwogen. Diese Frage ist mit Sicherheit berechtigt, wenn diese Vergügutn so bemessen ist, dass auch Studenten und die angesprochenen kleinen Betriebe diese ohne Schmerzen entrichten können. Weitergehend muß dann aber auch die Frage nach dem Anteil der Gesellschaft an einer Entwicklung gestellt werden, da sie ja an vielen Stellen über Steuern Investitionen finanziert, Hochschulen ausstattet, Professoren bezahlt oder Studenten ein hoffentlich kostenloses Studium ermöglicht und damit erst die Grundlagen für Wissenschaft und Forschung jeder Art, auch der privatwirtschaftlichen, legt.

Daher muß Wissen generell frei sein und sollte nach Ablauf einer gewissen Zeit verpflichtend öffentlich und kostenfrei zugänglich sein, womit es zu allgemeinem Kulturgut werden kann.

siehe auch:
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- Software-Patente: EU-Kommission soll Gesetzgebung neu starten
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”

January 14th, 2005 by Tim Bruysten in multimedia, wissensmanagement

“Rund 1500 Mikrofilmrollen wurden vor einigen Monaten an das Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation in Sankt Augustin geliefert. Das Fachwissen dieses Instituts, das sich auf Forschung und Entwicklung im Bereich der neuen digitalen Medien spezialisiert hat, kommt für einmal einem «alten» Medium zugute: Die Computerwissenschafter werden die rund zwei Millionen NZZ-Seiten, deren Bilder auf den Filmrollen abgebildet sind, digitalisieren. Im Sommer soll die Arbeit beendet sein.”

full article at nzz.ch
November 11th, 2004 by Tim Bruysten in wissensmanagement

“Ein innovatives vernetztes Informations- und Wissensmanagement ist eine Grundlage für ein zukunftsgerichtetes Arbeiten in Wissenschaft und Forschung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Entwicklung neuartiger, dynamischer Informationsdienste und innovativer Lösungen für das Wissensmanagement in der Welt von morgen. Um die wissenschaftliche Kommunikation und Zusammenarbeit fit für die Zukunft zu machen, finanziert das BMBF Vorhaben im Bereich “e-Science und vernetztes Wissensmanagement in den kommenden drei Jahren mit 18 Millionen Euro. Dadurch sollen leistungsfähige Instrumente, Dienste und Systeme für ein zukunftsgerichtetes wissenschaftliches Arbeiten entwickelt und für neue kooperative Organisationsformen bereit gestellt werden.”

October 24th, 2004 by Tim Bruysten in wissensmanagement

“Als erste Institution hat die British Library einen eigenen Kurator für digitale Manuskripte angestellt. Jeremy John fällt die Aufgabe zu, ein digitales Archiv anzulegen mit E-Mails bedeutender Figuren, die sonst in der Akte “gelöschte Objekte” verlorengehen würden. Damit wird der größten Revolution in der Verarbeitung von Wissen seit der Erfindung des Buchdrucks Rechnung getragen.”

October 1st, 2004 by Tim Bruysten in weblog[s], wissensmanagement

“”Das Web-Logging kurz Blogging hat sich in kurzer Zeit zum Publikationsformat unserer Aufmerksamkeitsökonomie gemausert. Blogging basiert auf einer Kultur, die durch den Austausch von Informationen, Ideen und Wissen in Form von Tage- oder eben Logbüchern definiert wird. Damit wird es fast zur natürlichen Ausdrucksform impliziten Wissens und gewinnt dadurch zunehmende Bedeutung für das Wissensmanagement im Unternehmen. Blogs mutieren somit zu Klogs, den Knowledge Logs”, schreibt Dr. Bernhard von Guretzky bei ‘community of knowledge’. [BildungsBlog]”

September 7th, 2004 by Tim Bruysten in wissensmanagement

… so ward cunningham, der als erster wiki-betreiber gilt, über eben selbige kommunikations- und wissensmanagement-plattformen.

“Knowledge-Management” nennen Manager etwas hochtrabend das Bestreben, die Fähigkeiten und Kenntnisse aller Mitarbeiter für das Unternehmen nutzbar zu machen. Ganz ohne kommerzielle Interessen ist im Internet eine Bewegung in Gang gekommen, die das Wissen einer großen Zahl von Computernutzern zusammenführt und für alle zugänglich macht.

im prinzip den gleichen artikel findet man auch bei spiegel-online:

Der von Wikipedia eingeleitete Boom der Web-Nachschlagewerke hält an. Völlig ohne eigenen Nutzen schreiben Zehntausende von Web-Nutzern an den freien Lexika. Längst entstehen Spezialangebote für exotische Themen - und Wikipedia plant die erste CD-Rom-Veröffentlichung.

siehe auch:
- de.wikipedia.org
- WredeWiki

Am gestrigen Montag hat sich der “Verein zur Förderung der Suchmaschinentechnologie und des freien Wissenszugangs”, kurz SuMa-eV, konstituiert. Seine Gründung ist eine Reaktion auf die zunehmende Konzentration im Suchmaschinenmarkt, die sogar den Bundestag beschäftigte. Der Verein sieht in der Machtposition einzelner weniger Unternehmen eine Gefährdung des freien Zugangs zum Wissen. Suchmaschinen kontrollieren unter anderem, in welcher Reihenfolge und damit Bewertung die Ergebnisse einer Recherche beim Nutzer angezeigt werden (Ranking), welche Informationen verfügbar und welche nicht zugänglich sind.

auf der website des vereins findet sich dann folgendes:

Ziele des SuMa-eV
Die generelle Situation:

  • Suchmaschinen ermöglichen den Zugang zum digitalen Weltwissen im Internet,
  • ohne Suchmaschinen wäre dieses Wissen weitgehend unerreichbar,
    Suchmaschinen spielen somit eine zentrale Rolle in der Informationsgesellschaft.
  • Suchmaschinen müssen frei, vielfältig und nicht-monopolistisch sein!

Die sich daraus ergebenden Ziele (kurz und knapp):

  • Politische und publizistische Aktivitäten, zur Gewinnung öffentlicher und politischer Unterstützung,
  • Akquisition von Fördermitteln und Spenden für konkrete Projekte,
    Aufbau einer dezentralen und kooperativen Suchmaschinen-Struktur in Deutschland.

richtig finde ich die aussagen die auf die bedeutung der suchmaschinen hinweisen und ihnen eine gesellschaftsbildende rolle geben. denn der generelle zugang zum wissen allein ist noch keine qualität, struktur, reihenfolge und präsentation spielen eine entscheidende rolle bei der informationsaggregation beim konsumenten.

den begriff der freiheit, vielfalt und des nicht-monopolismus möchte ich generell ebenfalls unterstützen, jedoch einschränken, nämlich insoweit, als dass es freie und nicht monopolistische suchmaschinen geben muß. warum soll aber ein unternehmen nicht auch zusätzlich eine “corporate suchmaschine” betreiben dürfen.

ich würde mich aber verwehren, suchmaschinen als einzigen zugang zum globalen wissen des internet zu bezeichnen. langfristig wird das, was sich heute suchmaschine nennt, wohl kaum eine marktchance haben, da weder trefferquote, noch ergebnis-menge, noch reihenfolge und präsentation dem eigendlichen inhalt der gesuchten information entsprechen.

trefferquote, ergebnisse-menge und reihenfolge sind allein von der suchmaschine geprägt und die präsentation der suchergebnisse bezieht sich bei den aktuellen suchmaschinen auf das erscheinungsbild der suchmaschine und nicht auf den inhalt der gesuchten seite.

gleichwohl bleibt besonders beim letzten punkt zu beachten, dass das suchen im netz für jedermann verständlich sein muß und struktiert, wie einheitlich erfolgen sollte.

es gibt aber sehr wohl ansätze und ich habe sehr wohl eine menge ideen, wie ich eine suchmaschine gestalten kann, mit wesentlich verbessertem zugriff auf den inhalt - einer besseren und schnelleren übersicht, ob das gefundene meiner suche entspricht - wie man aber auch den suchmaschinen - status überwinden und viel weiter in ein semantisches web, also ein echtes wissensnetzwerk gelangen kann.

weitere links:
- heise.de
- telekratie-seminar

April 13th, 2004 by Tim Bruysten in wissensmanagement

“Auf Zettelwirtschaft und langes Suchen im Internet können Nutzer der HU-Universitätsbibliothek zukünftig verzichten, wenn sie nach Informationen zu ihrem Fachgebiet suchen. Seit Februar brauchen sie nur noch auf ein einziges Internet-Portal zu gehen, auf dem sie schnell alle gewünschten Informationen finden: Mit der Digitalen Bibliothek wollen die Mitarbeiter ihren Bibliotheksnutzern das Leben leichter machen.
[full article at der tagesspiegel]

March 4th, 2004 by Tim Bruysten in culture, the social x, tekk, wissensmanagement

“Aus einer Kipperladung voller Briefe ein für sich wichtiges Schreiben herauszufinden, ist fast unmöglich. Doch versuchen viele Menschen täglich, genau das zu tun: Sie lesen mehrere Zeitungen, gucken die Nachrichten im Fernsehen, hören auf dem Weg zur Arbeit Radio, werfen mehrmals einen Blick ins Internet und öffnen dutzende E-Mails. Dem Informationsangebot ist mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr beizukommen. “Wir haben dafür noch keine passende Kulturtechnik entwickelt”, sagt Christian Heinisch. Der Geschäftsführer des Unternehmens Newbase in Hamburg, das Programme für die Erstellung digitaler Pressespiegel entwickelt, beschäftigt sich seit langem mit der Datenflut.”
[full article at spiegel.de]