Archive for the 'wissensmanagement' Category

June 3rd, 2005 by Tim Bruysten in the social x, information architecture, wissensmanagement

“Seit dem gestrigen Donnerstag findet in Wien die zweitätige Konferenz “ICT & Creativity” statt. Sie befasst sich mit den Zusammenhängen zwischen der “digitalen Kluft” und mangelnden Inhaltsangeboten (Content Gaps) für Entwicklungsländer und vom Internet abgeschnittenen Gruppen der Weltbevölkerung. Die Veranstaltung findet im Rahmen des UN-Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS) statt. Sie wurde unter anderem von Koïchiro Matsuura, Generaldirektor der UNESCO, Janis Karklins, PrepCom-Präsident der zweiten WSIS-Konferenz in Tunis, sowie von Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel eröffnet.”

Der Trend scheint wird immer deutlicher zu werden, die Verfügbarkeit von Informationen stellt eine der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts da. Doch wird dabei leider oft übersehen, daß mit Verfügbarkeit nicht nur der reine Anschluß an einen globalen Informationstopf gemeint sein kann. Es müssen auch Werkzeuge, technischer, wie kultureller Art entwickelt werden oder zumindest noch stark weiterentwickelt werden, wie der Einzelne dieser Informationen Herr werden kann.

siehe auch:
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- Digital Rights Management: Wissenschaftsprivilegien noch umstritten
- Europarat bereitet Erklärung zu Menschenrechten im Cyberspace vor

May 30th, 2005 by Tim Bruysten in wissensmanagement, kollektives Gedächtnis

“Den Lebenszyklus von Online-Nachrichten haben ungarische Forscher studiert. Wie leicht eine Meldung zugänglich ist, entscheidet über ihre Haltbarkeit, lautet eines der Ergebnisse. Auch die mittlere Lebensdauer von Online-News berechneten die Forscher: Sie liegt knapp über der von Tageszeitungen.”

May 4th, 2005 by Tim Bruysten in wissensmanagement, open source, kollektives Gedächtnis

“Die Buchbestände europäischer Bibliotheken sollen digitalisiert und online verfügbar gemacht werden. Das wollen die Staats- und Regierungschefs von sechs EU-Ländern. In einem Schreiben an EU-Ratspräsident Juncker und EU-Kommissionspräsident Barroso fordern sie den Aufbau einer digitalen EU-Bibliothek. Sie reagieren damit auf ein Google-Projekt, das seit Ende 2004 die Buchbestände renommierter angloamerikanischer Unis digitalisiert.”

Im Grunde, ein guter Gedanke. Doch fehlt mir (bisher) der innovative Gedanke. Einfach nur ein Google-Projekt zu übernehmen, scheint mir wenig geeignet, Erfolg zu haben. Erst einmal wird es jedoch heißen abzuwarten. Meine Erfahrung nährt die Befürchtung, daß wir 2015 mit einer endgültigen Entscheidung rechnen können. Falls ich mich diesbezüglich irre, was ich schwer hoffe, dann könnte, bei entsprechendem Mut und Sachverstand, ein großartiges Projekt entstehen.

April 23rd, 2005 by Tim Bruysten in wissensmanagement

“Seit einiger Zeit bemühen sich einige eine Art “offenes Bürgerradio” auf Basis von abonnierbaren MP3-Files zu propagieren. Das Stiuchwort ist »Podcasting«. Es ist eine Wortschöpfung aus »iPod« und »Broadcasting«. iPod deshalb, weil einige eigens entwickelte Subskriptionsprogramme die heruntergeladenen Files ohne Zutun des Benutzers auf z.B. einen iPod kopieren. Auf diese Weise lädt man Nachts seinen iPod vollautomatisch mit aktuellen Soundbytes auf - um sie z.B. auf dem Weg zur Arbeit zu hören.

Jetzt gibt es podscope.com: eine Suchmaschine, welche die gesprochenen Inhalte der unzähligen »Podcasts« indiziert und durchsuchbar macht. Und plötzlich erscheint das Podcasting-Thema in einem völlig anderen Licht…”

April 14th, 2005 by Tim Bruysten in information architecture, wissensmanagement, datensicht

Buzztracker daily image

Buzztracker zeigt die Beziehungen zwischen Orten, die in den Google News erwähnt werden:

“Buzztracker is software that visualizes frequencies and relationships between locations in the Google world news directory. Buzztracker tries to show you how interconnected the world is: big events in one area ripple to other areas across the globe. Connections between cities thousands of miles apart become apparent at a glance. Buzztracker currently only tracks English-language news sources.”

“Eine von Wikipedia her bekannte Funktion findet sich seit kurzem in der Beta-Fassung von Encarta Online von Microsoft. Im Vergleich zur aktuell offiziellen Version (deutsche, englische Fassung), fällt nicht nur das übersichtlichere Design auf. “

Im Unterschied zu Wikipedia sollen die Änderungen der Benutzer von einem Team kontrolliert und angepasst werden. Ob diese Verzögerung und die vom Benutzer möglicherweise als Zensur oder Bevormunden gewertete Bearbeitung der Änderungsvorschläge zu einem zu Wikipedia vergleichbaren Erfolg führen wird ist zweifelhaft. Doch könnte auf der anderen Seite, die lesenden Benutzer dem kontrollierten Inhalt ein größeres Vertrauen entgegenbringen.

March 30th, 2005 by Tim Bruysten in information architecture, wissensmanagement

historyflow.gif

“Most documents are the product of continual evolution. An essay may undergo dozens of revisions; source code for a computer program may undergo thousands. And as online collaboration becomes increasingly common, we see more and more ever-evolving group-authored texts. This site is a preliminary report on a simple visual technique, history flow, that provides a clear view of complex records of contributions and collaboration.”

March 26th, 2005 by Tim Bruysten in information architecture, wissensmanagement

Bei MacMerc gibt es einen kleinen Artikel zum Thema Outlining And XML.

“Flat data organization, think word processing, makes organization and conceptualization difficult. In an outline you can add a new level of structure to your information. Outlining is a great way to create podcast shownotes, organize documentation and design website structures.”

March 22nd, 2005 by Tim Bruysten in wissensmanagement, open source, kollektives Gedächtnis

Jacques Chirac, der französische Staatspräsident will der EU ein Projekt zur Digitalisierung Europäischer Bibliotheken vorschlagen um so mit den Bemühungen Amerikanischer Unternehmen gleichziehen zu können. Er befürchtet, dass die digitale Welt zu viele amerikanische und zu wenig französiche, respektive europäische Inhalte vorzuweisen hätte. Besonders wird in diesem Zusammenhang auf die Digitalisierung Amerikanischer Bibliotheken durch den Suchmaschinenbetreiber Google hingewiesen.

Ein wunderbares Beispiel, welches verdeutlicht, was ein kollektives Gedächtnis bedeutet. Und, viel wichtiger, dass es nicht nur vor staatlicher Zensur, sondern auch unternehmerischem Patriotismus bewahrt werden muß.

Links:
- Frankreich kontra Google

February 15th, 2005 by Tim Bruysten in telekratie, wissensmanagement, open source

“Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia scheint nicht zu stoppen: Am heutigen Dienstag konnte mit Das Grüne Buch der zweihunderttausendste deutschsprachige Artikel gefeiert werden. Insgesamt zählt das freie Enzyklopädieprojekt mehr als 1,4 Millionen Artikel in über 50 Sprachen.

Hier wird er geliefert, der Beweis, dass die Globalisierung (und globale Konzerne) durch die von ihr hervorgebrachten Techniken und Medien, abgelöst werden kann.

siehe:
- wie die globalisierung die globalisierung überflüssig machen könnte
- Das Ende der Massenmedien
- Chancen der Globalisierung gemeinsam nutzen
- beim weltgipfel der informationsgesellschaft sorgt die menschenrechtsfrage für einen eklat
- Entwicklungsländer brauchen mehr Internet-Zugänge

aber, Wikipedia ist nicht frei von Kritik:
- Mißverstandenes Web

zum besseren Verständnis kollaborativer Arbeit und eines kollektiven Gedächtnisses:
- Evolution eines Wikipedia-Eintrags
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- discussion around social networks

und, in dem Zusammenhang auch noch interessant:
- wikipedia boomt
- Encarta für Arme: aktuell und korrekt
- auf dem web zum semantischen web…
- es ist eine Art, asynchron im Computernetz zu kommunizieren, die Spaß macht…
- Wikipedia wird Mainstream