Archive for the 'weblog[s]' Category

January 25th, 2005 by Tim Bruysten in telekratie, weblog[s]

Wieder einmal hat Mario Sixtus für heute.de einen interessanten Artikel zum Thema Weblogs verfasst. Darin spricht er auch die aktuelle Situation einer gewissen Sat1 Sendung an, deren Bericht über Weblogs von vielen Autoren selbiger eher als überzogener Populismus, denn Journalismus aufgefasst wurde:

Auszug: “Blogger und Journalisten: Die ungleichen Brüder Journalisten und Blogger belauern sich meist misstrauisch und sprechen sich gegenseitig die Glaubwürdigkeit ab. Dabei sind beide längst Teil eines einzigen - und einzigartigen - medialen Ökosystems innerhalb des Internets…”

Siehe auch:
- Der Schockwellenreiter: Planetopia lügt
- Planetopia: Die Blogger kommen

- intern: Weblogs im Fernsehen
- intern: Weblogs in der Diskussion
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- Mitarbeiter berichten per Blog
- Politik in Weblogs?
- Das Ende der Massenmedien
- … eine kultur des wissens

January 24th, 2005 by Tim Bruysten in weblog[s], information architecture

“Vor 21 Jahren stellte Apple den Macintosh vor. Zur Feier dieses Tages hat der Blog Industrial Technology & Witchcraft das zauberhafte Kunststück fertig gebracht, das Video zu dieser Produktvorstellung ausfindig zu machen und zu restaurieren. Durch einen Eintrag des Mac-Fans Scott Knaster auf das Video aufmerksam geworden, spürten die unermüdlichen ITW-Werker das Produkt-Video auf, das im Schatten des bahnbrechenden Werbefilms in Vergessenheit geriet.”

Freud und Leid der Popularität. Kaum linkt Heise auf IT&W, kann der Server den Ansturm nicht mehr bewältigen:

“No way, folks, no way. Our server is completely overrun.”

Ein Problem, welches auch der Schockwellenreiter gut kennt.

Was bleibt, ist die Frage, ob nicht ein “Semantic Web” auch dieses Problem lösen kann, in dem nicht “nur” Inhalte nach ihren Kontext logisch miteinander verknüpft sind, sondern auch die Speicherstrukturen eine automatisierte Spiegelung vielerorts vorsehen; sich selbst erhaltendes Netz. Im Sinne des kollektiven Gedächtnis und der Hochverfügbarkeit von Informationen.

January 18th, 2005 by Tim Bruysten in weblog[s], [geschichte der zukunft]

Mario Sixtus schreibt über Weblogs, aber mit einem neuen Tenor. “Abwarten, Kinder”. Zur Zeit kann man die Chancen, die diese neue Technologie bietet, nur erahnen. Eines ist klar, Weblogs erfahren gerade einen Hype, der sicherlich seine Kraft verlieren wird, eventuell sogar als Blase platzt.

Mario Sixtus geht der Frage nach, was dann bleibt.

“Blogs leben im Grenzgebiet zwischen Kommunikation und Publikation. Dies ist eine bislang weitgehend unerforschte und gerade erst frisch erschlossene Region; und genau deshalb entziehen sich die Siedler und ihre merkwürdigen Werkzeuge so erfolgreich einer vergleichenden Definition. Ihr Wohngebiet grenzt westlich an den Dialog, östlich an die Massenpublikation, schließ nördlich ans Ich an und südlich an die Welt. Da dieses Fleckchen Grauzone bisher noch nicht kartografiert wurde, versuchen Berichterstatter häufig, die Blog-Gefilde anhand ihrer Nachbarländer zu beschreiben. Das ist natürlich weder wissenschaftlich noch journalistisch sauber. Vielleicht sollten wir also die Analogien besser irgendwo liegen lassen? Zumindest für heute?”

January 17th, 2005 by Tim Bruysten in telekratie, weblog[s], media

Die Sat1 Sendung “Planetopiaberichtete (gerade) über Weblogs mit einem emotional kritischen Unterton implizierend, dass selbige eine Gefahr für die Gesellschaft seien. Begründet wird diese populistische Haltung mit einem Beispiel, in dem der “hochgeschätze Bloggerkollege” Jörg Kantel, der Schockwellenreiter, eine “Falschmeldung” einer Nachrichten-Redaktion übernommen haben soll. Dabei ist diese Darstellung selbst eine stark verkürzte Sicht der Dinge und könnte als “schlecht recherchierte Falschmeldung” bezeichnet werden.

Da hilft es auch nichts, wenn in der Sendung anschließend Weblogs als Hilfe im Kampf gegen die Folgen des Tsunamis in Asien gelobt werden. Beides ist zu stark verkürzt, nicht in den Richtigen Zusammenhang gesetzt und die Kommentare der Sendung scheinen die Rezepienten von Weblogs, oder von Medien allgemein?, als dumme Masse zu degradieren, die selbst keine Verantwortung für ihre eigenen Informationsrezeption zu besitzen scheint.

Nicht erwähnt wird, welche großen Chancen Weblogs für die Mediendemokratie sind, dass eine humane Globalisierung der Medien durch sie, zumindest einfacher möglich ist. Das sie eine völlig neue Form eines kollektiven Gedächtnisses sind, welches eben von den Erinnernden selbst und nicht von selektierenden “Redakteuren” erzeugt wird…

Wer also im Glashaus sitzt, liebe Sat1 - Planetopia - Redaktion, sollte …

Im Spreeblick gibt es weitere Informationen zur Machart der Sendung.

- Weblogs in der Diskussion
- Blogs und RSS - Qualität und Quantität
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- Weblogs an Universitäten
- Politik in Weblogs?
- Demokratie-Hacks, Weblogs und freie Meinungsäußerung
- Mitarbeiter berichten per Blog
- Medienmanagement im Schulsystem (tut Not)
- E-Learning wird Alltag
- Möglicher Einsatz von Weblogs für Dozenten
- Das Ende der Massenmedien
- Das Internet bleibt ein Medium von unten

January 10th, 2005 by Tim Bruysten in weblog[s]

Der Spiegel schreibt über Weblogs, mal wieder. Die “Weblog-Gemeinde” hat dies an vielen Stellen auch schon kommentiert. Ich finde, dass der interessanteste Aspekt an der zunehmenden Verbreitung von Weblogs aber gar nicht, oder viel zu wenig diskutiert wird: Die den Weblogs zugrundeliegende Technologie von Trackbacks, Pingbacks, Kommentaren, offenen Architekturen, usw. könnte vielen Web-Medien, aber auch anderen Medien - sogar Offline-Medien, zugute kommen. Eine intelligente Implementierung und benutzerfreundliche Bedienbarkeit vorrausgesetzt.

Erstaunlicherweise wird dieser Ansatz jedoch kaum verfolgt. Dabei bietet er ein exorbitantes Potential, nicht nur für die einzelnen Nutzer, sondern auch für eine globalisierte Welt als soziale Gemeinschaft aber auch für kommerzielle Interessen von Unternehmern.

Ein zweiter Aspekt der zunehmenden Popularisierung der Weblog-Diskussion ist, dass ein Boom (fast) immer dann vor seinem Höhepunkt und damit seinem Ende steht, wenn “Straßen-Medien” sich diesen zu eigen machen. Was folgt ist ein kurzer, aber heftiger, Wachstumsschub, danach der Absturz. Wollen wir hoffen, dass die Weblog-Ideen einer solchen, möglichen Entwicklung, nicht zum Opfer fallen werden.

Online-Tagebücher, sogenannte Blogs, setzen sich als eigene journalistische Stilform allmählich auch in Deutschland durch. Die Internet-Chronisten können zur Gefahr für Politiker und Unternehmen werden. Doch Glaubwürdigkeit wird nicht immer mitgeliefert.

siehe auch:
- Berners-Lee: “Industrie steht hinter dem semantischen Web”
- Auf dem Weg zum semantischen Blog
- auf dem web zum semantischen web…
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke

January 6th, 2005 by Tim Bruysten in web, weblog[s]

“Das Internet hat sich verändert in den letzten vier Jahren. Seit der Tsunamikatastrophe vom 26. Dezember zeigen seine Nutzer, wozu das WWW wirklich gut sein kann - mit Hilfsaktionen und Vermisstendatenbänken. Wirrköpfe, Voyeure und Abzocker halten sich dagegen weitgehend zurück.”

siehe auch:
- wie die globalisierung die globalisierung überflüssig machen könnte
- Das Ende der Massenmedien
- tagesschau.de: Online-Tagebücher aus der Krisenregion
- heise.de: Kettenmails und gefälschte Spendenaufrufe zur Flutkatastrophe
- heute.de: FBI warnt vor Internet - Betrug mit Flutwelle in Asien

January 5th, 2005 by Tim Bruysten in FUN, weblog[s]

Wirres.net hat lustige Weblog - Fachbegriffe zusammengetragen. gefunden bei PlasticThinking.

January 5th, 2005 by Tim Bruysten in weblog[s], information architecture, semantische netze

“By way of analogy, consider a dictionary definition of a telephone: “an instrument that converts voice and other sound signals into a form that can be transmitted to remote locations and that receives and reconverts waves into sound signals.” That’s fine if you already know what a telephone network is, but the definition doesn’t work on its own.

Just as telephones are meaningful only when connected to the telephone network, so blogs are meaningful only when connected to the blog network. Both are carriers of human communication, but where the telephone network is essentially fixed — at least for now, until VoIP softens its structure — the blog network is malleable and is shaped by our use of it. It’s more like a nervous system than a computer network, and for good reason.”

January 5th, 2005 by Tim Bruysten in weblog[s], information architecture

Das E-Business Weblog überlegt welche (Marketing-) Strategie für ein Weblog und für einen RSS-Feed am effektivsten ist. Ich möchte das erstmal so stehen lassen; nur einen Punkt ergänzen. Ich schreibe mein Weblog an erster Stelle für mich. Als Zettelkasten, Reminder, Outline, zweites Gedächtnis, Linkliste…

“In Blog design in the age of RSS schreibt Chris Anderson darüber, wie sich seine Nutzung des Webs durch Weblogs und RSS verändert hat. (Via Wolfgang Sommergut.)

Die Kernidee, die für mich im Artikel steckt ist die von Quantität versus Qualität (es stecken noch mehr drin und die Diskussion geht auch in eine ganz andere Richtung, aber die hier ist für mich die interessanteste): Es geht im “RSS-Zeitalter” nicht mehr darum, Leser mit neuem Content immer wieder dazu zu verführen, seine Website zu besuchen. Wer eine Website per RSS abonniert hat, muss sich aktiv entscheiden, sie wieder abzubestellen. Das bedeutet, dass das Risiko, jemanden durch viele belanglose Artikel zu verlieren viel höher ist, als durch eine zu geringe Artikelmenge.”

siehe auch:
- Gretchenfrage für Blogger: Viel Nano-Content oder wenige Perlen?

January 5th, 2005 by Tim Bruysten in weblog[s], c-learning / e-learning

“…Hier könnte es vielleicht auch helfen, die Chronologie von Weblogs zumindest ein wenig aufzuweichen. Die Features dafür existieren grösstenteils, werden aber eher selten umgesetzt.
Was ich hier zB hätte ist, dass alle älteren Beitrage meines Blogs auf welche ich einen Link setze automatisch einen Trackback-Ping bekommen. And ausserdem, dass zu jedem Beitrag eine Liste verwandter Beiträge meines Blogs angezeigt wird…”

siehe auch:
- Blogs are good for business
- Mitarbeiter berichten per Blog
- Möglicher Einsatz von Weblogs für Dozenten
- Grundlage für vernetztes Wissensmanagement wird geschaffen
- Weblogs an Universitäten
- Wikis, Blogs und Wissensmanagement
- auf dem web zum semantischen web…
- Auf dem Weg zum semantischen Blog
- Knowledge Management und eLearning
- Business-Modelle für Weblog-Tools?