Vor einigen Wochen haben Daniel und Roland styleranking.de gelauncht, bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, drüber zu schreiben. Jedenfalls ist es ein Düsseldorfer Start-Up und steckt voller Potential für nützliche Dienste, die hauptsächlich Mädels im Alltag sicher gut gebrauchen können.
Archive for the 'web' Category
Wer immer noch glaubt, das Internet sei primär ein weiterer Vertriebskanal, eine informationelle Einbahnstraße, in die man getrost hinein husten kann, ohne dem Risiko ausgesetzt zu sein, selbst krank zu werden, irrt gewaltig: Das “Ding” lebt. Es reagiert, antwortet, beißt zurück.
Die Angst vor dieser Erkenntnis treibt mancherorts Unternehmer und Politiker zu merkwürdigen Stilblüten und gar aberwitzigen Experimenten. Eine solche Posse dokumentiert Mario Sixtus, seines Zeichens Elektrischer Reporter, in seinem Blog.
Worum geht es? Mario hat sich eine Software gekauft, aus Neugierde. Nicht zur Anwendung. Eine Software, die, wie Mario berichtet, verspricht, von gaaanz vielen Bloggern die Zustimmung zu haben, in deren Blogs in Form von Kommentaren Werbung schalten zu dürfen und dies wohl auch tun kann. Mario hat wohl diese Zustimmung nie erteilt, ist aber trotzdem in dieser Software “mit drin”.
Die vollständige Geschichte gibt es bei Mario.
Natürlich kann man im Internet, ja sogar im Web2.0 tolle Werbung machen. An einem Konzept, wie dies geschehen kann, basteln wir gerade hier. Aber Werbung sollte zum Medium passen, nicht umgekehrt. Hauswurfsendungen sind jedoch in der analogen Welt schon meißtens nervig.
Heise schreibt über ein Symposium zur Zukunft der Suchmaschinen und fasst in einem kurzen Abriss die aktuelle Situation ganz gut zusammen. Doch halte ich es für unwahrscheinlich, daß eine Konkurrenz zu Google von einem Forschungsinstitut, oder der Europöischen Union im Web “platziert” werden kann, zu viel Geld und zu viele Aquise-Aktivitäten sind zur Zeit bei Google zu verzeichnen.
Eher wahrscheinlich ist wohl, daß die dringend notwendige Konkurrenz ein ebenso unerwartetes Start-up wie eben Google selbst sein wird.
Wenn in diesem Kontext das Schlagwort “Web3.0″ wieder verwendet wird, möchte ich dies als das übliche Steampunk-Phänomen einordnen. Eine Neigung von Menschen, die Zukunft als die vergrößerte Gegenwart zu betrachten, anstatt einen Paradigmenwechsel zu erwarten.
Semantische Suche ist auf der anderen Seite etwas, womit ich mich auch schon länger beschäftige und dem ich große Chancen für die Zukunft einräume. Allerdings ausschließlich unter der Prämisse, daß das Benutzungsgefühl für den Anwender, ebenfalls erheblich verbessert wird. Mindestens 50% der Innovation für eine neue Suchmaschine muß aus dem Bereich Interfacedesign / Workflow-Optimierung kommen. Ganz davon zu schweigen, daß es eine Marke aufzubauen gilt.
Tobias schreibt über eine interessante Studie (PDF) zum Thema “Web2.0″. Inhaltlich geht es um die Bekanntheit der Begrifflichkeit und Anwendungen, die sich diesem Thema zuordnen. Mehr bei Tobias.
Na sowas:
“Der Chef des größten Medienkonzerns der Welt warnt vor einem neuen Dotcom-Hype. “Wir könnten uns durchaus in einer zweiten Internetblase befinden”, fürchtet der CEO von Time Warner, Richard Parsons, im Handelsblatt. Angesichts zahlreicher Übernahmen neuer Web-Unternehmen und der enormen Summen, die dafür gezahlt werden (Google legte für YouTube 1,6 Milliarden US-Dollar auf den Tisch), fragt sich der Medien-Manager, wo das hinführen soll.”
sag ich doch:
- Interblase 2.0
- Next Step
Einen Unterschied zur Interblase 1.0 gibt es jedoch; die kritische Diskussion. Ob dadurch jedoch die Blasenbildung und der Crash verhindert werden kann, bezweifel ich; jedoch könnte der Kater nach dem (möglichen) Crash eventuell etwas vernünftiger ausfallen und nicht zu einer totalen Anti-Haltung führen.
Doch ob Crash oder nicht. Die Entscheidung, in “Web2.0″-Methoden oder -Technologien zu investieren ist nicht verkehrt, wenn sie denn von den richtigen Argumenten getragen wird. Nur das übergroße Herraustellen des Web2.0 - Labels sollte sorgsam abgewogen werden.
Hintergründe:
- Deliberative Verfahren der Willensbildung
- Neue Technologien erweitern die soziale Interaktion
- Öffentliches Wissen
Denn, solche Hypes sind ja nicht zwangsläufig nur von Übel getrieben. Im Gegenteil, ihre Macht erhalten sie ja durch den wahren Kern. Da in diesem Zeiten der letzte Hype gerade erst ausgeklungen ist, ist die Identifikation des Gefahrenpotentials einfacher. Auch jetzt kann Niemand für sich behaupten, daß er die Situaion wirklich vorhersagen könnte; doch sind die Parallelen verblüffend.
Die “Gewinner” nach dem letzten Hype waren zum einen jene, die einfach durch schiere Größe das Chaos durchstehen konnten, zum anderen aber auch solche, deren Produkt einen tatsächlich relevanten und entweder völlig neuartigen, im Zweifel aber eine bestehende Technologie wirklich verbessernden Ansatz vorwies. Doch lehrt der letzte Hype auch folgendes: Auch von den “Großen” ist keiner “sicher” und besonders Überheblichkeit und Arroganz führen nicht zwangsläufig zu einer besseren Ausgangslage.
siehe auch:
- Symbiotic Web
h2g2 is an unconventional guide to life, the universe and everything, an encyclopaedic project where entries are written by people from all over the world. h2g2 was launched in April 1999, and the BBC took over the running of the site in February 2001 as part of our drive to develop new and innovative online services. The Guide is written by visitors to the website - people like you - and already it has thousands of entries on all sorts of subjects. The result is a living, breathing guide that’s constantly being updated and revised, driven forward by the very people who use it.
Sehr charmantes Wiki, im Geiste von Mr. 42 im Jahre 1999 ins Leben gerufen und somit zwei Menschen- oder vierundzwanzig-komma-drei Webjahre älter als die Wikipedia. Alle Einträge sind unter die drei Oberkategorien “The Life”, “The Universe” oder “Everything” gegliedert.
Doch h2g2 will mehr als ein klassisches Wiki:
h2g2 is unique because the Guide isn’t just about reading and writing, it’s about discussion too. The h2g2 Community is a bright and busy one, and as well as writing Guide Entries, h2g2’s Researchers have created all sorts of wonderful personal diaries, pithy conversations, virtual worlds and collaborative masterpieces.
Sieht man sich das Konzept genauer an, findet man einige interessante Ansätze. Warum h2g2 nicht der Erfolg der Wikipedia zuteil wurde, mag an der Integration in die BBC - Website, vielleicht dem falschen Zeitpunkt und dem komplexeren System liegen. Einen Besuch ist h2g2 aber auf jeden Fall wert.
Spiegel Online schreibt über die Buzzwords um “Web2.0″ als eine Art neue Spekulationsblase.
“Web 2.0″ ist in aller Munde, doch nur wenige werden davon satt. Als neues Geschäftsmodell taugt es nur bedingt - am ehesten noch für Berater, die das Mitmach-Internet geschickt auf Konferenzen hochjazzen.”
Nun. Ganz unrecht haben sie nicht. Mancherorts ist frenetischer Jubel auf das Vortragen von Visionen gesichtet worden, ohne das ein wirkliches Konzept erkennbar gewesen wäre. Typisches Zeichen von schmerzhafter Blasenbildung.
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mnemomap is a new way to search the internet. It combines technologies of social networking, search engines and other data sources to help you formulate search queries and find really relevant information.
Today’s search engines have some common flaws: Though easy to use, they hardly deliver any concept to assist the user in finding relevant information. They are somewhat straight-forward: give a word, get a list.
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Today, it’s alpha. That means, its constantly under development.
Webmontage sind ein faszinierendes Phänomen, welches im letzten halben Jahr die deutsche Weblandschaft durchzogen hat. Beim letzten Webmontag in Köln kam mir allerdings schon der Gedanke, ob es sich nicht schon selbst überlebt hat. Tim Bonnemann hat nun einen Webmontag in Köln, der Mutterstadt aller Webmontage, vorgeschlagen an dem unter anderem über die Fortentwicklung der Webmontage diskutiert werden soll.
Die Teilnehmerliste ist bisher äußerst mager, was meine stillen Vermutungen zu stärken scheint. Aber vielleicht entwickelt sich ja auch eine Art Webmontagdestillat. Aber, wer nicht kommt, verpasst die mnemo - Präsentation…
Heute findet in Köln wieder ein Webmontag statt. Zahlreiche Gäste haben sich angekündigt, wollen wir hoffen, daß das Hallmackenreuther dem zu erwartenden Ansturm standhalten kann.



