Oliver Wrede hat einen digitalen Kollegen von Prof. Harald Lesch ausgegraben. Ein gutes Beispiel für die Möglichkeiten visueller Erklärungen.
Archive for the 'visual communication' Category
Garr Reynold wrotes a funny article about the “Zen” in the presentation-style of Steve Jobs and Bill Gates. It’s not too difficult to assume who’s closer to the Zen ;-)
I like this list, Garr quoted:
- Simplicity
- Subtlety
- Elegance
- Suggestive, rather than the descriptive or obvious
- Naturalness (i.e., nothing artificial or forced),
- Empty space (or negative space)
- Stillness, Tranquility
- Eliminating the non-essential
It’s about interface design, isn’t it? It’s not the whole truth, sure… but it is the right way.
And after reading the Zen article, read this “How to Run a Useless Conference”. It’s on the same mood and the topics aren’t that divergent you may think.

“several real-time maps titled ‘Digital Derive’ that visualize the volume & geographic source of cell phone usage in Graz, showing a visual conceptual layer in the use & experience of the city. thousands of mobile phones are simultaneously ‘pinged’ to establish their precise location in space at a given moment in time.”
In mehrerer Hinsicht ist dieses Projekt sehr spannend. Nicht nur weil sich durch Überlagerung mit verschiedenen Karten oder durch das Hinzufügen von Interaktionsdaten der “getrackten” Telefonbesitzer äußerst interessante Dinge über Städtebau, urbane Räume und soziologische Netze lernen lassen, sondern auch, weil es die Transparenz unserer Gesellschaft offenbart.
Es wird Zeit, daß mehr solcher Projekte in die Öffentlichkeit dringen, daß die Gesellschaft endlich diskutiert ob und wenn ja, wie weit sie sich überwachen lassen möchte.
mehr Informationen gibt es beim MIT.
“an interesting recent academic paper, written by information visualization guru Chaomei Chen, discussing the Top 10 Unsolved Information Visualization Problems. ‘problem 7: aesthetics. the purpose of information visualization is the insights into data that it provides, not just pretty pictures. but what makes a picture pretty? what can we learn from making a pretty picture & enhancing the representation of insights? it%u2019s important, therefore, to understand how insights & aesthetics interact, & these two goals could sustain insightful & visually appealing information visualization.’ “

Ein sehr spannendes Projekt ist die “THINKING MACHINE“. Man kann dort gegen eine Software Schach spielen, sieht aber, welche Schritte diese überlegt, bevor sie einen Zug macht.
“Thinking Machine 4 explores the invisible, elusive nature of thought. Play chess against a transparent intelligence, its evolving thought process visible on the board before you.
The artwork is an artificial intelligence program, ready to play chess with the viewer. If the viewer confronts the program, the computer’s thought process is sketched on screen as it plays. A map is created from the traces of literally thousands of possible futures as the program tries to decide its best move. Those traces become a key to the invisible lines of force in the game as well as a window into the spirit of a thinking machine.”
Selbsterklärend und überraschend direkt ist diese, wenn man sie sieht, so einfach erscheinende Lösung. Mir gefällt der Ansatz, der offenbart, welche zahlreichen Möglichkeiten unser alltägliches Lebensumfeld noch zur Gestaltung und Nutzenoptimierung anbietet.
Mehr Informationen:
- brighthandle.com
Die kollektiv Kaffeemaschine zeigt einen witzig aufgemachten, etwas populistischen aber zu positiven Diskussionen anregenden Film “Neben der Arbeit“:
“Neben der Arbeit” wurde im Frühjahr 2004 produziert. Auftraggeber war die EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL die sich als Ziel die Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichheiten im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt gesetzt hat. Der Film war als Einleitung für eine Tagung gedacht.”
Einige wunderschöne historische Plakate habe ich auf der Website der Österreichischen Nationalbibliothek entdeckt.
“Plakate haben die visuelle Kultur des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderes Medium geprägt. Sie waren die optischen Wegweiser für Massenproduktion und Massenkonsum, ihre Gestalter verstanden sich zunehmend als “Reklamefachleute”, die künstlerische Mittel kalkuliert für das Produkt-Marketing einsetzten.”
Weitere Poster- und Plakat-Sites:
- Chinesische Poster “Picturing Power”
- Wahlplakate der BRD

“The Hello.Wall is an ambient display that emits information via light patterns and is considered informative art.
As an integral part of the physical environment, Hello.Wall constitutes a seeding element of a social architectural space conveying awareness information and atmospheric aspects within organizations or at specific places.”
Ein interessanter Artikel beim “designerinaction” von Prof. Dr. Dieter Herbst:
“Bilderwelten sind visuelle Zeichen, die die Unternehmenspersönlichkeit transportieren. Sie können informieren und emotionalisieren. Das Ergebnis sind innere Bilder, die bei den internen und externen Bezugsgruppen spontan entstehen, wenn sie an das Unternehmen denken.
Den meisten Unternehmen fehlt jedoch bislang eine eigene Bilderwelt (Corporate Imagery) und damit ein Gesicht, das Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre erkennen, das sie von anderen unterscheiden können und bei dem sie sich freuen, es wieder zu sehen.”
Wichtig wäre anzumerken, dass z.B. Farbassoziationen alleine, also dass, was man unter dem klassischen “Farbleitsystem” versteht, nicht funktionieren, wenn sie keinen sinnvollen Kontext haben. Archetypen abzurufen oder anzusprechen ist sicherlich ein erfolgversprechender Weg, doch sind diese komplexer als reine Farb- oder Formschemata; wie der Artikel am Anfang ja auch richtig darstellt: Bilderwelten erfolgreichen Marketings sind Geschichten in denen alles stimmt, Stimmung, Farbe, Motiv, Story,…
Richtigerweise wird in dem Artikel auf das weitverbreitete Mißverständnis, einer Aufteilung von PR, welche mit Information und Text assoziiert wird und Werbung, die in der Vorstellung vieler hauptsächlich auf Emotionen und Bilder zurückgreift, hingewiesen. Ein erfolgreicher Marketingmanager wird diese beiden Elemente geschickt miteinander verweben und ebenso auf die subtilere Emotionalität von Texten wie die Wahrheit versprechende Aussagekraft von Bildern nutzen.


