unter dem titel “weblegenden” schreibt der spiegel einen artikel über ein phantom der neuzeit, Layne Johnson. hintergrund: ein weblog, ein sehr erfolgreiches, geführt von einer lesbischen frau. gut geschrieben mit vielen besuchern, jeden tag. doch hinter all dem scheint ein mann zu stecken, der persönliche erlebnisse mit seiner phantasie vermischt und so einen charakter schaft, der tausende fans begeistert und von vielen für real gehalten wird.
der unterschied zu einem roman ist, dass es eine interaktion zwischen schreibendem und lesern gibt, dass die geschichte fortgesponnen werden kann, dass der schreiber in sehr kurzer zeit auf die reaktionen seiner leser eingehen kann und dass es sehr viel schwerer wird, realität von fiktion zu unterscheiden. somit entsteht, nicht mit aufwendigen techniken oder in 3d-räumen, enterprise, holodeck, …, sondern im ganz kleinen, in einem weblog; aber eigendlich nur in den köpfen der lesenden, eine virtual reality.