Archive for the 'the social x' Category

October 3rd, 2004 by Tim Bruysten in the social x, der mensch

“Psychotherapeuten beobachten Medienberichten zufolge eine Zunahme an sexsüchtigen Patienten in Deutschland. 75 Prozent davon seien Männer. Hauptursache hierfür sind nach Ansicht der Kongressteilnehmer der 2. Klinischen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung das freie und übermäßige Angebot an Sex-Seiten und -Chats im Internet. Der besondere Reiz gehe von der Anonymität aus.

September 5th, 2004 by Tim Bruysten in the social x

Die ständige Verfügbarkeit verursache einen schädlichen Dauerstress bei vielen Arbeitnehmern in den USA und zunehmend auch in Europa, berichtet die New York Times. Mobiltelefone, Laptops und E-Mail ließen die Trennung zwischen Arbeitsumfeld und Privatsphäre zunehmend verwischen.

September 2nd, 2004 by Tim Bruysten in the social x

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Ehescheidungen in Großbritannien um 3,7 Prozent von 160.700 in 2002 auf 166.700 angestiegen. Das sei die höchste Zahl seit 1997, teilt das Office for National Statistics (ONS) mit, und im dritten Jahr in Folge eine Steigerung. Die höchste Scheidungsrate liegt bei Männern in der Altersklasse von 30 bis 34 Jahren, bei Frauen bei 25 bis 29 Jahren. Als einen Faktor für die Entwicklung hat die Partnerschaftsberaterin Christine Northam das Internet ausgemacht.

July 25th, 2004 by Tim Bruysten in the social x, software, open source, patente, standards

die opengroup hat eine erklärung zur freiheit der (it) entwickler veröffentlicht. ein diskutables papier, welches hier nachgelesen werden kann. die sechs thesen der erklärung sind:

1. The ability for all to access and contribute information, ideas, and knowledge is essential in an inclusive IT industry.

2. Open architecture is central in achieving the goal of IT inclusion, enabling universal, sustainable, ubiquitous, and affordable IT access by all.

3. Open standards create more options to address IT needs, generate new computing models that bring improved integration across business processes and industries, and give rise to new development tools that emphasize collaboration and community.

4. All developers have the right to self-determination, and, by virtue of that right, they have a choice between many possible software solutions to best satisfy their IT needs

5. The subjection – or “lock-in” – of developers to single-vendor technology constitutes a denial of self-determination, is inherently monopolistic, limits choice, artificially raises prices, stifles innovation, and contradicts the underlying goals of an inclusive IT industry: freedom of choice and independence for all.

6. Cooperation among all developers is called for to increase awareness, adoption, and protection of open standards as an essential building block of a fair and competitive IT industry.

mehr informationen gibt es bei:
- heise

July 13th, 2004 by Tim Bruysten in the social x

statistiken haben eine nicht abstreitbare faszination. daher hier die neueste zahl: 61% der erwachsenen deutschen sind online. schreibt zumindest heise online. dabei gibt es nach wie vor große unterschiede zwischen den geschlechtern, generationen und ost und west.

July 7th, 2004 by Tim Bruysten in the social x

“Wer sich auf seiner persönlichen Homepage im Internet präsentiert, ist nicht automatisch auch selbstbewusst”, schreiben Psychologen der Technischen Universität Chemnitz. Mit anderen Worten: Besitzer privater Webseiten im Internet sind offenbar introvertierter als ihre Zeitgenossen ohne eigenen Internetauftritt. Zu diesem Ergebnis kamen die Wissenschaftler im Rahmen der Studie Selbstdarsteller oder Menschen wie du und ich? gekommen. Etwa 300 Besitzer von Homepages wurden von den Chemnitzern befragt, teilte die Universität heute mit. Nach Angaben der Forscher sind deren Betreiber im sozialen Umgang eher unsicher und können schlechter mit Kritik umgehen.

auch der spiegel schreibt davon.

Am gestrigen Montag hat sich der “Verein zur Förderung der Suchmaschinentechnologie und des freien Wissenszugangs”, kurz SuMa-eV, konstituiert. Seine Gründung ist eine Reaktion auf die zunehmende Konzentration im Suchmaschinenmarkt, die sogar den Bundestag beschäftigte. Der Verein sieht in der Machtposition einzelner weniger Unternehmen eine Gefährdung des freien Zugangs zum Wissen. Suchmaschinen kontrollieren unter anderem, in welcher Reihenfolge und damit Bewertung die Ergebnisse einer Recherche beim Nutzer angezeigt werden (Ranking), welche Informationen verfügbar und welche nicht zugänglich sind.

auf der website des vereins findet sich dann folgendes:

Ziele des SuMa-eV
Die generelle Situation:

  • Suchmaschinen ermöglichen den Zugang zum digitalen Weltwissen im Internet,
  • ohne Suchmaschinen wäre dieses Wissen weitgehend unerreichbar,
    Suchmaschinen spielen somit eine zentrale Rolle in der Informationsgesellschaft.
  • Suchmaschinen müssen frei, vielfältig und nicht-monopolistisch sein!

Die sich daraus ergebenden Ziele (kurz und knapp):

  • Politische und publizistische Aktivitäten, zur Gewinnung öffentlicher und politischer Unterstützung,
  • Akquisition von Fördermitteln und Spenden für konkrete Projekte,
    Aufbau einer dezentralen und kooperativen Suchmaschinen-Struktur in Deutschland.

richtig finde ich die aussagen die auf die bedeutung der suchmaschinen hinweisen und ihnen eine gesellschaftsbildende rolle geben. denn der generelle zugang zum wissen allein ist noch keine qualität, struktur, reihenfolge und präsentation spielen eine entscheidende rolle bei der informationsaggregation beim konsumenten.

den begriff der freiheit, vielfalt und des nicht-monopolismus möchte ich generell ebenfalls unterstützen, jedoch einschränken, nämlich insoweit, als dass es freie und nicht monopolistische suchmaschinen geben muß. warum soll aber ein unternehmen nicht auch zusätzlich eine “corporate suchmaschine” betreiben dürfen.

ich würde mich aber verwehren, suchmaschinen als einzigen zugang zum globalen wissen des internet zu bezeichnen. langfristig wird das, was sich heute suchmaschine nennt, wohl kaum eine marktchance haben, da weder trefferquote, noch ergebnis-menge, noch reihenfolge und präsentation dem eigendlichen inhalt der gesuchten information entsprechen.

trefferquote, ergebnisse-menge und reihenfolge sind allein von der suchmaschine geprägt und die präsentation der suchergebnisse bezieht sich bei den aktuellen suchmaschinen auf das erscheinungsbild der suchmaschine und nicht auf den inhalt der gesuchten seite.

gleichwohl bleibt besonders beim letzten punkt zu beachten, dass das suchen im netz für jedermann verständlich sein muß und struktiert, wie einheitlich erfolgen sollte.

es gibt aber sehr wohl ansätze und ich habe sehr wohl eine menge ideen, wie ich eine suchmaschine gestalten kann, mit wesentlich verbessertem zugriff auf den inhalt - einer besseren und schnelleren übersicht, ob das gefundene meiner suche entspricht - wie man aber auch den suchmaschinen - status überwinden und viel weiter in ein semantisches web, also ein echtes wissensnetzwerk gelangen kann.

weitere links:
- heise.de
- telekratie-seminar

June 26th, 2004 by Tim Bruysten in telekratie, the social x, eGovernment, global playing, patente

wie heise online berichtet, ist es bei der ersten vorbereitungskonferenz zum weltgipfel der informationsgesellschaft zu einem eklat gekommen. regierungsfreundliche tunesische gruppen haben die rede einer menschenrechtlerin erfolgreich mittels tumult verhindert, weil diese in ihrer rede auch auf die menschenrechtssituation in tunesien hinweisen wollte. ein video zeigt einen ausschnitt der situation.

diese situation zeigt, wie wichtig es ist, den anfängen des abbaus einer freien (informations- und wissens-) gesellschaft zu währen, zeigt aber auch, dass wir eben durch die viel zitierte globalisierung schon aus ganz eigennützigen gründen die augen vor solchen situationen nicht mehr verschließen können, da sie sich unmittelbar auf unsere eigene auswirken können.

aus diesem blickwinkel betrachtet, läßt sich die vehemenz vieler erklären, wenn es hierzulande um patente auf einfachste strukturen, software und allgemeines wissen geht.

siehe (intern):
- neues bezüglich softwarepatenten
- wählen gehen!
- ein grund [mehr] softwarepatente abzulehnen
- als beführworter freien wissens
- links zum thema softwarepatente
- zeitbombe aus brüssel

und (extern):
- AKTEN IM NETZ (spiegel)
- Neues Telekommunikationsgesetz tritt in Kraft (heise)
- Microsoft patentiert den “menschlichen Datenbus” (heise)

May 23rd, 2004 by Tim Bruysten in culture, the social x, innovation, eGovernment, patente

hat sich gerade der frisch gewählte bundespräsident horst köhler in seiner dankesrede an die bundesversammlung gezeigt. begründet auf die mit der wirtschaftlichen globalisierung einhergehende verbreitung einer weltweiten sozialgemeinschaft und den wirtschaftlichen risiken, die den industrienationen aus eben dieser fragestellung, gemeinsam mit ihrem eigenen nachwuchsmangel erwachsen, brachte er als die zukunftsthemen eben den mut zur freiheit, die soziale gerechtigkeit und den “ideenreichtum”.

May 21st, 2004 by Tim Bruysten in the social x

Es begann mit der Entscheidung der indischen Regierung, die Grundbücher, die Landbesitz dokumentieren, auf Computer umzustellen. Was sich daraus entwickelt hat, revolutioniert das Dorfleben in Indien, dem nach China bevölkerungsreichsten Land der Welt. Internetdienste auf Dorfebene machen das Leben leichter. “Sie haben zwar noch kein fließendes Wasser, aber das 21. Jahrhundert der Kommunikation”, sagt Rajeev Chawla stolz.

[full article at heute.de]

betrachtet man auch diesen artikel, kommt man nicht umhin, zu erkennen, wie gewaltig die änderungen sind, die das internet weltweit mit sich bringt. traf ich in der letzten zeit doch immer wieder gesprächspartner, die es für modern hielten, den einfluß des internet herunterzureden auf “unterhaltungsinstrument, emails, evtl. auch nachrichten, max. noch ein bißchen shoppen”.

zeigt sich doch gerade an einer solchen geschichte, dass das internet durchaus geeignet ist, demokratische strukturen zu stützen und einen positiven einfluß auf die transparenz einer wirtschaft zu haben.

liest man dann diesen artikel zum thema der software-patente (mehr links dazu auch hier) so muß einem klar werden, wie absurd überlegungen sind, software in der von der eu-kommission vorgeschlagenen art und weise patentierbar zu machen.

läßt doch gerade die kombination der neuen möglichkeiten (flying internet, globaler (kabelloser) internetzugriff (wlan,umts,wimax,usw.) erahnen, dass wir das potential des internet gerade erst anfangen zu begreifen. von einer wirklich effektiven nutzung dieser ressource noch ganz zu schweigen. woher sollen aber die innovationen kommen, wie soll das potential des internet, die wachstumsgeschwindigkeit in verbreitung und innovation erhalten bleiben, wenn nicht kleine wie große unternehmen die möglichkeit haben, zu investieren und mit ihren ideen sich gegenseitig zu befruchten. wo wäre das internet heute, wenn wir von anfang an eine regiede kontroll- und patentstruktur gehabt hätten? keiner weiß es, doch eines ist klar: wenn wir den innovationsschub, durch die patentierbarkeit von software hemmen, wenn wir dadurch die sozialen und kollaborativen möglichkeiten des internet eingrenzen, dann wird die entwicklung wohl kaum mit der gleichen dynamik weitergehen.