Archive for the 'the social x' Category

February 14th, 2005 by Tim Bruysten in the social x, polis, [geschichte der zukunft]

Wolfgang Huber, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), schreibt in der heute.de-Serie “Vision Deutschland“.

“Die Veränderungen in unserem Land beschäftigen viele Menschen - und wecken viele Sorgen. In den sozialen Sicherungssystemen werden Leistungen abgebaut, die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander und die Kindvergessenheit in unserem Land wächst. Doch was ist Ursache, was Wirkung? Und was sind unsere Handlungsoptionen und unsere Visionen?”

Man muß inhaltlich nicht an allen Punkten der gleichen Meinung sein, aber generell ist es schon richtig und wichtig, dass zur Lösung größerer Probleme, viele gesellschaftliche Gruppen zusammenarbeiten müssen.

Siehe auch:
- Der Traum von der Gesellschaft der Hochgebildeten
- Wettbewerb zum demografischen Wandel
- Rürup für kostenlose Kindergärten statt Gratis-Studium

February 9th, 2005 by Tim Bruysten in the social x

“Kanadische Polizisten setzen bei der Suche nach Kinderschändern auf moderne Bildbearbeitung. Über veröffentlichte Missbrauchsfotos, auf denen die Opfer wegretuschiert wurden, wollen sie Tatorte und später die Täter finden. Jetzt meldet die Polizei einen ersten Erfolg. “

February 7th, 2005 by Tim Bruysten in the social x, AI, virtual reality, [geschichte der zukunft]

Was ist Leben? Eine uralte Frage wird seit dem Computerzeitalter immer häufiger zu einer, die ethische Konflikte und Streitereien auslöst. Kann ein simuliertes “Leben”, einen Schutz genießen? Oder kann die Betrachtung des Simulierten zu einem echten Bedürfnis für den Betrachter werden? Sicherlich, die Sims haben kein Bewußtsein und diese Frage durch sie oder für sie zu stellen ist obsolet.

Jedoch bietet sich hier ein Ansatz, eine wichtige Frage, früh genug zu diskutieren. Denn in anderen Kontext werden wir ihr in naher Zukunft mit Sicherheit begegnen. Welche Auswirkungen hat der Einsatz von Technik in Kombination mit einem menschlichen Gehirn?

Wenn Computer am Gehirn helfen zu heilen, oder helfen zu Leben, wie groß ist ihr Einfluß auf den Patienten? Gibt es Auswirkungen auf sein Bewußtsein? Wie soll man, gesetzt, es gäbe diese Auswirkungen, damit umgehen?

“Sind die Sims aus Die Sims 2 von Electronic Arts Lebewesen? Verbirgt sich in diesem Computerspiel eine künstliche Intelligenz, die Leben nicht nur simuliert, sondern gar selbst auf irgendeine Weise lebt? Müssen Sims vor sadistischen Experimenten der Menschen geschützt werden? Kann man mit der Aufnahmefunktion von Sims 2 die ersten Dokumentarfilme über künstliches Leben drehen (Father and Sin: Machinima-Doku, gefilmt in Die Sims 2)?”

February 6th, 2005 by Tim Bruysten in telekratie, the social x, eGovernment

“Die Erosion der Privatheit und Tendenzen zur Zensur im Internet gehören zu den größten Bedrohungen der Menschenrechte im Cyberspace. So zumindest sehen es Experten einer Arbeitsgruppe des Europarats mit dem länglichen Titel “Multidisciplinary Ad-Hoc Committee of Experts on the Information Society” CAHSI). Die CAHSI-Gruppe bereitet eine “Politische Erklärung über die Einhaltung der Menschenrechte in der Informationsgesellschaft” vor, die im Mai vom Ministerrat verabschiedet werden soll. Einen ersten Entwurf dazu diskutierten die Experten am Donnerstag und Freitag in Straßburg.”

siehe auch:
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- 21C3: Hacker fürchten Orwellsche Zensurmöglichkeiten durch Trusted Computing
- T-Online sperrt Websites
- beim weltgipfel der informationsgesellschaft sorgt die menschenrechtsfrage für einen eklat
- Das »neue« Urheberrecht…
- Informationsfreiheit ist kein Verbrechen
- Weblogging ist für die Identitätsbildung und die Freiheit des Gedankens sehr wichtig
- als beführworter freien wissen
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”

“Der Gründer und Chef des Media Lab an der US-Eliteuniversität MIT (Massachusetts Institute for Technology), Nicholas Negroponte, plant zusammen mit dem Chipkonzern AMD die Massenproduktion von billigen portablen Rechnern für die Entwicklungsländer. Er peile dabei einen Preis von 100 Dollar pro Stück an, sagte Negroponte der Financial Times Deutschland auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Ein sehr interessantes Projekt, welches Nachahmung finden sollte!

siehe:
- wie die globalisierung die globalisierung überflüssig machen könnte
- Chancen der Globalisierung gemeinsam nutzen
- Das Ende der Massenmedien

January 8th, 2005 by Tim Bruysten in de:sign, culture, the social x

WDR5: “Obwohl rund 10 Millionen Menschen fremder Herkunft in Deutschland leben, mangelt es im deutschen Hilfesystem weithin an Kulturen übergreifender Kompetenz. Und Psychiater, die versuchen, Migrantinnen und Migranten in seelischen Nöten zu helfen, ohne den kulturellen Hintergrund ihrer Patienten zu berücksichtigen, machen mitunter folgenschwere Fehler.”

In der gestrigen WDR5 Sendung Leonardo wurde, neben anderen interessanten Aspekten von interkulturellen (medizinischen) Kommunikationsschwierigkeiten zum Beispiel auch darüber gesprochen, dass für einige Kulturen, ein Zeitbegriff und damit Kausalität in unserem Sinne, gar keine Rolle spielt.

“Dass der westliche Mensch gelernt hat, logisch und systematisch zu denken – worauf er ja gemeinhin stolz ist! – macht ihn also gleichzeitig anfällig für eine besonders tiefe Verstrickung in den schizophrenen Wahn. Die Ethnopsychiater, die auszogen, fremde Welten zu entdecken, haben nicht zuletzt auch einen schärferen Blick für die Kulturgebundenheit des eigenen Leids gewonnen.”

und

“Das chronologische Zeitgerüst stellt für den Vietnamesen eben nicht die vertraute Dimension dar, durch die lebensgeschichtliche Daten untereinander in eine feststehende Beziehung gebracht werden. Es ist selbst ein Faktum unter anderen, ein ziemlich belangloses.“

mehr im PDF zu Sendung

November 22nd, 2004 by Tim Bruysten in multimedia, the social x, weblog[s], c-learning / e-learning

Sieh’ mal an, gerade bei ZDnet gefunden:

“Vergangene Woche verschickte das Online-Auktionshaus Ebay gedruckte Kataloge per Post an Millionen von Privathaushalten in den USA. Mit dieser Aktion hofft der Onlinehändler neue Kunden zu gewinnen, die sich seltener im World Wide Web tummeln, berichtet die “New York Times”. Der 32-seitige Hochglanzkatalog präsentiert 116 der besten Produkte von derzeit 26 Millionen, die man bei Ebay-Auktionen ersteigern kann.”

Dieser Trend wird keineswegs von eBay angeführt, z.B. Wikipedia hat gleiches schon vor einiger Zeit getan: back to paper. Dazu passt auch diese Diskussion: Internet verdrängt Printmedien. Einen anderen Aspekt haben wir hier diskutiert.

Nach wie vor halte ich an der These fest, dass das Papier in Form eines Buches sich als das erfolgreichste Träger-Medium etabliert hat und diesen Platz auf lange Zeit behalten wird. Trotzdem, die aktuellen Diskussionen (”Wo liegt Pisa?“), drücken meine Hoffnung, auf eine emanzipierte, sich ihrer Medien bewußte Gesellschaft, die alle Medien, ihrem jeweiligen Zweck entsprechend, in multimedialem oder crossmedialem Kontext, einsetzt.

Und wenn die notwendige Bildung fehlt und der emanzipierte wie diskursive Umgang mit den Medien keine Selbstverständlichkeit ist, werden wir die Chancen der Globalisierung nicht wirklich nutzen können.

siehe auch:
- Wikipedia wird Mainstream
- E-Learning wird Alltag
- Deutsche gehen zu selten ins Web
- Weblogs an Universitäten
- Forscher warnt vor “Googlesierung” der Ausbildung
- weblogs als kultur
- lehre + weblogs
- IT-Vermittlung an Deutschlands Schulen mangelhaft
- Lernen mit Weblogs

November 20th, 2004 by Tim Bruysten in culture, the social x

Bei Quarks&Co am 23.11.2004:

Zur Zeit gibt es etwa 6.000 Sprachen weltweit. Wissenschaftler schätzen, dass die Hälfte davon im nächsten Jahrhundert verschwinden werden. Mit der Sprache stirbt ein Teil der Kultur und der Identität der Völker.

November 19th, 2004 by Tim Bruysten in the social x, business, weblog[s]

die theorie, dass sich die “internet-revolution” im stillen, als “gesellschafts-evolution” gestalten wird, scheint immer mehr realität zu werden. mario sixtus schreibt davon:

“Mehr als 10.000 Menschen verdienen in Deutschland ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch den Handel auf eBay, schätzen Fachleute. Einer von ihnen ist Thomas Roebert. Der Vierzigjährige aus dem Wallfahrtsort Werl (Nordrhein-Westfalen) versteigert über das Internet-Auktionshaus seit fünf Jahren Notebooks und Computerzubehör. Inzwischen ist noch ein zweiter Geschäftszweig hinzugekommen. “Wir bieten jetzt auch Gartenmöbel und Holzartikel an, die…”

siehe auch:
- Business-Modelle für Weblog-Tools?
- internet hypes
- hundertmillionen
- Business Weblogs
- Weblog-Vorhersage

October 16th, 2004 by Tim Bruysten in the social x

“Die exzessive Nutzung von Internet-Chats und Computerspielen kann nach Ansicht eines Mediziners zu nachhaltigen psychischen Störungen führen. “Der Alltag verlagert sich immer mehr auf die digitale Ebene. Eine Gefahr liegt dabei darin, dass sich Menschen zunehmend aus dem realen Leben zurückziehen”, sagte Dr. Bert te Wildt von der Abteilung für Klinische Psychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in einem dpa-Gespräch.”

ich bin zwar kein chatter und schon gar kein exzessiver, kann aber durchaus vorteile aus einer gelegentlichen icq-sitzung ziehen. man kann schnell und direkt kommunizieren und nicht nur sprach-informationen, sondern auch bilder oder andere dateien austauschen.

besonders apples rendezvouz bringt zum beispiel dem editor SubEthaEdit eine “chat-dimension” bei - die programmierern aber auch dichtern kollaborative zusammenarbeit in einem ganz neuen sinn erlaubt.

der übermäßige gebrauch einer jeden tätigkeit oder einer jeden technologie dürfte zu schädigungen oder zumindest einer einseitigen entwicklung führen. aber oft erscheinen mir solche meldungen wie der wissenschaftliche versuch, eine entwicklung negativ zu bewerten, die von bestimmten teilen älterer generationen so nicht verstanden werden kann / werden möchte.

die jugend einer jeden zeit hat neue formen der kommunikation gefunden, sei es in der technik der kommunikation oder in verbalen ausdrucksformen und immer wurden diese von einem teil der älteren negativ bewertet. ich würde dies als ganz normalen prozess der gesellschaftlichen entwicklung sehen.