Archive for the 'the social x' Category

April 26th, 2005 by Tim Bruysten in the social x, social software

Social Software ist dagegen so simpel, dass die Leute sie gerne nutzen. Warum sollten sie es nicht innerhalb eines Unternehmens tun?

Ein sehr interessanter Artikel, der, mit anderen Worten, diese Diskussion bestätigt und erklärt, was zumindest eine der wichtigsten Innovationen der Wiki-/Weblogszene ist: Einfache Lösungen für komplizierte Vorgänge.

April 18th, 2005 by Tim Bruysten in the social x

“Die Zahl der Menschen, die im Jahre 2004 in Deutschland das Internet nutzten, ist bei den älteren Menschen ab 54 Jahren gegenüber 2002 um 38 Prozent gestiegen. Dies ist ein deutlich stärkeres Wachstum als bei der Gesamtbevölkerung ab 10 Jahren; in diesem Fall liegt die Steigerung bei 22 Prozent.”

April 9th, 2005 by Tim Bruysten in culture, the social x, information architecture, mobile

“Only a cockeyed optimist would forecast an open, user-driven, entrepreneurial future for the mobile Internet. This should not prevent us from trying, however. Sometimes, envisioning the way things ought to be can inspire people to work at making it that way. That’s what manifestos are for.”

April 4th, 2005 by Tim Bruysten in the social x, virtual reality

“Computerspiele mit brutalem Inhalt können eine bestehende Tendenz zur Gewalt bei Jugendlichen nach Ansicht des Medienpädagogen Jürgen Fritz verstärken. Ein Jugendlicher, der in einem aggressiven Umfeld aufwachse, werde sich auch die härtesten Computerspiele beschaffen, die der Markt hergebe, sagte Fritz, Professor an der Fachhochschule Köln. “Dann wird das, was ist, durch das, was er sich beschaffen kann, verstärkt.” Spiele seien aber nicht Ursache für den Hang zur Gewalt.

siehe auch:
- Konsolisierung des Krieges
- Die Realität ist nicht genug

extern:
- Bares verleiht Computerspielern Wunderkräfte (heute.de)

Hello.Wall in Public Space

“The Hello.Wall is an ambient display that emits information via light patterns and is considered informative art.
As an integral part of the physical environment, Hello.Wall constitutes a seeding element of a social architectural space conveying awareness information and atmospheric aspects within organizations or at specific places.”

March 25th, 2005 by Tim Bruysten in the social x, Datenschutz

Viel zu wenig Aufmerksamkeit wird dem Wert der personenbezogenen Daten gewidmet. Die Mißbrauchsmöglichkeiten sind so vielfältig, wie die Phantasie der Menschen. Leider scheint die Phantasie derjenigen, die ihre Daten preisgeben, weniger ausgeprägt zu sein. Ob das nun Bankdaten sind, oder Fingerabdrücke zum bezahlen oder in Personalausweisen / Reisedokumenten. Der Preis wird hoch sein.

“Identitätsdiebstahl ist eine verhältnismäßig einfache Angelegenheit, sofern man einige persönliche Details des künftigen Opfers kennt. Meist reichen schon Geburtsort, Geburtsdatum und ein paar weitere private Details, um beispielsweise eine Kreditkarte zu beantragen und dann aber mal so richtig shoppen zu gehen. In Großbritannien stellen angeblich jährlich 100.000 Leute entgeistert fest, dass irgend jemand ihren guten Namen missbraucht hat. “

Weitere Links:
- How to sell your self for a song
- Finanzämter dürfen Kontenabfrage starten

Intern:
- Auskunft über Provider-Kundendaten auch ohne Richterspruch
- EDEKA setzt auf Fingerabdruck-Bezahlsystem

March 23rd, 2005 by Tim Bruysten in the social x

Zoominfo ist eine neue Suchmaschine, die sich auf Profile von Personen spezialisiert hat.

“ZoomInfo is a unique summarization search engine that finds, understands and extracts the latest online information about people and companies and instantly delivers it to you in concise and useful summaries.”

Nach Angaben des Betreibers, kann jeder “Teilnehmer” sein Profil selbst editieren oder auch löschen. Zur Authentifizierung soll die Kreditkartennummer dienen. Ich habe da so meine Datenschützerzweifel…

siehe auch:
- heute.de

March 18th, 2005 by Tim Bruysten in telekratie, the social x

Während überall von Verrat gesprochen wird, habe ich den gestrigen politischen Nachmittag als grandiose Bereicherung der Demokratie empfunden. Die Macht ist für einen kurzen Augenblick an den Ort zurückgekehrt, an den sie gehört; raus aus den Parteizirkeln, rein ins Parlament. Wie auch immer man zum Wahlausgang und zur versuchten Regierungsbildung in Schleswig-Holstein steht, diese Entwicklung zeigt grunddemokratische Strukturen, die viel öfter Anwendung finden sollten.

Was wäre an neuen, anderen Koalitionsverhandlungen schlimm? Was wäre an Neuwahlen schlimm? Ausser, dass ein demokratischer Akt geübt würde? Von Aussen betrachtet scheint es, als hätte Heide Simonis ihre Person über das Ergebnis der Landtagswahl für das Kieler Parlament stellen wollen, obwohl ich an ihrem Versuch, eine tolerierte Minderheitsregierung zu bilden ebenfalls nichts verwerfliches finden kann, genauso wenig wie daran, dass dieser Regierung die Mehrheit verwehrt wurde.

Noch einmal, für all die aufgewühlten Politiker im Land, die große, beleidigende Worte in den Mund nehmen, die aktuelle Situation zu beschreiben und zwar aus allen Fraktionen und aus allen Lagern, diesen Vorgang nennt man Demokratie. Doch offenbart sich gerade hier, an der Bewertung dieses Vorgangs durch diverse Vertreter der Parteien, welch verkümmertes Verständnis selbige von Demokratie haben und es offenbart die Notwendigkeit, die Machtstrukturen der Parteien und Fraktionen grundlegend zu überdenken.

Was wird nun passieren, CDU und SPD setzen sich zusammen und bilden eine große Koalition, oder steht uns vielleicht doch eine Ampelkoalition ins Haus? Vielleicht auch Neuwahlen. Was wird passieren im Land? Leider werden die Parteien höchstwahrscheinlich “ihre” Abgeordneten in den Parlamenten massiv unter Druck setzen um einen solchen Vorgang künftig zu verhindern.

Doch hat sich erst vor Kurzem bereits einmal ein gewähltes Parlament gegen ein nicht gewähltes Gremium durchgesetzt, bei der Ernennung der neuen EU-Kommission demonstrierten die Brüsseler Abgeordneten ihre Macht und degradierten die Dünkel von Lobbiisten und Parteien als eben solche.

Mehr davon!

Links:
- FAZ
- Zeit
- Spiegel
- heute.de
- Focus
- Schockwellenreiter

March 8th, 2005 by Tim Bruysten in the social x, [geschichte der zukunft]

“A bundle of wires as thick as a coaxial cable runs from a connector in Nagle’s scalp to a refrigerator-sized cart of electronic gear. Inside his brain, a tiny array of microelectrodes picks up the cacophony of his neural activity; processors recognize the patterns associated with arm motions and translate them into signals that control the Pong paddle, draw with a cursor, operate a TV, and open email.”

full article at wired

Es wird Zeit, dass wir uns kritisch mit den Möglichkeiten dieser Technologien auseinandersetzen, sonst wird ein möglicher medizinischer Segen zu einem entsetzlichen Fluch.

siehe auch:
- Menschenversuch mit Computer-Gehirn-Schnittstelle
- Schnittstelle zum Gehirn
- grus’lig
- Freier Wille unter Neuronenfeuer
- Die Rechte der Sims.

March 4th, 2005 by Tim Bruysten in telekratie, the social x, der mensch

“Der ganze kapitalistische Markt baut darauf auf, dass der Mensch unbewusst zu bestimmten Handlungen zu verführen ist und sich dabei noch frei fühlt”, meint etwa der Neurobiologe Gerhard Roth. Das Gefühl trügt: Man fühlt sich frei, aber man ist es nicht. In unzähligen Experimenten haben Forscher nachgewiesen, dass Erregungszustände im Gehirn schon eine Handlung ankündigen, noch bevor der Mensch sich bewusst ist, dass er überhaupt handeln will. Der Schuldvorwurf im Strafrecht beruht jedoch auf der Voraussetzung, dass ein Täter, statt rechtswidrig zu handeln, sich unter identischen Bedingungen auch normgemäß hätte verhalten können — wenn er nur gewollt hätte.

[…]
“Die Idee eines freien menschlichen Willens ist mit wissenschaftlichen Überlegungen prinzipiell nicht zu vereinbaren”, meint auch Wolfgang Prinz. Die Vorstellung der Willensfreiheit sei lediglich ein soziales Konstrukt; tatsächlich werde das individuelle Verhalten unbewusst determiniert: “Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun”. Was scheinbar als freie Willensentscheidung daherkommt, sei nichts anderes als das nachträgliche Ratifizieren einer Entscheidung, die das Gehirn in der gegebenen Situation schon längst getroffen hat.”

Zur Erholung erstmal Schiller:
Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,
Und würd’ er in Ketten geboren,
Laßt euch nicht irren des Pöbels Geschrei,
Nicht den Mißbrauch rasender Thoren!
Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,
Vor dem freien Menschen erzittert nicht!

mehr davon? hier!

Aber, die Gehirnforschung wird wohl nicht irren. Bleibt die Frage, was mit diesem Wissen anzufangen ist. Falsch wäre, sich dem zu beugen; aber welche Herausforderung, welcher Triumpf, wenn es trotzdem eine freie und offene Weltgesellschaft gäbe, bestehend aus lauter selbstbestimmten Individuen?

Der Mensch ist nicht perfekt, doch er kann sich reflektieren und seine Höhle verlassen, die Schatten zu enttarnen, die wahre Welt zu betrachten. So kann er im Weg sein Ziel finden, in der Erkenntnis nichts zu Wissen, ausser dem.

externe Links:
- MPG: Freier Wille unter Neuronenfeuer
- Neuro2004: Hirnforschung, Willensfreiheit und Strafrecht
- Hat der Mensch einen freien Willen?
- Gibt es Willensfreiheit?