Archive for the 'telekratur' Category

February 8th, 2005 by Tim Bruysten in eGovernment, telekratur

Kalifornische Schule testet RFID-Chips zur Schülerkontrolle
Die Brittan-Grundschule im kalifornischen Sutter testet RFID-Chips an ihren Schülern. Dabei werden die auf RFID-Ansteckern gespeicherten Informationen an der jeweiligen Klassenzimmertüre ausgelesen, um die Anwesenheit der Schüler zu überprüfen. Der Test, der mit der Ausgabe der obligatorischen Anstecker mit elektronischen Funketiketten am 18. Januar startete, soll laut Aussagen der Schulbehörden zeigen, ob mit RFID-Technik die Sicherheit auf dem Schul-Campus erhöht werden kann.”

Solche Projekte gibt es auch in Japan und im Legoland in Dänemark.

Was für ein Wahnsinn! So wird, das Schutzbedürfnis von Eltern mißbrauchend, schleichend die Gesellschaft an eine Technologie gewöhnt, die viel weiter geht, also Orwell oder Huxley es sich hätten träumen lassen.

Eines Tages werden Arbeitgeber, auf Kostenreduktion verweisend, diese Technik einführen wollen, eines Tages werden Politiker, die Sicherheit der Bürger proklamierend, dies einfordern… Eines Tages? So schnell nicht in Deutschland? Was ist den mit unserer “Gesundheitskarte” mit dem neuen Reisepass? Mit der Forderung nach biometrischen Daten in Personalausweisen?

Es bedarf einer großen und umfassenden Aufklären, diesen Geist wieder in die Flasche zu bekommen.

Siehe auch:
- Kind geortet, Mutter glücklich - Orwell grüßt!
- Fußball mit dem großen Bruder?
- Japanische Schüler bekommen RFID-Chips

January 31st, 2005 by Tim Bruysten in telekratur

Nicht alle technischen Neuerungen sind sinnvoll oder legitim. Doch fehlt eine Charta, ein “Knigge”, wie und wozu man z.B. RFID-Chips einsetzen kann. Die Entwicklung der Technik vollzieht sich so schnell, das der Gesellschaft keine Zeit bleibt, eine Kultur zu entwickeln, sich ihrer sinnvoll und vernünftig zu bedienen. Für die Fußball Weltmeisterschaft 2006 scheinen die Verantwortlichen ein ganzes Stück über das Ziel hinausgeschossen zu sein.

“Ab dem 1. Februar können sich Fußball-Fans im Internet Tickets für die WM 2006 bestellen. Die Menge von Daten, die dafür angegeben werden muss, halten viele Datenschützer für ungerechtfertigt. Auch die Chips, die in die WM-Tickets eingearbeitet werden, sind umstritten.”

Heiner Geißler hat gestern abend auf N-TV einen guten Satz gesagt; das Individuum muß immer noch selbst entscheiden können, was wer wann in welchem Umfang von ihm weiß. Ausnahmen müssen solche bleiben.

January 18th, 2005 by Tim Bruysten in eGovernment, telekratur

“Das Chatten halten viele für die anonymste Form der Internet-Kommunikation: Unter selbst gewählten Alias-Namen wählt man sich ein, wo immer man gerade auch ist. Das stört vor allem die amerikanischen Geheimdienste - und deshalb sollen Chaträume jetzt lückenlos überwacht werden.”

January 14th, 2005 by Tim Bruysten in telekratur

“An US-Schulen tobt ein erbitterter Kulturkampf um die richtige Lehre. Bibeltreue Christen würden Darwins Evolutionskunde am liebsten ganz aus dem Unterricht verbannen und allein die Schöpfungsgeschichte gelten lassen. Durchaus listig und trickreich ringen die “Kreationisten” um Einfluss auf die Schulen.”

Schade, dass die Bibel so oft mißbraucht wird. Marx hatte schon recht; jedoch die philosophische, kulturelle und paläontologische Bedeutung der Bibel und auch anderer Schriften nicht verstanden…

siehe auch:
- blog.schockwellenreiter.de: Religion ist Opium für’s Volk

January 5th, 2005 by Tim Bruysten in telekratur

“Zumindest beim Zugriff auf die User-Daten von Internet-Providern musste die US-Musikindustrie eine erneute Schlappe einstecken. Ein weiteres Berufungsgericht in Missouri entschied, dass Internet-Provider die Daten von Nutzern nicht auf eine im Schnellverfahren vom US-Musikindustrieverband RIAA erlangte Anordnung hin herausgeben müssen. Ohne eine Klage, die sich gegen einen Anwender mit einem konkreten Verdacht richtet, er habe urheberrechtlich geschütztes Material illegal im Internet zum Tausch angeboten, hat die RIAA keinen Anspruch darauf, die User-Daten zu erfahren.”

January 4th, 2005 by Tim Bruysten in culture, telekratur

Zum Thema der Zensur, ganz allgemein und sehr speziell habe ich hier (siehe unten) auch schon einigen Senf verbreiten, doch hat Megawatt eine tolle Quelle dazu ausgegraben:

“Auf diesem Video (bei iFilm, einfach nur auf “play” drücken) diskutiert Franz Zappa mit Leuten, die den Inhalt von Popsongs zensiert sehen wollen. Erst bleibt er ganz ruhig, und dann legt er los - ganz, ganz großes Kino (1986).”

siehe auch:
- 21C3: Hacker fürchten Orwellsche Zensurmöglichkeiten durch Trusted Computing
- Bundestag fordert deutsche Musikquote im Radio
- T-Online sperrt Websites
- quote oder zensur?
- kinder und medien
- die olympiakampagne des zdf und die bildsprache von leni riefenstahl
- Uno-Schutz für das Internet
- Weblogging ist für die Identitätsbildung und die Freiheit des Gedankens sehr wichtig

January 2nd, 2005 by Tim Bruysten in telekratur

“Der Verdacht soll genügen: US-Präsident George W. Bush will einem Zeitungsbericht zufolge hart gegen mutmaßliche Terroristen vorgehen. Die Regierungspläne sehen vor, Verdächtige notfalls lebenslang zu inhaftieren, auch wenn die Beweise für ein Gerichtsverfahren nicht ausreichen.”

Arrgh!
Es wird Zeit, eine “Koalition der Freiheit und der Intelligenz” aufzubauen und die Fundamentalisten dieser Welt mit den Waffen der Freiheit machtlos zu machen: Demokratie, Rechtsstaat und freie Meinungsäußerung.

siehe auch:
- Political capital from desasters

December 28th, 2004 by Tim Bruysten in telekratur

“Ob man mit Suchmaschinen die besten Antworten auf offene Fragen erhält, ist fraglich. Sicher ist, dass die Betreiber dieser Seiten viel über ihre Nutzer erfahren. Der “Chaos Communication Congress” klärte auf, wie viel jeder Besucher bei Google und Co. unfreiwillig von sich preisgibt.”

December 28th, 2004 by Tim Bruysten in telekratur

“Der Chaos Computer Club (CCC) sieht seine prinzipiellen Bedenken gegen Trusted Computing nach wie vor nicht ausgeräumt und legt mit neuer Detailkritik nach. Die von der Industrie vorangetriebene “Sicherheitstechnologie” eröffne weiterhin “Orwellsche Zensurmöglichkeiten”, führte der Amsterdamer Kryptoforscher Rüdiger Weis am heutigen Dienstag auf dem 21. Chaos Communication Congress in Berlin aus. “Man kann nicht Musik schützen wollen und dann auf freien Informationsfluss in China drängen.” So könnte die chinesische Regierung etwa mithilfe von Trusted-Computing-Komponenten verhindern, dass auf den damit ausgerüsteten Rechnern noch der Begriff “Dalai Lama” auftauche.”

December 18th, 2004 by Tim Bruysten in telekratur

“Die Politik mischt im Popgeschäft mit: Nach dem Willen von Rot-Grün sollen sich die Radiostationen auf freiwilliger Basis verpflichten, künftig eine Quote von 35 Prozent deutscher Rock- und Popmusik zu spielen. Die Regierung wurde am Freitag im Bundestag mit rot-grüner Mehrheit aufgefordert, Gespräche mit den öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern aufzunehmen.”

Falsch verstandenes Sendungsbewußtsein und grundloser Patriotismus führt einige Politiker und Künstler zu solchen Forderungen. Unsere Medienlandschaft ist vielfältig und offen und das ist ein Wert, der in keinem Punkt zu unterschätzen ist; gleichzeitig ein Armutszeugnis für die Musiker, die fürchten, dass keine ihre Musik mag und deswegen per Gesetz ihr porte-monnaie schützen wollen.

Natürlich gibt es den erstaunlichen Effekt des gesteuerten Massengeschmacks, der sich am Beispiel zweier, nebeneinanderliegender, gleichwertiger Restaurants verdeutlicht, von denen das den höheren Profit an einem Tag erwirtschaften wird, welches den ersten Gast bewirten darf.

siehe auch:
- quote oder zensur?