Archive for the 'telekratur' Category

January 31st, 2007 by Tim Bruysten in telekratur

… ist das so? Studenten des Design-Fachbereichs der FH-Aachen ergünden in zwei Seminaren die verschiedenen Seiten des Faktors “Privacy” in sozialen Netzen.

Den Karrierekiller Google kennt jeder, doch gibt es auch den Karrierekiller StudiVZ, den Karrierekiller Social Network? Es ist Euer Leben, es ist Eure Karriere, welcher Ihr selbst verdammt schaden könnt. Der Karrierekiller Google ist harmlos gegenüber einem aktuellen Profil auf einem der so genannten Social Network-Seiten. Per Google muss man meist unzählige Seiten durchsuchen, im Social Network wird alles frei Haus auf den Monitor geliefert - von der beobachteten Person selbst.

Bei aller kritischer Auseinandersetzung darf man jedoch nicht vergessen, daß (u.a.) soziale Netzwerke für Unternehmen, Vereine, … vorallem auch eine Chance darstellen und einen signifikanten Wettbewerbsvorteil bieten können.

siehe auch:
- ReputationDefender
- Diskussion um Medienkompetenz
- Mediennutzungsgeheimnis statt TK-Überwachung
- Datenschützer: Anonymität im Netz ein gesetzlich verbrieftes Recht
- Von wem ist was?
- Öffentliches Wissen

June 27th, 2006 by Tim Bruysten in telekratur

Image: Riya - Screenshot

Ein wirklich spannendes Projekt ist Riya, ein Portal, daß für die Bilder des Users Gesichtserkennung anbietet. So muß man in großen Photosammlungen Tante Erna in Zukunft nur einmal “betaggen”. Alle weiteren Vorkommen der alten Dame werden automatisch verdrahtet.

Doch ist es in mehrerlei Hinsicht spannend. Einmal technisch interessant, auf der anderen Seite, ethisch höchst diskussionswürdig. Einen interessanten Artikel von Siegfried Hirsch kann man bei Readers Edition lesen.

Völlig zurecht bemerkt Siegried Hirsch, daß ein solcher Dienst oder auch nur dessen Datenbank in den Händen der falschen Personen oder Institutionen entsetzliches Anrichten kann.

Interessante Artikel in diesem Kontext:
- Datenschützer: Anonymität im Netz ein gesetzlich verbrieftes Recht
- OpenSource Überwachung
- Fahndungs-Software
- Peter Schaar warnt vor allgemeiner Überwachungskultur
- Big Brother…

May 14th, 2006 by Tim Bruysten in telekratur, visual communication

Dieses Video (Google-Video-Link) zum Thema “Trusted Computing” ist nicht nur ein gutes Beispiel dafür, wie mediale Erklärungen, komplizierte Dinge gut und einfach auf den Punkt bringen können (sie denn gut gemacht sind), sondern es berührt auch ein in der Öffentlichkeit total unterbewertetes Thema.

Visual Explanation Videos
- Onkel Leschs Kollege
- Was der Computer denkt

Visual Explanation Graphics
- illustrated idioms
- the world as you’ve never seen it before
- Visualisierung von Textähnlichkeiten
- dataCloud
- datasmoke
- ddos attack visualization

Dialektik rund ums “trusted computing”
- 21C3: Hacker fürchten Orwellsche Zensurmöglichkeiten durch Trusted Computing
- Werbespot gegen Internet
- Europarat bereitet Erklärung zu Menschenrechten im Cyberspace vor

extern
- againsttcpa.com

May 12th, 2006 by Tim Bruysten in telekratur

videoueberwachung

Vom Prinzip her finde ich es ja nicht schlecht, wenn die Tätigkeiten der Überwachungsbehörden öffentlich zugänglich sind, aber ob mir diese neue Idee aus London gefällt… Was bringt es, die eine Freiheit gegen eine andere zu verkaufen? Hier gibt es ein Video, in dem man die Überwachung der Videoüberwachung der Bürger Londons bewundern kann.

April 20th, 2006 by Tim Bruysten in telekratur

“Bei seinem letzten Heimatbesuch wurde der in Kanada lebende Blogger Hossein Derakhshan festgenommen und verhört. Dann musste er ein förmliche Entschuldigung für seine Blog-Postings unterschreiben, ehe er das Land verlassen durfte. Verglichen mit anderen iranischen Bloggern hat er Glück gehabt: In den vergangenen zwei Jahren wurden zahlreiche iranische Blogger von der Regierung eingeschüchtert und wegen der Veröffentlichung abweichender Meinungen verhaftet.”

siehe auch:
- Big Brother…
- Fahndungs-Software
- China erlaubt nur “gesunde Nachrichten” im Netz
- Chinesische Websites müssen sich registrieren lassen
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- Chatten unter Aufsicht
- China geht gegen Intellektuelle wegen Internet-Artikeln vor
- Peter Schaar warnt vor allgemeiner Überwachungskultur

December 26th, 2005 by Tim Bruysten in telekratur

“Der amerikanische Geheimdienst hat nach Informationen der “New York Times” weitaus mehr Telefonate und E-Mails unbefugt ausgewertet als bisher bekannt. Unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter schrieb die Zeitung, dass der Geheimdienst NSA ohne richterliche Erlaubnis direkt auf umfangreichere Datenbestände zugegriffen habe, als das Weiße Haus eingestanden habe.”

Schöne neue Welt:
- “Patriot Act” ist verfassungswidrig
- Fahndungs-Software
- “China erlaubt nur “gesunde Nachrichten” im Netz
- One Login to Bind Them All
- Wer die Daten hat, hat auch die Macht…
- Präventive Telefonüberwachung ist GG-widrig
- Chinesische Websites müssen sich registrieren lassen
- Totalüberwachung von Autofahrern in den Vereinigten Arabischen Emiraten
- Auskunft über Provider-Kundendaten auch ohne Richterspruch
- Kalifornische Schule testet RFID-Chips zur Schülerkontrolle

October 28th, 2005 by Tim Bruysten in open source, patente, telekratur

Hier wäre endlich eine klare Position der Politik gegen die Patentierbarkeit von Software notwendig. Gerade dieses Beispiel zeigt es:

“Die Sprache XML ist für Web-Programmierer wie die Luft zum Atmen: Eine freie Ressource, ohne die das Web nicht funktionieren würde. XML wurde zwischen 1996 und 1998 vom gemeinnützigen World Wide Web Consortium (W3C) entwickelt und ist inzwischen im Web zur dominierenden Lingua Franca geworden. Doch die Freiheit von XML ist bedroht, denn das kleine Software-Unternehmens Scientigo aus Charlotte in North Carolina behauptet, zwei US-Patente (5,842,213 und 6,393,426) zu besitzen, die die Grundkonzepte hinter XML abdecken.”

Wenn XML patentierbar wäre, gilt das dann auch für XHTML? Was dies für die Möglichkeiten der globalen Meinungsfreiheit, die in der globalierten Welt von exorbitanter Bedeutung ist, bedeuten würde, ist gar nicht abzusehen…

siehe auch:
- Softwarepatente die Hydra des beginnenden 21. Jhds.
- neverendingstory
- Deutschland als Schutzpatron für ein offenes Internet
- Publikationsstrategien im Wandel
- Patentfallen im Internet
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- Digital Rights Management: Wissenschaftsprivilegien noch umstritten
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”

October 27th, 2005 by Tim Bruysten in wissensmanagement, telekratur

“Auf die Betreiber von Suchmaschinen könnten bald neue Regulierungsauflagen rund um die Themen Transparenz von Links, Zugangsoffenheit und Marktbeherrschung zukommen. Diese Felder nannte zumindest Wolfgang Schulz, Direktor des regierungsnahen Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung in Hamburg, als Beispiele für aktuelle rechtliche Problemzonen. “Suchmaschinen haben eine extreme Bedeutung für das Auffinden von Inhalten, gleichzeitig herrscht eine große Marktkonzentration vor”, erläuterte Schulz den Ansatz für eine aktuelle Betrachtung seines Hauses zu Anforderungen des geltenden Rechts an Suchmaschinen am heutigen Donnerstag auf den Münchner Medientagen.”

siehe auch:
- Gefahr durch Google
- Förderung der Suchmaschinentechnologie und des freien Wissenszugangs

October 26th, 2005 by Tim Bruysten in education, c-learning / e-learning, telekratur

Die Firma klicksafe stellt sich auf Ihren Internetseiten als “Beschützer” vor:

“Surfen, mailen, chatten, bloggen - das Internet und die neuen Online-Technologien ermöglichen Kommunikation und Information in bislang ungewohntem Ausmaß. Diese Chancen bergen aber auch Gefahren. Viren, Dialer oder illegale und schädliche Inhalte können auf dem eigenen Computer landen, aus anfänglich netten Plaudereien im Chat werden Belästigungen oder persönliche Daten werden ausspioniert und missbraucht. Mit dem Safer Internet Programm stellt sich die Europäische Kommission diesen Problemen und macht es sich zur Aufgabe, die Kompetenzen der Bürger im Umgang mit dem Internet zu stärken. Damit Risiken minimiert und Chancen genutzt werden können.”

Natürlich gibt es “schädliche” Inhalte im Internet. Wo gibt es die auch nicht. Wie klicksafe sich dies vorstellt, kann man sich in einem TV-Spot ansehen. Doch wer entscheidet, was schädlich ist und was nicht? Diese Verantwortung einer Firma, oder Institution zu überlassen halte ich für äußerst gefährlich. Viel gefährlicher, als die meisten “gefährlichen” Inhalte im Internet.

Das Kinder nicht mit Pornographie in Verbindung kommen und vor Leid geschützt werden sollten, ist klar. Das ist aber eine Aufgabe der Eltern, die sicher Zeit und Mühe kostet… Dazu können sich Eltern natürlich auch Software bedienen, die sie dabei unterstützen soll.

Doch der oben verlinkte Spot zeigt ein sehr populistisches Bild. Immerhin bekommt die Firma wohl EU-Mittel. Mein Eindruck ist, daß es nicht um Aufklärung, sondern das Verkaufen eines Produktes geht. Nun wird aber im Fernsehen ein Spot gezeigt, der die Realität stark verzerrt und dem Internet in mehreren Hinsichten unrecht tut. Eine echte Aufklärungskampage würde nicht die guten Seiten, die besonders für Kinder und Jugendliche von exorbitanter Bedeutung sind, weglassen, sondern die negativen Seiten nicht in derart abstruser Art und Weise darstellen.

Viel wichtiger wäre eine Kampagne für flächendeckenden und zeitlich großzügigen Breitbandzugang für Kinder und Jugendliche ins Internet.

siehe auch:
- Kinder und die Bilderflut
- kinder und medien
- Multimedia erobert die Kindergärten
- Diskussion über eLearning
- Eine zukunftsfähige Gesellschaft hat ihre Grundlage in den Lebensmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen
- Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen
- Der Traum von der Gesellschaft der Hochgebildeten
- Schröder fordert “neue Kultur der Wissenschaft”
- PCs für Indien - Innovationsherausforderung für Europa
- Orwellsche Zensurmöglichkeiten durch Trusted Computing

October 6th, 2005 by Tim Bruysten in AI, wissensmanagement, telekratur

Das Für und Wider neuer Technologien:

“205 Mitarbeiter hat der Softwarehersteller “Autonomy”, und die machen fast 65 Millionen Euro Umsatz. Das kostspielige Produkt des Unternehmens: Eine Software, die ganz automatisch große Datenmengen nach Mustern durchsucht, E-Mails zum Beispiel. Unternehmen und Geheimdienste sind Stammkunden.”

Wenn ein solches Werkzeug in die Hände der Falschen gerät (siehe “Ohne Worte” und China geht gegen Intellektuelle wegen Internet-Artikeln vor), kann das katastrophale Folgen haben. In Deutschland hat das Verfassungsgericht präventive Telefonüberwachung als Grundgesetzt widrig eingestuft, womit der Mißbrauch solcher Technologien erheblich eingeschränkt sein dürfte.

Doch kann Software wie diese eben auch dazu eingesetzt werden, unter den Millionen von sinnlosen und unscharfen Suchergebnissen er populären Suchmaschinen die zehn oder zwanzig relevanten herauszufiltern. Dazu gibt es aber auch preiswertere und weniger politisch brisante Ansätze ;-) Wer Interesse hat, möge mich fragen…

siehe auch:
- Urbane Datenräume
- EDEKA setzt auf Fingerabdruck-Bezahlsystem
- Big Brother is watching you
- Wer die Daten hat, hat auch die Macht…
- Anonymität im Netz ein gesetzlich verbrieftes Recht
- Auskunft über Provider-Kundendaten auch ohne Richterspruch
- Sicherheitswahn untergräbt Freiheit
- Orwellsche Zensurmöglichkeiten durch Trusted Computing
- Es gibt kein Grundrecht auf Sicherheit
- Peter Schaar warnt vor allgemeiner Überwachungskultur