““neuneinhalb - das Nachrichtenmagazin für kinder” erklärt die Welt, daß es nicht nur leicht zu verstehen und gut nachzuvollziehen ist, sondern auch in einer Form, das Kinder sich ernstgenommen fühlen.
Aktuell beschäftigt sich das Magazin mit der Bundestageswahl und erklärt Begriffe und Vorgänge rund um die Wahl und das Parlament und andere Verfassungsorgane, wie zum Beispiel die Rollen von Bundeskanzler, Bundespräsident usw.
Im Pressetext zur Sendung heißt es eben auch, daß sich das Magazin zwar an ersten Stelle an Kinder richtet, aber auch Erwachsenen einfache Antworten auf die komplexen Fragen der Politik liefern soll.”
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“Warnung an alle, die beim Telefonieren nebenbei ihre E-Mails oder die Schlagzeilen der Zeitung lesen: Eine neue Software aus den USA verspricht Handynutzern, das wahre Interesse des Gesprächspartners verraten zu können. Das “Jerk-O-Meter”, wie Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) ihr neues Programm nennen, analysiert die Langeweile oder Spannung des Gegenübers anhand seines Sprachmusters und seiner Stimmlage.”
Ich bin noch nicht so sicher, ob ich eine solche Erfindung als gelungene Innovation oder als Beleidigung ansehen soll. Erleichtert mir solches den Umgang, vielleicht besonders den geschäftlichen Umgang mit anderen Menschen, oder verstumpfe ich bei der Benutzung und verlerne selbst meinen Gegenüber einzuschätzen?
siehe auch:
- Mehr Handy, mehr Sex
- HANDY-SOAP
- Mobiltelefone: Die Welt im Griff
- collective news
- Star Trek Kommunikator von Siemens
- Kamera-Überwachung per Handy
extern:
- MIT - GROUPmedia: Jerk-o-Meter


Existiert der Stein auf der Rückseite des Mondes? Was ist die Realität? Das was theoretisch überprüfbar wäre, oder das, was bis in unsere Köpfe vordringt?
low-fi.org.uk zeigt eine Karte, die die Welt so zeigt, wie sie uns über die Medien erscheint. Auch wenn das zugrunde liegende Datenmaterial in keiner Weise repräsentativ erscheint, so ist doch eine eindeutige und klare Aussage zu sehen.
“Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat ein neues Informationsangebot im Internet gestartet: Clara TV. Das Ministerium geht damit neue Wege in der Information der Bürgerinnen und Bürger zur Gesundheitsreform. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt stellt sich den Fragen von Clara, der virtuellen Ratgeberin der Gesundheitsreform.”
Tagesschau.de hat eine interessante Flash-Animation zur Erklärung der EU-Verfassung. Gar nicht so schlecht gemacht! “Guckenswert”.

“COVER widmet sich dreimal im Jahr in Themenheften dem Beziehungsgeflecht von Medien und Gesellschaft – und betrachtet die Mediengesellschaft genauer als es die professionellen Alltagsroutinen im Journalismus zulassen, indem mit journalistischer Kompetenz und wissenschaftlicher Reflexion berichtet wird.”
Ich hab’s vor einiger Zeit am Kiosk entdeckt und durchstöbert. Fazit: absolut lesenswert. Nicht alles ist neu, nicht alles ist investigativ, in dieser Kompaktheit ist das Thema aber sonst nur im Telekratie-Weblog behandelt worden.
“Der australische Medienmogul Rupert Murdoch hat in einer Rede vor US-amerikanischen Zeitungsredakteuren auf die wachsende Bedeutung des Internet hingewiesen und warnte davor, es zu ignorieren. Er sagte, die Leser wünschten Kontrolle über die Medien, anstatt von ihnen kontrolliert zu werden. In diesem Zusammenhang wies er auf die Bedeutung von Weblogs hin.”
Ob Murdoch der richtige Ansprechpartner ist, wenn es um eine Diskussion von frei und ganzheitlich berichtenden Medien geht, weiß nicht nicht, klar ist aber, daß richtig ist, daß den anonymen Medien weniger Vertrauen entgegen gebracht wird und vielen Menschen die persönliche Ansprache und der authentische Eindruck immer wichtiger wird. Dieses Bedürfnis nach Authenzitität und Nähe findet in Trends wie “Embedded Journalism” einen, zugegebener Maßen nur vorgetäuschten Ausdruck. In der unabhängig von solchen Stilblüten des Journalismus zunehmenden redaktionellen Partizipation der Rezepienten am Medium werden nicht nur Warhols 15 Minuten erfüllt, sondern könnte darüber hinaus auch der Gesellschaft ein Teil der Verantwortung über ihren eigenen Informations- und Wissensfluß wiedergegeben werden.
Als gelebte Beispiele sind natürlich Weblogs, Wikipedia, die neuen Möglichkeiten von Microsofts Encarta, usw. zu nennen. Offen bleibt aber, ob diese Formen wirklich eine realistische Zukunftsperspektive haben, da mit der zunehmenden Aufmerksamkeit, die die Öffentlichkeit diesen Publikationsformen schenkt, auch deren Unbefangenheit schwindet.
siehe auch:
- Encarta Online goes Wikipedia
- Weblogs an der TU München
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- Demokratie-Hacks, Weblogs und freie Meinungsäußerung
- Schnüffeldienst warnt Firmen bei Erwähnung in Weblogs
- Weblogs und Journalismus
- Das Ende der Massenmedien
- Das Internet bleibt ein Medium von unten
- Studenten nutzen häufig E-Learning
- Wer zum Teufel ist Planetopia?
- Mobile eLearning
- Mitarbeiter berichten per Blog
- Social Nets Not Making Friends
- Weblogging ist für die Identitätsbildung und die Freiheit des Gedankens sehr wichtig
- … eine kultur des wissens
“Warnungen vor irreführender Werbung können einen paradoxen Effekt haben: Wie Sozialpsychologen jetzt zeigten, kann der Warnhinweis ein Produkt sogar noch attraktiver erscheinen lassen. Besonders ältere Menschen sind in Gefahr, zum Opfer dieses Erinnerungsfehlers zu werden.”
Während überall von Verrat gesprochen wird, habe ich den gestrigen politischen Nachmittag als grandiose Bereicherung der Demokratie empfunden. Die Macht ist für einen kurzen Augenblick an den Ort zurückgekehrt, an den sie gehört; raus aus den Parteizirkeln, rein ins Parlament. Wie auch immer man zum Wahlausgang und zur versuchten Regierungsbildung in Schleswig-Holstein steht, diese Entwicklung zeigt grunddemokratische Strukturen, die viel öfter Anwendung finden sollten.
Was wäre an neuen, anderen Koalitionsverhandlungen schlimm? Was wäre an Neuwahlen schlimm? Ausser, dass ein demokratischer Akt geübt würde? Von Aussen betrachtet scheint es, als hätte Heide Simonis ihre Person über das Ergebnis der Landtagswahl für das Kieler Parlament stellen wollen, obwohl ich an ihrem Versuch, eine tolerierte Minderheitsregierung zu bilden ebenfalls nichts verwerfliches finden kann, genauso wenig wie daran, dass dieser Regierung die Mehrheit verwehrt wurde.
Noch einmal, für all die aufgewühlten Politiker im Land, die große, beleidigende Worte in den Mund nehmen, die aktuelle Situation zu beschreiben und zwar aus allen Fraktionen und aus allen Lagern, diesen Vorgang nennt man Demokratie. Doch offenbart sich gerade hier, an der Bewertung dieses Vorgangs durch diverse Vertreter der Parteien, welch verkümmertes Verständnis selbige von Demokratie haben und es offenbart die Notwendigkeit, die Machtstrukturen der Parteien und Fraktionen grundlegend zu überdenken.
Was wird nun passieren, CDU und SPD setzen sich zusammen und bilden eine große Koalition, oder steht uns vielleicht doch eine Ampelkoalition ins Haus? Vielleicht auch Neuwahlen. Was wird passieren im Land? Leider werden die Parteien höchstwahrscheinlich “ihre” Abgeordneten in den Parlamenten massiv unter Druck setzen um einen solchen Vorgang künftig zu verhindern.
Doch hat sich erst vor Kurzem bereits einmal ein gewähltes Parlament gegen ein nicht gewähltes Gremium durchgesetzt, bei der Ernennung der neuen EU-Kommission demonstrierten die Brüsseler Abgeordneten ihre Macht und degradierten die Dünkel von Lobbiisten und Parteien als eben solche.
Mehr davon!
Links:
- FAZ
- Zeit
- Spiegel
- heute.de
- Focus
- Schockwellenreiter

