Archive for the 'social software' Category

October 11th, 2007 by Tim Bruysten in social software

Seit einigen Monaten habe ich einen Twitter-Account, mit dem ich das Projekt ausprobiert habe. Nix aufregendes passiert. Nun plötzlich scheint es einen Run auf Twitter zu geben und in den letzten Wochen haben einige interessante Leute auch der deutsprachigen Bloggosphäre das Twittern begonnen.

Nun wird schon gemunkelt, der Twitterer sein dem Blogger sein Tod. Das halte ich für ein Gerücht. Da die Medien doch schon ziemlich unterschiedlich sind. Während Twitter tatsächlich ein Tool zu sein scheint, private und geschäftliche Kontakte instantan über laufende Entwicklungen zu informieren, sind Blogs eher für längerfristige Prozesse, ausführlichere Gedanken geeignet.

Trotzdem, aus Blogs ist ein wenig der Hype und damit auch die Luft raus. Wie bloggen geht dürfte geklärt sein. Nun folgt gerade der breite Markt. Twitter ist aber ein eindeutiges Zeichen dafür, daß in diesem Webdings noch eine Menge unvermessenes Gebiet zu finden ist. Integration und Konsolidierung scheinen also nicht die Einzigen aktuellen Web-Prozesse zu sein. Da geht noch was.

September 8th, 2007 by Tim Bruysten in social software

Joseph Smarr, Marc Canter, Robert Scoble, and Michael Arrington haben “A Bill of Rights for Users of the Social Web” proklamiert, die besagt:

We publicly assert that all users of the social web are entitled to certain fundamental rights, specifically:

  • Ownership of their own personal information, including:
    • their own profile data
    • the list of people they are connected to
    • the activity stream of content they create;
  • Control of whether and how such personal information is shared with others; and
  • Freedom to grant persistent access to their personal information to trusted external sites.

Sites supporting these rights shall:

  • Allow their users to syndicate their own profile data, their friends list, and the data that’s shared with them via the service, using a persistent URL or API token and open data formats;
  • Allow their users to syndicate their own stream of activity outside the site;
  • Allow their users to link from their profile pages to external identifiers in a public way; and
  • Allow their users to discover who else they know is also on their site, using the same external identifiers made available for lookup within the service.

Nicht unbedingt neu, aber gut, dies einmal so formuliert zu sehen. Beim Elektrischen Reporter gab es dazu einige interessante Interviews:
- Sebastian Küpers und Dirk Olbertz über dezentrale soziale Netzwerke
- Dick Hardt über die Vorteile von Online-Identitätssystemen
- Ralf Bendrath über die Risiken von Online-Identitätssystemen
- Marc Canter über soziale Netzwerke und Online-Identität

Die Problematik ist klar und der Druck auf die etablierten Anbieter dürfte steigen, wenn immer mehr neue im Markt erscheinen, die die Daten der Benutzer nicht als ihren Besitz, sondern als den von eben durch diese Daten beschriebenen Benutzern. Mixxt. zum Beispiel.

Relevante Artikel:
- About Google
- Ich hab doch nichts zu verbergen…
- Privacy – Personalberater Internet
- Urbane Datenräume

June 4th, 2007 by Tim Bruysten in social software

iPredict

Die Antwort auf das Problem zunehmend in schlechtem Licht darstehenden Call-Centern ist: Crowdsourcing. Lassen wir die User selbst die Statistiken basteln. Je nachdem wie offen und öffentlich die Ergebnisse und Auswertungen sind, ist die Idee aber gar nicht so schlecht. Dann kann man sich seine Statistik selbst bauen, denn trau keiner Statistik…. Ein Projekt von MSNBC.

July 16th, 2006 by Tim Bruysten in social software

Tobias hat sein Diplom gemacht und es unter dem Titel “Scoutpress” der Öffentlichkeit vorgestellt:Screenshot: Scoutpress

Scoutpress ist ein “System für Verbände”, welches das einfache Publizieren von wohlorganisierten, ansprechend gestalteten und vernetzten Websites erleichtern soll. Dies ist gelungen. Für die technische Realisierung hat Tobias Wordpress als Basis genutzt und Plugins entwickelt, die es auch dem Nicht-Techniker leicht machen, es zu benutzen.

May 10th, 2006 by Tim Bruysten in interFACE, culture, social software

iRomance - Die Romantik der Zukunft

iRomance, ein lustiger kleiner Kurzfilm, der die Romantik der Zukunft mit den Klischees von Gestern parodiert. Nett gemacht. Ein klitzekleiner Ausflug in die Welt der Singularität.

siehe auch:
- The Knowledge Navigator
- Miss Digital World

Some interesting thoughts from Ross Mayfield:

Power Law of Participation

“Social software brings groups together to discover and create value. The problem is, users only have so much time for social software. The vast majority of users with not have a high level of engagement with a given group, and most tend to be free riders upon community value. But patterns have emerged where low threshold participation amounts to collective intelligence and high engagement provides a different form of collaborative intelligence.”

related stuff
- Getting started with Skypecasts
- Wikipedia in der Kritik
- Tracing the Evolution of Social Software
- Die Humanisierung des Netzes
- The Heisenberg uncertainty of social networks

Unter dem Titel “Sozialwissenschaftliche Ansätze und Perspektiven der Weblogforschung” gibt es unter der URL kommunikation-gesellschaft.de einige Artikel zum Thema. Die Überschriften klingen erstmal nach “lesenwert”, weiter bin ich auch noch nicht…

October 26th, 2005 by Tim Bruysten in social software, open source

frappr

Flickr, Google Maps, usw.; sie alle erlangen Ihre wahre Kraft nicht durch das eine konkrete Beispiel, sondern dadurch, daß durch ihre offene Architektur eine Vielzahl von Anwendungen möglich wird. So einfach ist das. Und es mußte mal gesagt werden ;-).

October 3rd, 2005 by Tim Bruysten in social software, collaboration

Einen lesenwerten Überblick über die Geschichte von “sozialer Software” gibt der folgende Artikel:

“The term ’social software’, which is now used to define software that supports group interaction, has only become relatively popular within the last two or more years. However, the core ideas of social software itself enjoy a much longer history, running back to Vannevar Bush’s ideas about ‘memex’ in 1945, and traveling through terms such as Augmentation, Groupware, and CSCW in the 1960s, 70s, 80s, and 90s.”

Mario Sixtus macht den Rundumschlag, reiht einen Haufen, zum Teil schon bekannter Zitate zusammen, würzt es mit seiner bekannten Qualität und heraus kommt ein leckerer Kuchen, der das aktuelle Rumoren im Netz erklärbar macht, ohne gleich einen neuen Hype auszurufen.

“Für alteingesessene Netznutzer ist Nachsitzen angesagt. Eine E-Mail-Adresse zu besitzen und unfallfrei einen Web-Browser bedienen zu können genügt nicht mehr, um »drin« zu sein. »Social Software«, soziale Dienste und Anwendungen, verändern das Internet gerade gewaltig. Auch viele Zeitgenossen, die sich im Grunde ihres Herzens für Netz-affin halten, verpassen den Anschluss – und wissen es selbst nicht einmal. »Es entsteht gerade eine riesige Kluft. Wer jetzt nicht dabei ist, dem entgehen wesentliche Möglichkeiten«, befürchtet Thomas Burg. Der Wissenschaftler leitet das Institut für Neue Medien an der Donau-Universität Krems. Er warnt angesichts des behäbigen Verhaltens der Internet-Nutzer im deutschsprachigen Raum vor einer »Digitalen Spaltung zweiter Ordnung«.”

Doch bei aller Freude und Euphorie, die man angesichts der zahlreichen Möglichkeiten empfinden kann, sollte man einige Punkte nicht aus den Augen verlieren. Anonymität sollte, auch im Internet, ein selbstverständliches Bürgerrecht sein und Datenschutz, bzw. das Recht, Herr der eigenen Daten zu sein, darf ebenfalls nicht vernachlässigt werden.

siehe auch:
- Wahlblogs
- One Login to Bind Them All
- Location based services
- mates
- Social Software
- Schwarm-Intelligenz
- Wikipedia: 200.000 deutsche Artikel
- Dein Freund soll auch mein Freund sein
- We Learning: Social Software and E-Learning, Part II
- Google launcht Social Networking Site
- discussion around social networks
- weblogs und social software
- The Heisenberg uncertainty of social networks