Archive for the 'share' Category

January 10th, 2004 by Tim Bruysten in culture, web, the social x, share, weblog[s]

im realitylab ist ein PDF zu finden, welches eine interessante sicht auf die entstehung und den nutzen von weblogs.

[ein kleiner auszug]:
“… Das wichtigste Merkmal der Weblogbewegung ist der Umstand, dass es sich weder um eine technologieorientierte noch um eine wirtschaftsorientierte sondern vor allem um eine persönlichkeitsorientierte Entwicklung handelt. Es gibt zwar eine Reihe von notwendigen Programmen und technischen Standards, die eigentlichen Innovation ist aber eine kulturelle: Menschen versorgen sich offen und unendgeltlich mit Information, was im Gesamteffekt in eine selbstorganisierte Kultur des Wissens mündet. Während vor allem am Beginn des WWW die Technik und ihre Möglichkeiten begeisterten, sind es nun mehr und mehr die Inhalte und die Reichhaltigkeit der Information selbst, die in den Vordergrund rücken. Weblogs stellen in diesem Zusammenhang einen koordinierten kulturellen Ansatz dar, um große Informationsmengen zu strukturieren und zu kommentieren; und zwar nicht bloß in einer Weise die für Suchmaschinen günstig ist, sondern vor allem in einer Form, die sich an andere Leser und Informationssuchende richtet, nämlich als Fließtext mit einem gewissen Anspruch an Stil und Pointe. Diese zutiefst menschlichen Bedürfnisse konnten also ins Informationszeitalter gerettet werden, mehr noch: die menschengerechte Kommunikation der Weblogs erweist sich als hocheffizient und schell. …”

ich finde besonders die kulturelle seite von weblogs interessant und wichtig, da sich die meisten techniken und innovationen des webs nicht, oder nur wenig in die gesellschaft integrieren, respektive von dieser angenommen werden, das internet eigendlich aber ein soziales netzwerk und erst an zweiter stelle eine geldmaschine ist. doch gerade deswegen sollte die industrie ein möglichst breites interesse an einer tiefen integration des internet’ in die gesellschaft haben; was viele firmen ja auch fördern und nutzen. doch kann auch gerade die entwicklung einer echten, gesellschafsübergreifenden netzkultur verhindern, dass das netz genutzt wird, den gläsernen bürger / die gläserne gesellschaft zu formen: durch einen (ritualisierter,) bewußten umgang, und ein daraus automatisch entstehendes höheres verständnis.

leider ist zur zeit wenig medienkritik in der gesellschaft zu finden, wie denn auch, wenn fast alle kritik der gesellschaft von den medien monopolisiert wird [siehe auch telekratie - weblog von prof. klaus gasteier] daher halte ich es für wichtig, dass die medien ein stück weit anarchisiert werden. dies ist im zusammenhang mit dem internet schon oft ausgerufen worden, doch noch nie ist das internet wirklich von breiten teilen der bevölkerung nicht nur als rezeptionsmedium, sondern auch als distributor eigener informationen genutzt worden. die seit einigen jahren langsam entstehende weblog-gemeinschaft beginnt diese regel zu brechen. im oben zitierten pdf wird von 300.000 weblogs weltweit gesprochen, unabhängig von der sicher einzeln zu beurteilenden qualität derselben, ist die zahl der öffentlich publizierenden einzelpersonen in der weltgeschichte (wahrscheinlich) noch nie so hoch gewesen.

January 7th, 2004 by Tim Bruysten in mediengestalter, tekk, share, business, weblog[s], fachinformatiker

“Schon bisher konnten sich die heise-online-Nutzer täglich per E-Mail über alle Meldungen informieren lassen, die innerhalb der vergangenen 24 Stunden im Newsticker erschienen sind. Jetzt stehen weitere sieben Newsletter zur Verfügung, die sich jeweils mit einem speziellen Thema befassen. Die neuen Newsletter erscheinen zwischen zweimal pro Woche und einmal pro Monat. Sie bestehen aus Text-E-Mails, in denen zu jeder Newsticker-Meldung die Überschrift, der Anrisstext sowie ein Link auf den kompletten Beitrag enthalten sind.”
[full article at heise.de]

darunter gibt es auch jeweils einen mac, linux und windows newsletter.

January 5th, 2004 by Tim Bruysten in interFACE, HTML, share, PROG, tekk, web

die “Accessibility Toolbar” ist ein interessantes und durchaus nützliches Werkzeug zur Validierung und dem Test von Websites. Z.B. bietet sie die Möglichkeit, mittels 1,5 Klicks, die Größe des Browserfensters auf Standard-Bildschirmauflösungen zu skalieren.

drweb schreibt im dortigen weblog:

“Die “Accessibility Toolbar” gibt es eingeschränkterweise zwar nur für den Internet Explorer, recht nützlich mag sie aber dennoch sein. Sie ermöglicht bequemen Zugriff auf diverse Tools und Validierungsservices und hilft bei der Analyse der Seitenstruktur….”

January 2nd, 2004 by Tim Bruysten in de:sign, tekk, interFACE, culture, share

“I’ve always blended the geeky, command-line-driven Unix style with the mom-friendly point-and-click Windows approach. To borrow a Microsoft slogan, the two approaches are “better together.” Each has strengths that complement weaknesses in the other. However, we’ve yet to achieve real synergy.

Innumerable essays have compared the two cultures. The most recent of these, written by software developer and commentator Joel Spolsky, nails the essential difference. Unix programs are written to communicate with other programs first, then optionally with people. Windows programs, on the other hand, are written to communicate with people first, then with other programs.

Mac OS X fans will tell you that it delivers the ideal synthesis of the two cultures — Mac comfort and charm up on deck, Unix flexibility and power down in the engine room. But the upstairs/downstairs metaphor betrays the real deal. OS X only brings the two cultures under one roof, it doesn’t really merge them.”

[full article at infoworld.com / via schockwellenreiter]

December 23rd, 2003 by Tim Bruysten in de:sign, culture, education, study, telekratie, the social x, innovation, tekk, share

“Während Ann Moore, Chefin des Time-Verlages, jüngst sagte, sie habe mehr Angst vor den “unkontrollierten Medien im Web” - also Blogs und andere unabhängige Publikationen - als vor der gerade stattfindenden Medienkonzentration, erklärt hierzulande Ute Miszewski, zuständig für Unternehmenskommunikation der Spiegel-Gruppe, Weblogs für journalistisch nicht relevant, da es sich ja lediglich um die Arbeit von Amateuren handele. Menschen ohne spezielle Ausbildung seien schlicht nicht in der Lage Qualität abzuliefern.”

der artikel hat aber auch aufbauendere passagen:

“Ein Mensch, ein Publishing-Tool, eine Website. Darum geht es. Oberflächlich. Genauer betrachtet löst das Internet mit den Weblogs aber endlich das Versprechen ein, ein Publikationskanal für jedermann zu sein. Es geht um nichts geringeres, als um die Re-Demokratisierung des Netzes, um die Rückeroberung des Webs durch seine Nutzer. Große Medienhäuser und Verlage haben schlagartig nicht länger das Informationsmonopol. Jeder kann ein Thema aufgreifen, referieren, kommentieren, es zur Diskussion stellen und auf weitere Quellen verlinken. Und Linken ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Blogger.”

[Artikel von Mario Sixtus auf telepolis]

einen Kommentar zu dem Artikel gibt es bei drweb.