Archive for the 'patente' Category

May 30th, 2005 by Tim Bruysten in patente

Äußerst lesenswerter Artikel!

“Softwarepatentgegner haben die Webauftritte der deutschen EU-Parlamentarier auf mögliche Patentverletzungen untersucht. Wären computerimplementierte Erfindungen bereits heute patentierbar, verstieße beinahe jede Politiker-Webseite gegen mehrere europäische Patente.”

siehe auch:
- OpenSource rocks!
- Freie Software vor Gericht
- Patente, ein überholtes Modell?
- Expertenmedien und Insider geschockt über EU-Ratsbeschluß zu Softwarepatenten
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- Digital Rights Management: Wissenschaftsprivilegien noch umstritten
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”
- Österreichische Abgeordnete beziehen Stellung gegen Softwarepatente
- Mittelstandsvereinigungen warnen Bundeskanzler vor Softwarepatenten
- Grüner Parteitag fasst Beschluss gegen Softwarepatente
- Ein Grund [mehr], Software-Patente abzulehnen

April 26th, 2005 by Tim Bruysten in patente

“Ein Pariser Berufungsgericht hat die französischen Filmproduktionsfirmen Les Films Alain Sarde und Studio Canal angewiesen, innerhalb eines Monats den Kopierschutz für alle DVDs mit dem Titel “Mulholland Drive” (Straße der Finsternis) entfernen zu lassen.”

April 8th, 2005 by Tim Bruysten in patente

“Das Modell der Zukunft ist laut IBM eine vernünftige Mischung aus Offenheit und geschützten Angeboten. Die Denkweise von Unternehmen, die sich mit Patenten und Urheberrechten abgrenzen wollen, sei überholt.”

siehe auch:
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- Software: Endlich frei
- Expertenmedien und Insider geschockt über EU-Ratsbeschluß zu Softwarepatenten

March 30th, 2005 by Tim Bruysten in patente

Bei Heise gibt es einen interessanten Artikel zur aktuellen Klage der (US) Unterhaltungsindustrie gegen “Grokster” und “Morpheus”. Darin heißt es, dass auch die Druckerpresse oder der iPod mißbraucht werden könnten, illegale Dinge zu tun, dass aber wohl niemand auf die Idee käme, selbige zu verbieten. Obwohl eine ähnliche Klage, ähnlicher Kläger vor gut zwanzig Jahren schon einmal gegen eine Technologie namens Videorekorder lief…

siehe auch:
- Zeit

March 10th, 2005 by Tim Bruysten in patente

“Über das Thema Softwarepatente diskutieren am heutigen Donnerstag um 15:00 Uhr auf dem Heise Forum ‘05 Sicherheit und Recht (Halle 5, Stand E38) Dr. Carsten Schulz vom Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software (ifrOOS), der Rechtsanwalt Dr. Hans-Werner Moritz, der Patentanwalt Jürgen Betten und Hartmut Pilch, Vorsitzender des Fördervereins für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII) unter der Leitung von Jürgen Kuri, Stellvertretender Chefredakteur der c’t. Die Podiumsdiskussion wird als Live-Stream für Windows Media Player und als Real-Video übertragen. (anw/c’t) “

March 7th, 2005 by Tim Bruysten in patente, telekratur

Besonders ein Heise-Artikel fasst die Meinungslage ganz gut zusammen. Die Fachmedien berichten; Programmierer, Medienexperten und Verfechter parlamentarischer Demokratie sind erschüttert. Doch die allgemeinen Medien schweigen zu dem Thema. Aus Angst, dass viele Rezepienten die komplexe Thematik nicht verstehen würden oder gar kein Interesse an der Randgruppe der Programmierschmieden und Medienmittelständler haben? Dabei zeigt sich gerade an diesem Beispiel, das Demokratie, wenn zu wenig Transparenz besteht, zu einem reinen Schaulaufen verkümmern kann.

siehe auch:
- EU-Rat segnet umstrittene Richtlinie zu Softwarepatenten ohne neue Debatte ab

Nun gibt es die Chance, dass das EU-Parlament in der zweiten Lesung der Richtlinie eine eindeutige Position bezieht, die der vom Ende des letzten Jahres entspricht, in der die Parlamentarier scharfe Kritik an der Richtlinie selbst, wie am ignoranten Verhalten der Ministerrunde geäußert hatten.

Es gibt also drei unabhängige Fragen. So dürfte jedem Kenner der Technik, wie jedem Wirtschaftsexperten klar sein, dass diese Richtlinie eine Menge Arbeitsplätze vernichten dürfte und einen riesigen Bremsklotz für Innovationen darstellen dürfte.

Wichtiger erscheint mir jedoch die zweite Frage, die, nach der allgemeinen Verfügbarkeit von Wissen und Informationen. Gerade die Entwicklung des Internet und besonders die des World-Wide-Web kann nicht der Innovationskraft von Konzernen, sondern der von vielen kleinen unabhängigen Entwicklern und innovativen Medienmittelständlern und Softwareschmieden, wie dem Forschungsdrang von Wissenschaftlern zugeschrieben werden. Und gerade hier zeigt, sich, dass sich dieser Markt, der wirklich offene, hervorragend bewährt hat. Ist also nun die Patentierung überhaupt ethisch zu legitimieren?

Der dritte Diskussionspunkt muß sich mit den Entscheidungsebenen der EU befassen. Kein Wunder, dass die EU von vielen Menschen als abstrakter und kalter technokratischer Apparat verstanden wird, dessen demokratische Ligitimierungsinstanz, das EU-Parlament nur das Recht zu haben scheint, einen diskursiven Beitrag zu leisten, die Entscheidungsinstanz jedoch von den Ministern der Länder repräsentiert wird, die in einigen Fällen dort noch nicht einmal ein Mandat in ihrem Landesparlament haben. Schon einmal, bei der Ernennung der EU-Kommision, einer ebenso abstrakten und demokratisch noch weniger legitimierten Instanz, als der Ministerrat, hat das EU-Parlament Zähne gezeigt. Nun wäre wieder der Zeitpunkt, dass das EU-Parlament sich als ein Parlament der Volksvertreter erweist. Damit wäre nicht nur den berechtigen Ansprüchen von vielen Softwareentwicklern genüge, sondern auch ein großer Dienst an der EU selbst getan sein.

weitere Links:
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- Leerstunde in Demokratie
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei

externe Links:
- Kampf gegen Softwarepatente geht weiter
- Schockwellenreiter: “Wer ist hier eigentlich der Sourverän
- nosoftwarepatents.com

March 7th, 2005 by Tim Bruysten in patente

“Die EU-Minister haben nach langen Verzögerungen im Wettbewerbsrat ihre wackelige und heftig umstrittene Position vom Mai zur Direktive über die Patentierbarkeit “computerimplementierter Erfindungen” am heutigen Montag abgenickt.”

Was bedeuten diese Worte gleich noch: Demokratie? Freiheit? soziale Marktwirtschaft? Mittelstand? Mhhh….

Hoffentlich fällt die Richtlinie im Parlament durch.

siehe:
- Leerstunde in Demokratie
- Neustartantrag
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”
- Mittelstandsvereinigungen warnen Bundeskanzler vor Softwarepatenten
- Ein Grund [mehr], Software-Patente abzulehnen

externe Links:
- Breaking News: Einfach abgenickt
- EU-Minister verabschieden Richtlinie
- Softwarepatent-Richtlinie: einfach abgenickt
- EU-Staaten verabschieden Software-Patent

February 28th, 2005 by Tim Bruysten in patente

Im hitzigen Verfahren rund um den Erlass einer EU-Richtlinie über die Patentierbarkeit “computerimplementierter Erfindungen” wird es keinen Neustart geben. Dies hat der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso in einem Schreiben an Josep Borrell Fontelles, den Präsidenten des EU-Parlaments, klar gemacht. Barroso weist darin die Bitte der Volksvertreter zur Vorlage eines neuen Entwurfs für eine Softwarepatentrichtlinie entschieden zurück. Stattdessen soll das Procedere, das für den Beschluss der Direktive noch aussteht, baldmöglichst über die Bühne gehen.

Ein zweifelhaftes Demokratieverständnis offenbart sich in Brüssel. Im Wordsinn bedeutet Demokratie, die Macht des Volkes; welches direkt gewählte Vertreter nach Brüssel entsandt hat, die dort für seine Rechte und Forderungen einstehen sollen. Nun (und lange nicht zum ersten Mal), stellt sich die, nicht gewählte EU-Kommission, gegen eine Entscheidung des Parlamentes und dies in einer Frage, die sich entscheidend auf die Informationsfreiheit der Menschen auswirken wird. Wo bleibt der Aufschrei? Wo das Verantwortungsbewußtsein der Entscheidungsträger?

Wollen wir hoffen, dass das EU-Pralament diese unsägliche Richtlinie in der zweiten Lesung zurückweisen wird.

extern:
- nosoftwarepatents.com
- Schockwellenreiter: “Wer ist hier eigentlich der Sourverän

intern:
- Neustartantrag
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- Wildes Durcheinander rund um Softwarepatente in Brüssel
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- Software-Patente: EU-Kommission soll Gesetzgebung neu starten
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”
- Mittelstandsvereinigungen warnen Bundeskanzler vor Softwarepatenten
- Grüner Parteitag fasst Beschluss gegen Softwarepatente

UPDATE: noch eine Leerstunde in Demokratie:
- heise.de: US-Wahlen: “Jede Stimme soll künftig zählen”

February 17th, 2005 by Tim Bruysten in open source, patente

“Seit fünf Jahren entsendet die Organisation “Geekcorps” Computer-Spezialisten in Entwicklungsländer, um Unternehmen vor Ort beim Aufbau von IT-Infrastrukturen zu unterstützen. Neuerdings geschieht dies vorzugsweise auf der Grundlage von Open-Source-Software, berichtet Technology Review aktuell.”

siehe:
- Neustartantrag

February 17th, 2005 by Tim Bruysten in patente

Die Konferenz der Präsidenten des Europäischen Parlaments hat am heutigen Donnerstag beschlossen, von der EU-Kommission eine neue Vorlage für eine Richtlinie über die Patentierbarkeit “computerimplementierter Erfindungen” zu verlangen. Die Parlamentsspitze folgte damit einem Entschluss der Koordinatoren des Rechtsausschusses. Die Kommission wird nun aufgefordert, das komplette Gesetzgebungsverfahren neu in die Wege zu leiten. Zuvor war die Position des EU-Rates in eine Sackgasse geraten, da die Regierungen von Ländern wie Polen oder Dänemark die Verabschiedung des Standpunktes vom Mai immer wieder verzögerten. Unter Beschuss liegt das Ministergremium mit seiner Linie auch aus den nationalen Parlamenten in den Niederlanden, Spanien und Deutschland.

siehe auch:
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
Mittelstandsvereinigungen warnen Bundeskanzler vor Softwarepatenten
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei