Archive for the 'open source' Category

May 27th, 2005 by Tim Bruysten in augmented reality, Datenschutz, open source, DAS NETZ, datensicht

“Amerika ist immer eine Reise wert. Mancher bereitet seinen Trip sorgfältig vor, bei der Reiseplanung helfen Dienste wie Google Maps: Auf den Satelliten-Bildern ist alles zu finden, was man finden will. Bis hin zum Standort von Stealth-Bombern - Wegbeschreibung inklusive.”

Es gab ja schon diverse Utopien, die sich damit auseinander gesetzt haben, was passiert, wenn jeder Zugriff auf jede Information hat. Auch auf alle personenbezogenen Daten. Welch entsetzliche Auswirkungen dies haben kann, wird schnell deutlich, wenn man nur ein wenig weiterdenkt…

Ich empfehle als Lektüre:
- Schöpfung für Anfänger von Rupert Morgan

May 11th, 2005 by Tim Bruysten in open source

“Ein Verbund aus allen niederländischen Universitäten und anderen wissenschaftlichen Institutionen erfüllt gemeinsam eine auch von deutschen Wissenschaftlern aufgestellte Forderung: freien Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen für jeden Interessierten.”

siehe auch:
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- Magie der OpenSource
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- Nachdenken über Open Source
- Patente, ein überholtes Modell?
- Freie Software vor Gericht
- Computer-Entwicklungshelfer setzen auf Open Source
- Was ist das tolle an Open Source Software?

May 4th, 2005 by Tim Bruysten in wissensmanagement, open source, kollektives Gedächtnis

“Die Buchbestände europäischer Bibliotheken sollen digitalisiert und online verfügbar gemacht werden. Das wollen die Staats- und Regierungschefs von sechs EU-Ländern. In einem Schreiben an EU-Ratspräsident Juncker und EU-Kommissionspräsident Barroso fordern sie den Aufbau einer digitalen EU-Bibliothek. Sie reagieren damit auf ein Google-Projekt, das seit Ende 2004 die Buchbestände renommierter angloamerikanischer Unis digitalisiert.”

Im Grunde, ein guter Gedanke. Doch fehlt mir (bisher) der innovative Gedanke. Einfach nur ein Google-Projekt zu übernehmen, scheint mir wenig geeignet, Erfolg zu haben. Erst einmal wird es jedoch heißen abzuwarten. Meine Erfahrung nährt die Befürchtung, daß wir 2015 mit einer endgültigen Entscheidung rechnen können. Falls ich mich diesbezüglich irre, was ich schwer hoffe, dann könnte, bei entsprechendem Mut und Sachverstand, ein großartiges Projekt entstehen.

May 3rd, 2005 by Tim Bruysten in open source

“Die wichtigste Lizenz für freie Software und so genannte Open-Source-Programme, die “GNU General Public License” (GPL), steht seit dem vergangenen Donnerstag vor Gericht: Der Lizenz und ihren Erfindern, der “Free Software Foundation”, werden Handelsbeschränkungen und unerlaubte Preisfestlegungen für Software vorgeworfen.”

siehe auch:
- Patente, ein überholtes Modell?
- Software: Endlich frei
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- Digital Rights Management: Wissenschaftsprivilegien noch umstritten
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”

“Ein gelehriger Lateinschüler aus München hat hartnäckig Caesar-Übersetzungen ins Internet gestellt. So viel Eifer wird nicht immer belohnt: Ein Verlag fürchtet um den Absatz seiner Lehrbücher und zettelt einen kleinen Krieg gegen den renitenten Jugendlichen an.”

Obwohl die Gerichte dem Verlag Recht zu geben scheinen, scheint mir das Vorgehen moralisch sehr schwach, Copyright für Jahrtausende alte Texte zu verlangen, die längst zum kollektiven Gedächtnis der westlichen Zivilisationen, vielleicht sogar der ganzen Welt gehören.

Gerne berate ich den Verlag, wie man nicht nur direkt monetär, sondern auch in Marketing-Aspekten mit den neuen Medien umgeht und kollaboratives Arbeiten zu seinem Vorteil nutzen kann :).

siehe auch:
- Schockwellenreiter “Gallia est omnia divisa in partes tres

March 22nd, 2005 by Tim Bruysten in wissensmanagement, open source, kollektives Gedächtnis

Jacques Chirac, der französische Staatspräsident will der EU ein Projekt zur Digitalisierung Europäischer Bibliotheken vorschlagen um so mit den Bemühungen Amerikanischer Unternehmen gleichziehen zu können. Er befürchtet, dass die digitale Welt zu viele amerikanische und zu wenig französiche, respektive europäische Inhalte vorzuweisen hätte. Besonders wird in diesem Zusammenhang auf die Digitalisierung Amerikanischer Bibliotheken durch den Suchmaschinenbetreiber Google hingewiesen.

Ein wunderbares Beispiel, welches verdeutlicht, was ein kollektives Gedächtnis bedeutet. Und, viel wichtiger, dass es nicht nur vor staatlicher Zensur, sondern auch unternehmerischem Patriotismus bewahrt werden muß.

Links:
- Frankreich kontra Google

March 20th, 2005 by Tim Bruysten in open source, kollektives Gedächtnis

Wie ich gerade bei heise gelesen habe, kann die englischsprachige Wikipedia ihren 500.000. Artikel feiern! Die deutsche Wikipedia beging vor kurzem die Feierlichkeiten zu ihrem 200.000. Artikel und liegt damit auf Platz 2.

March 16th, 2005 by Tim Bruysten in open source

“Ohne Bezahlung keine Ware - auf der Grundlage dieses Prinzips hast sich seit den späten 1970er Jahren die Herstellung von Software zu einer eigenständigen Branche entwickelt. Allerdings hat dieses Prinzip fast zwingend auch zur Folge, dass Monopole entstehen - und dass der jeweils dominierende Anbieter in einem Bereich alles dafür tut, die innere Funktionsweise seiner Software vor Nutzern und Konkurrenten verborgen zu halten. Technisch wird das umgesetzt, indem der “Quellcode” der Software, also die von Programmierern lesbaren Befehle an die Computer-Hardware, nicht veröffentlicht wird.”

siehe auch:
- Open Source als Mittel zur industriellen Software-Herstellung
- Computer-Entwicklungshelfer setzen auf Open Source
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- Open Source soll Brandenburgs IT “modern und innovativ” machen
- Was ist das tolle an Open Source Software?
- Nachdenken über Open Source

February 22nd, 2005 by Tim Bruysten in open source

“Die Software-Branche wird beherrscht von Anbietern mit monopolartiger Stellung, die ein großes Interesse daran haben, wichtige Schnittstellen und die interne Funktionsweise ihrer Programme geheim zu halten. Das ist die logische Folge der Betrachtung von Software als Ware, bei der jede einzelne Kopie bezahlt werden muss, obwohl deren Herstellung keine zusätzlichen Kosten verursacht. Jedoch gewinnt Open Source als Gegenbewegung an Dynamik und könnte den Weg frei machen zu wirklich besseren Computern. Das berichtet Technology Review in seiner neuen Ausgabe.”

siehe auch:
- Computer-Entwicklungshelfer setzen auf Open Source
- Open Source steckt in Europa noch in den Kinderschuhen
- Es geht um die Zukunft des Programmierens selbst.
- Was ist das tolle an Open Source Software?
- Nachdenken über Open Source
- Offene Standards entwickeln

February 18th, 2005 by Tim Bruysten in open source

“Ein Münchner Mathematikprofessor hielt im Wintersemester 2003/2004 eine Vorlesung “Einführung in die Stochastik”. Die Einleitung schloss mit zwei längeren Karl-Valentin-Zitaten, nämlich der Radfahrerszene aus “Theater in der Vorstadt” (zwei Skriptseiten) sowie dem ungekürzten “Der ängstliche Hausverkäufer” (drei Skriptseiten).

Ein knappes Jahr später, im Dezember 2004, fand der “Verwalter des urheberrechtlichen Nachlasses” das Skript im Netz und ließ dem Professor im Namen von A. K., Enkelin und Erbin von Karl Valentin, umgehend eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zustellen: Er solle sich verpflichten, die (a) Valentin-Passagen weder im Internet zu veröffentlichen noch (b) in einem Skript für Vorlesungen zu vervielfältigen und zu verteilen.”

siehe auch:
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- Das »neue« Urheberrecht…
- Bundestag debattiert über Informationsfreiheitsgesetz
- China geht gegen Intellektuelle wegen Internet-Artikeln vor