In einer aktuellen Entscheidung platziert sich das EU-Parlament gegen den Kurs der EU-Kommission und fordert zum Zweck der Erfüllung des Lissabon - Prozesses (siehe: Wikipedia - Lissabon Strategie), eine größere Aufmerksamkeit für die Prinzipien von OpenSource Software.
Die Kommission fordern die Parlamentarier auf, “eine wissensbasierte Gesellschaft zu fördern, die gesellschaftlich niemand ausschließt”. Dies soll durch die Unterstützung etwa von freier Software und deren hauptsächlicher Lizenzkonzepte wie der GNU General Public License (GPL) und der Public Documentation Licence (PDL) erfolgen.
Im Rahmen meines Diploms hatte ich formuliert, daß eine Gesellschaft, die, zum Beispiel mittels Patenten, Wissen nicht nur als Besitz, sondern sogar als Eigentum definieren kann, aber auch in ihrem Grundgesetz vermerkt, daß Eigentum zu Pflichten führt, einen freizügigeren, respektive allgemeinnützigeren Transfer von Wissen und dessen Nutzen gewährleisten muß, als dies die EU-Kommission plant.
Nun hat die Europäische Union keine Verfassung und das deutsche Grundgesetz auch keine europäischen Ambitionen, doch könnte dieser Gedanke eine interessante Note in der Diskussion um die Patentpolitik Europas sein.
siehe auch:
- Patent-Pools als Placebos im “kalten Krieg” ums geistige Eigentum
- Vielköpfig - Softwarepatente die Hydra des beginnenden 21. Jhds.
- Publikationsstrategien im Wandel
- Patente, ein überholtes Modell?
- Patentfallen im Internet
- Die Kondensation des Wissens



