Archive for the 'media' Category

August 24th, 2004 by Tim Bruysten in media, DAS NETZ

Zwischenbilanz: Knapp 4.000 Nutzer von Internet-Tauschbörsen hat die US-Musikindustrie bisher verklagt. Kommt es zum Verfahren, wird dem Kläger meistens Recht gegeben. Ein Ende der Klagen ist nicht in Sicht - jetzt erst recht nicht.

siehe auch: 11.000 Dollar Strafe für Tauschbörsen-Nutzer (heute.de)

manche andere verärgern ihre kunden nicht, sondern machen einfach ein gutes angebot. neue medien werden genutzt - unabhängig, ob dies einem bestimmten industrie-zweig gefällt oder nicht. dass war schon bei der einführung jedes anderen mediums so. denken wir nur mal an die des telefaxes. vielen war es zu unbequem, andere waren kreativ und haben viel geld verdient.

aber, da scheint mittlerweile jemand etwas leuten gehört zu haben:

Im Internet ist Musik - das wissen die deutschen Phonoverbände spätestens seit Napster, Kazaa und Co. Doch auch der Markt der legalen Musikangebote im Netz wächst und ist neben den herkömmlichen CD-Verkäufen zu einem zweiten Markt geworden. Ab Freitag fließen die Zahlen der deutschen Download-Angebote erstmals in die offiziellen Top-100-Single-Charts ein. Bald gibt es sogar eine eigene Download-Hitparade.

June 26th, 2004 by Tim Bruysten in FUN, media

Bei Vorleser.net gibt es Kostenlose Hörbücher als mp3-Dateien zum Download. Hörbücher für den Deutschunterricht oder privaten Gebrauch. Als kostenlose Hörbücher derzeit verfügbar: Märchen der Brüder Grimm, Andersen, Goethe, Rilke, Heine, Meyer u.a. Die Umfrage auf der Seite verrät allerdings, daß viele (54%) sich hauptsächlich Kurzgeschichten als kostenlose Hörbücher wünschen. Aber so kann ich mir jetzt Goethe im Autoradio reinziehen.

ich muß aber sagen, dass ich von der interpretation von goethes prometheus nicht wirklich überzeugt bin…

June 5th, 2004 by Tim Bruysten in media

papier ist der gewinner der medien. kühne behauptung, die ich immer wieder aufzustellen wage - doch bin ich mal wieder ihrer richtigkeit ein stück näher gekommen:

Teile der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia stehen nun nicht mehr nur im Internet, sondern auch als gedrucktes Buch zur Verfügung. Einige Themen haben die Wikipedia-Macher zwar bereits in Form von PDF-Dateien zusammengefasst, der Angriff auf das Bücheregal und damit die Lexika in althergebrachter Form ist jedoch neu.

zwar haben elektronische medien einen erheblichen vorteil gegenüber statischen, da sie durchsuchbar, dynamisch strukturierbar und quasi “instantan” veränderbar sind - doch bleibt das “papier-wort” dem elektronischen insoweit vorraus, als dass ein buch nicht nur audio-visuelle daten zur informationsaggregation anbieten kann, sondern auch haptische und olfaktorische. doch möchte ich von meiner seite aus keinen kampf der medien führen, sondern die stete vielfalt der medien fordern, da, wie der heise-artikel zeigt, medien in vielfachem sinn, hervorragend kooperieren können. doch dass dynamische texte, hypertext und kolaboratives arbeiten / lernen allein den “bildschirmmedien” vorbehalten bleiben, ist ebenfalls unwahrscheinlich, da das elektronische papier in den nächsten jahren einen weg in den massenmarkt finden wird. in verbindung mit neuen technologien wie wimax und umts usw. sind spannende applikationen zu erwarten.

April 11th, 2004 by Tim Bruysten in media

“Die digitale DVD löst die VHS-Videokassette zügig als Speichermedium für Filme ab. Noch in diesem Sommer werden rund 90 Prozent der Umsätze von Videotheken auf DVDs entfallen und nur noch zehn Prozent auf VHS-Kassetten, teilte der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) in Hamburg mit. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Umsätzen mit Kauf-DVDs und -Kassetten.”
[full article at heute.de]

erzwingt die erkenntnis, die man aus den schwierigkeiten, die bei jedem medienwechsel entstehen, nicht ein meta-format, welches den medienwechsel ohne einen wechsel der interpretation ermöglicht?

March 29th, 2004 by Tim Bruysten in media

und wer einem gestalter / designer etwas zu ostern schenken möchte, dem seien meine (hier erweiterten) last-minute - weihnachtsgeschenke vom letzten jahr nochmal an herz gelegt:

edward r. tufte:
- envisioning information
- The Visual Display of Quantitative Information

al ries, jack trout:
- die 22 unumstößlichen gebote im marketing

michael b. siegle:
- LOGO, grundlagen der visuellen zeichengestaltung

apple:
- iPod
- PowerBook

filme:
- wag the dog
- das leben des brian
- blues brothers

March 25th, 2004 by Tim Bruysten in media

“Glaubt man einer kürzlich erschienenen Studie des Project for Excellence in Journalism, so macht der Journalismus gerade eine epochale Veränderung durch, so tiefgreifend wie einst bei der Erfindung des Telegrafen oder des Fernsehers.
[…]
Ob die zunehmende Vielfalt und Unübersichtlichkeit von Nachrichtenmedien, besonders im Internet, dazu beiträgt, eine oligarchische Kontrolle aufzubrechen und neue gesunde Signale auszusenden oder vielmehr zu Chaos und unqualifizierter Infoflut führt - darüber waren die Verfasser der Studie geteilter Meinung. Es gebe sowohl mehr “Qualitätsnachrichten” als je zuvor, gleichzeitig gäbe es auch mehr triviale, einseitige und falsche Meldungen. Welche Ansicht man auch vertrete, in jedem Fall sei alles im Begriff sich zu ändern. Die Fragmentierung des Journalismus habe weitreichende Konsequenzen darauf, “was wir wissen, wie wir miteinander vernetzt sind und darauf, wie wir Probleme lösen”. Dabei werde die Rolle des Journalisten als Vermittler, Redakteur, Überprüfer und Filter immer schwächer; doch sei gerade seine Funktion als “Gatekeeper”, Interpret und “Wachhund” so wichtig wie nie zuvor.
[…]
Der Einfluss der Weblogs sei jedoch mehr intellektuell als kommerziell zu sehen. Mit den Blogs sei ein neuer Typ des Konsumenten geboren, der “Pro-sumer”, welcher gleichzeitig als Leser, Redakteur und Produzent tätig sei. Journalistische Verdienste seien hier oft nur ein Element unter vielen und spielten eine untergeordnete Rolle.”

[full article at telepolis]

March 16th, 2004 by Tim Bruysten in tekk, innovation, virtual reality, augmented reality, media

heute.online berichtet über die cebit-trends 2004:

augmented_rel.jpg
die erweiterung der realität mit hilfsmitteln dient der flexiblen präsentation komplexer zusammenhänge und kann das erlernen und verstehen von zusammenhängen sowie die recherche zu selbigen in realzeit ermöglichen.

vitruelle_konferenz.jpg
virtuelle konferenzen können enorme kostensenkung und effizienzsteigerung in unternehmen sorgen.

usb-kugelschreiber.jpg
und weil es so schön ist: noch ein weiteres spielzeug: der usb-stick im kugelschreiber.

weitere informationen zur cebit gibt es hier:
- cebit.de
- spiegel.de
- heise.de
- zdnet.de
- stern.de

March 10th, 2004 by Tim Bruysten in media

“Das Schweizer Radio International (SRI) verabschiedet sich bis Ende 2004 von der Kurzwelle und setzt auf das Internet — nicht um ein Hörfunkprogramm zu streamen, sondern um auf Webinhalte umzustellen.”
[die ganze information gibts beim schockwellenreiter]

March 7th, 2004 by Tim Bruysten in media

tja - da guckt man ausversehen die echo verleihung und fürchtet sich vor langeweile - und schwupps gehts ab auf der mattscheibe. michael mittermeier spielt den bösen michl und hält der versammelten phonogemeinde einen verdammt ehrlichen und herrlich bösartig formulierten spiegel vor. doch perfekt wird der auftritt durch eine tonstörung, die den mittermeier zwar nicht unverständlich machte, doch in ihrer eigenen perfektion und akkustischen beständigkeit eigendlich nur zwei theorien raum läßt: entweder hat der mittermeier dies ebenfalls inszeniert oder die altehrwürdige phonoakademie hat den guten michl versucht zu zensieren, sich aber nicht richtig getraut.

March 4th, 2004 by Tim Bruysten in media

“Es ist kalt geworden in Deutschland, jeder muss zusehen, wo er bleibt: Zehn Kandidaten bleiben nun für ein Jahr im Wohncontainer der fünften “Big Brother”-Staffel. Sie sollen sich im Klassenkampf beweisen und sich dabei möglichst oft entblößen. Gestern Abend zeigte RTL2 den Einzug der TV-Gladiatoren.”
[full article at spiegel.de]