Archive for the 'media' Category

March 12th, 2008 by Tim Bruysten in media

hobnox closed beta

hobnox ist in die Closed Beta Sphäre eingetreten. Ein interessantes Projekt, irgendwo zwischen Web2.0 und dem, was konsolidierend darauf folgt. Was hobnox genau ist, beschreibt es am besten selbst:

“Hobnox is a next-generation online entertainment and rich media-publishing platform, uniting broadcast-quality web media with cutting edge community-enabling technology. With Hobnox, an international media corporation is born. We combine the best of current web entertainment with the newest technological possibilities of the internet to create fascinating opportunities for both artists and audiences.”

February 2nd, 2007 by Tim Bruysten in media

ZDF: Kriminaldauerdienst / konvergente Medien?

Das ZDF strahlt die neuen Folgen der Krimiserie “Kriminaldauerdienst” nicht zuerst im TV aus, sondern stellt sie einen Tag vor der Premiere schon auf zdf.de zur Verfügung.

Angekündigt wird dies mit den berühmten Worten von den “konvergenten Medien”. Zunächst finde ich diese Entwicklung positiv, Medien werden damit, langfristig gesehen, freier, verfügbarer, nutzerfreundlicher und besser durch die Konsumenten kontrollierbar. Wahrscheinlich wird auch die Einschaltquote steigen, oder zumindest die Sendung einen besseren Start haben, da die Webnutzer wohl die Werbetrommel rühren werden.

Von Medienkonvergenz kann jedoch nur sehr grundsätzlich gesprochen werden. Es scheint keinen Podcast der Serie zu geben und der Player ist in ein Fenster eingebettet, welches eher von der Serie ablenkt. Einen Fullscreenmodus habe ich nirgends gefunden und auch muß man, wenn man einmal unterbrochen hat, immer wieder von vorne gucken (den “Pause”-Button halte ich nicht für sehr komfortabel…).

siehe auch:
- Ubiquitous Web 3.0
- WDR - Programm zum Mitnehmen und Nachhören
- mobile Entertainment
- TV vs Web oder konvergente Medien? (UPDATE)

November 10th, 2005 by Tim Bruysten in education, wissensmanagement, media, Infotainment

“Fernsehen auf dem Handy wird im Jahre 2010 einer Studie zufolge rund 450 Millionen Euro Umsatz bringen. Viele Kunden seien bereit, für diesen Zweck rund 5 bis 12,50 Euro pro Monatauszugeben. Mobile-TV sei im wesentlichen ein Abo-Service und werde durch Werbung nicht sehr viel Geld erlösen. Das ist das Ergebnis einer Studie.”

Es wird stark von den inhaltlichen Konzepten, wie auch der Aufbereitung der Inhalte abhängen, ob ein solcher Markt wirklich erfolgreich ist. Nicht stimme ich mit der Vermutung überein, daß in einem solchen Markt durch Werbung nicht viel Geld umzusetzen sei, auch dies ist eine Frage des richtigen Konzeptes. Klar ist aber, daß sich ganz andere Businessmodelle anbieten, weil ein ganz anderer Nutzen, als im klassischen TV oder im klassischen PC-Gebrauch geschaffen werden kann. Doch bedarf es dazu frischer Ideen. Alles zu bekommen. Und zwar hier. :-)

Dabei ist das Stichwort der Konvergenz ganz sicher hier an der richtigen Stelle angebracht.

siehe auch:
- educasts: Stanford on iTunes
- Location based services
- The Knowledge Navigator
- Mobile eLearning
- Der Unterricht wird zum Lokaltermin
- Hörbücher aus dem Automaten
- Die Humanisierung des Netzes
- Urbane Datenräume

October 11th, 2005 by Tim Bruysten in multimedia, media, [geschichte der zukunft]

Unter der merkwürdigen und an eine fast schon vergessene Blase erinnernde Überschrift “Thomas Gottschalk geht online” schreibt die Netzzeitung über ein neues Werbeformat der Firma Neckermann, in dem Thomas Gottschalk Prominente “im Internet” interviewen soll.

“Das Fernsehen hat nach Gottschalks Meinung seine größten Erfolge hinter sich. «Die Zukunft findet online statt und falls mich dann noch einer sucht, kann er mich schon jetzt dort finden», sagte er.”

Ob der Untergang des TV bevorsteht, habe ich schon hier bezweifelt. Denn, folgendes Zitat ist völlig richtig:

“Gottschalk wolle seine Shows fortan jedoch nicht ausschließlich im Internet präsentieren: «Der Großteil meiner Fans hat mit der Fernbedienung schon genug Probleme. Denen bleibe ich in der Flimmerkiste erhalten», sagte er.”

Über das Ende der Massenmedien wird immer wieder nachgedacht: Wahrscheinlich wird ein beachtlicher Teil des “Medienkonsummarktes” immer ein reiner Rezeptionsmarkt sein. Passive Entertainmentaufnahme und Informationsassimilation dürften die wichtigsten Merkmale für diesen Bereich der Medienlandschaft sein. Auf der anderen Seite wird es einen ebenso wichtigen Bereich geben, in der die Masse zum Medium wird.

Der Vorläufer hierzu sind eben Weblogs, flickr, last.fm, del.icio.us, usw. Kombiniert mit neuen Visualisierungsmethoden, immersiven Interfaces, neuen und alten Ansätzen zu konvergenten Medienkonzepten, usw. wird aus dieser “Community” die andere Medallienseite des Medienmarktes der Zukunft werden.

Auch der Spiel widmet sich aktuell dem Thema, leider nicht sehr in die Tiefe gedacht:

“Das Web - wer wollte daran zweifeln? - bewegt sich rasant auf seine nächste Entwicklungsphase zu: Das einstige Lese- mutiert zum Multi-Medium. Leidtragende könnten diesmal Fernsehsender sein - jedenfalls wenn es den Internet-Marken gelingt, selbst ein wenig “TV” zu werden.”

siehe auch:
- Webportale experimentieren mit Online-Fernsehen
- Prognose “Web frisst Fernsehen” hat sich nicht erfüllt
- TV-Programm im Handy
- Datensichtseminar, Prof. Gasteier

und natürlich:
- send|receive (aber dazu später mehr…)

April 15th, 2005 by Tim Bruysten in telekratie, weblog[s], media

“Der australische Medienmogul Rupert Murdoch hat in einer Rede vor US-amerikanischen Zeitungsredakteuren auf die wachsende Bedeutung des Internet hingewiesen und warnte davor, es zu ignorieren. Er sagte, die Leser wünschten Kontrolle über die Medien, anstatt von ihnen kontrolliert zu werden. In diesem Zusammenhang wies er auf die Bedeutung von Weblogs hin.”

Ob Murdoch der richtige Ansprechpartner ist, wenn es um eine Diskussion von frei und ganzheitlich berichtenden Medien geht, weiß nicht nicht, klar ist aber, daß richtig ist, daß den anonymen Medien weniger Vertrauen entgegen gebracht wird und vielen Menschen die persönliche Ansprache und der authentische Eindruck immer wichtiger wird. Dieses Bedürfnis nach Authenzitität und Nähe findet in Trends wie “Embedded Journalism” einen, zugegebener Maßen nur vorgetäuschten Ausdruck. In der unabhängig von solchen Stilblüten des Journalismus zunehmenden redaktionellen Partizipation der Rezepienten am Medium werden nicht nur Warhols 15 Minuten erfüllt, sondern könnte darüber hinaus auch der Gesellschaft ein Teil der Verantwortung über ihren eigenen Informations- und Wissensfluß wiedergegeben werden.

Als gelebte Beispiele sind natürlich Weblogs, Wikipedia, die neuen Möglichkeiten von Microsofts Encarta, usw. zu nennen. Offen bleibt aber, ob diese Formen wirklich eine realistische Zukunftsperspektive haben, da mit der zunehmenden Aufmerksamkeit, die die Öffentlichkeit diesen Publikationsformen schenkt, auch deren Unbefangenheit schwindet.

siehe auch:
- Encarta Online goes Wikipedia
- Weblogs an der TU München
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- Demokratie-Hacks, Weblogs und freie Meinungsäußerung
- Schnüffeldienst warnt Firmen bei Erwähnung in Weblogs
- Weblogs und Journalismus
- Das Ende der Massenmedien
- Das Internet bleibt ein Medium von unten
- Studenten nutzen häufig E-Learning
- Wer zum Teufel ist Planetopia?
- Mobile eLearning
- Mitarbeiter berichten per Blog
- Social Nets Not Making Friends
- Weblogging ist für die Identitätsbildung und die Freiheit des Gedankens sehr wichtig
- … eine kultur des wissens

January 17th, 2005 by Tim Bruysten in telekratie, weblog[s], media

Die Sat1 Sendung “Planetopiaberichtete (gerade) über Weblogs mit einem emotional kritischen Unterton implizierend, dass selbige eine Gefahr für die Gesellschaft seien. Begründet wird diese populistische Haltung mit einem Beispiel, in dem der “hochgeschätze Bloggerkollege” Jörg Kantel, der Schockwellenreiter, eine “Falschmeldung” einer Nachrichten-Redaktion übernommen haben soll. Dabei ist diese Darstellung selbst eine stark verkürzte Sicht der Dinge und könnte als “schlecht recherchierte Falschmeldung” bezeichnet werden.

Da hilft es auch nichts, wenn in der Sendung anschließend Weblogs als Hilfe im Kampf gegen die Folgen des Tsunamis in Asien gelobt werden. Beides ist zu stark verkürzt, nicht in den Richtigen Zusammenhang gesetzt und die Kommentare der Sendung scheinen die Rezepienten von Weblogs, oder von Medien allgemein?, als dumme Masse zu degradieren, die selbst keine Verantwortung für ihre eigenen Informationsrezeption zu besitzen scheint.

Nicht erwähnt wird, welche großen Chancen Weblogs für die Mediendemokratie sind, dass eine humane Globalisierung der Medien durch sie, zumindest einfacher möglich ist. Das sie eine völlig neue Form eines kollektiven Gedächtnisses sind, welches eben von den Erinnernden selbst und nicht von selektierenden “Redakteuren” erzeugt wird…

Wer also im Glashaus sitzt, liebe Sat1 - Planetopia - Redaktion, sollte …

Im Spreeblick gibt es weitere Informationen zur Machart der Sendung.

- Weblogs in der Diskussion
- Blogs und RSS - Qualität und Quantität
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- Weblogs an Universitäten
- Politik in Weblogs?
- Demokratie-Hacks, Weblogs und freie Meinungsäußerung
- Mitarbeiter berichten per Blog
- Medienmanagement im Schulsystem (tut Not)
- E-Learning wird Alltag
- Möglicher Einsatz von Weblogs für Dozenten
- Das Ende der Massenmedien
- Das Internet bleibt ein Medium von unten

September 30th, 2004 by Tim Bruysten in media

was bewirkt eine quote für deutsche musik? die frage ist komplexer, als man zunächst annimmt. denn auf der einen seite stehen argumente wie die freiheit der entscheidung der medien, zensurbefürchtungen, usw. es steht die annahme im raum, dass die medien das spielen, was gefällt. dass deutsche künstler, sollten sie in den medien zu wenig vorkommen, schlicht und ergreifend zu schlechte musik machen. zwar sind all diese argumente zwar tendenziell richtig, doch muß die situation differenzierter betrachtet werden.

denn spielen die musikredakteure deutscher medien wirklich die musik, die am besten ist, oder wird dadurch, dass sie ein lied für gut halten und selbiges öfter spielen damit schon der rezepient beeinflußt? doch klar ist auch, es gibt nicht _den_ rezepienten und gerade in den letzten wochen hagelt es in den charts von deutschen titeln. also scheinen die deutschen musiker einen politischen anschub gar nicht nötig zu haben?

klar ist aber auch, dass deutsche musik mehr geld verdienen, wenn ihre titel öfter gespielt werden. die gema läßt grüßen. also spielen natürlich auch wirtschaftliche gründe eine rolle für forderungen nach einem gesetzt für eine quote deutscher musik.

aber, wie man es dreht und wendet - ich finde kein argument, was stärker ist also der ur-eigene anspruch einer freien und offenen kultur selbst. eben der, offen und frei zu sein. und eine vorschrift, was nun als kultur zu betrachten ist und was nicht - welche musik also zu bevorzugen ist, würde dies nun wirklich nicht fördern.

mein fazit: macht musik und habt spass dabei. denn das ist der eigendlich zweck von musik - bei all diesen debatten sollte man noch mal daran erinnern. die quote hat sich dann von alleine erledigt.

mehr diskussion zu diesem thema:
- heute.de

September 21st, 2004 by Tim Bruysten in education, media

Übermäßiger, unkontrollierter Medienkonsum, zum Beispiel von Computerspielen, kann für Kinder schädlich sein. Umso wichtiger ist es, dass Erwachsene genau darauf achten, welche Medien ihre Kinder nutzen.

auf der einen seite muß ich dem artikel völlig zustimmen. viele eltern lassen ihren kindern einen unkontrollierten und vorallem nicht altersgemäßen zugang zu allen arten von medien offen. aus unwissenheit, schlechter eigener bildung oder einfach aus desinteresse. zwei aspekte dieser debatte fehlen mir jedoch in dem heute.de artikel.

1) wenn eltern zurecht aufgefordert sind, den medienkonsum ihrer kinder pädagogisch zu begleiten und sinnvoll zu beschränken, dann erübrigt sich eine debatte um die zensur der öffentlichen medien auch aus diesem grund.

2) gibt es auch eltern (und schulen), die ihren kindern einen völlig unzureichenden medienzugang anbieten. wir stehen vor der problematik einer teilweise “wissensundurstigen” gesellschaft. zum einen mag dieses phänomen von der gewohnheit des passiven medienkonsums herrühren. verwunderlich aber, dass dies gerade in zeiten geschieht, in denen die aktive und freie medienbeteiligung so einfach ist wie noch nie zuvor in der geschichte.

der medienzugang von kindern muß pädagogisch begleitet und sinnvoll gesteuert werden - der medienzugang von jugendlichen sollte gefördert und gefordert und in freiem diskurs unterstützt werden. spätestens ab 18 sollte der medienzugang völlig frei sein.

das bedeutet natürlich auch, dass der konsumierende bisdahin nicht nur gelernt haben sollte, wie er zum publizierenden werden kann sondern auch, dass er sein richtiges maß für die mediennutzung erlernt hat.

September 12th, 2004 by Tim Bruysten in media

…die Generation on Demand, für die das Netz bereits jetzt das Alpha-Medium ist, wird sich in Zukunft um Sendeschemata und Planungen der Programmdirektoren (by the way: aussterbender Beruf) einen trockenen Kehricht scheren. Die Kids glotzen einfach was sie wollen, wann sie wollen und wo sie wollen. Und: aller Wahrscheinlichkeit nach bleiben sie keine Kids. Die Marke eines Senders, die heute noch bares Geld wert ist, dürfte künftig dem Niveau eines defekten iPod auf Ebay entgegenstreben. Technologien wie PVR, P2P und Broadcatching machens möglich…

medien wandeln sich, schon bertholt brecht erkannte dies und proklamierte in den 30ern das radio als die neue distributionsform des gesellschaftlichen wissensaustausches. doch im laufe der jahrzehnte kommen die medien wieder “back to the roots”, sie werden wieder direkt. sie verlassen den weg der distrubution von informationen und kehren zur�ck zur kommunikation und zum diskurs. der wert einer nackten information sinkt und der kontext, die sinngebung, der r�ckkanal, … werden wichtiger.

daher boomen weblogs, daher boomt wikipedia, daher wird mario sixtus in seinem artikel auch recht haben. vielleicht aber auch nicht ganz. das fernsehen bietet den vorteil des ritualiserten nicht-denkens, eines bequemen zustands der berieselung. d.h. der erfolg des fernsehens und der modernen, single-way-medien, beruht gerade darauf, dass es eben keine m�glichkeit f�r einen r�ckkanal gibt. auf der anderen seite, erschlie�en sich diese medien durch immer st�rkere integration von ihren websites, mobilen diensten und anderen neuen angeboten, wie real-life-soaps, eben auch jene zielgruppe der selbstdarsteller und privaten kommentatoren.

trotzdem. die globalisierung des internet, bzw. der einfachen technologien des world wide web, wird zu einer de-globalisierung der konzerne und gro�en strukturen f�hren, da sie auf dem markt keine existensberechtigung mehr in ihrer vermittler-rolle haben werden.

siehe auch: 1, 2, 3

September 7th, 2004 by Tim Bruysten in media

spiegel online berichtet über einige der möglichkeiten, die was web der musik-branche bietet, kreatives potential zu erweitern und den kunden einen zusätzlichen nutzen zu schaffen.

siehe auch:
- musik for free.