Archive for the 'innovation' Category

January 5th, 2010 by Tim Bruysten in innovation, [geschichte der zukunft]

Nebenan, im Wavetank, habe ich einen Artikel zu den Auswirkungen der exorbitanten Zunahme von Software-Bots geschrieben.

July 13th, 2007 by Tim Bruysten in innovation

Multitouch, also die Fähigkeit von Touchscreens, mehrere Touchpunkte gleichzeitig auszuwerten und so komplexe Gesten zu ermöglichen, ist überall. Zwar ist das iPhone von Apple das Einzig (mir bekannte) Gerät, welches Multitouch tatsächlich im Markt umsetzt, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis Laptops, Table-tops und wall-mounted Präsentations- und Organisationsdisplays mit dieser Funktionalität zu kaufen sein werden.

Doch die Beispiele zeigen, man kann nicht einfach bisherigen Interface-Ideen und Gepflogenheiten auf Multitouch-Geräte übertragen, viel zu schwerfällig und es wird deutlich, welch abstrakte Hürde wir unsichtbar in all den Mausjahren mit uns herumgetragen haben. Einiges an Innovation und Erfahrung auf Softwareseite ist noch erforderlich. Hier mal wieder zwei Beispiele von IBM und Microsoft:

Obscura HP Multi-Touch Video Wall

Microsoft Research Cambridge, Multitouch-Laptop

siehe auch:
- Neuerfindung des Telefons
- Jeff Han
- Wall Mounted MuliTouch
- Haptische Touchscreens

August 22nd, 2006 by Tim Bruysten in innovation

Kaum ist man mal ein paar Tage im Urlaub, gibt es spannende Neuigkeiten. Wie schon Tobias schreibt, ist die Keynote zu Apples World Wide Developers Conference aus verschiedenen Gründen sehenswert.

  1. Für jeden Präsentierenden, kann sie lehrreich sein, wie man gut präsentieren und wie man gute Folien für Präsentationen gestalten kann.
  2. Wenn Apple mit seinem neuen, für das nächste Frühjahr angekündigte Betriebssystem “Leopard”, daß halten kann, was es verspricht, steht für den PC - Consumer und PC - Media - Professionals - Markt ein neuer Meilenstein an.

Der Reihe nach. Die Keynote hat mich insofern überrascht, als daß Steve Jobs seine bisherige Alleinherrschaft von Apple-Bühnen aufgegeben hat. Kündigt sich hier ein Wechseln an? Bei einem Produkt, dessen Vermarktung stark von dem kreativen Image des Firmengründers abhängt, ist dies eine relevante Frage.

Doch daß, was das Apple-Team dort vorgestellt hat, hat mich durchweg positiv gestimmt. Der neue Mac Pro, sowie das neue Leopard stellen durchaus einen Meilenstein für Apple; aber auch für die gesamte Consumer und Media-Professionals Computerszene da.

Hardware
Der Trend ist nicht unbedingt neu und auch nicht allein von Apple losgetreten, doch scheint Apple mit dem Mac Pro, die (vorläufige) Perfektionierung gelungen zu sein. Ich spreche von der Verwendung von Mehrkernsystemen. Als einziges wirklich consumertaugliches Produkt bietet Apple nun ein in Hard- und Software durch und durch 64 bittiges System mit 4 Cores an. In einem Gehäuse, welches allem Augenschein nach, ebenfalls Vorbild für viele sein wird. Kabel und Schrauben haben in PC-Gehäusen an Stellen, an denen der Benutzer etwas austauschen möchte, einfach nichts verloren. Punkt.

Wieviele Cores können in einem System sein? 4, 40, 400? Spielt eigentlich keine Rolle; wahrscheinlich werden diese harten technischen Zahlen in der Zukunft nicht mehr so weit im Vordergrund stehen und mehr auf Funktionalitäten und Benutzbarkeit Wert gelegt werden.

Software
Zwar übt sich Apple noch in Geheimnistuerei, doch hat man einiges über die Funktionen des neuen Betriebssystems und der zugehörigen Anwendungsprogramme erfahren können. Durchaus inspiriert von anderen Betriebssystemen, aber gut durchdacht und weiterentwickelt scheint mir “Spaces” zu sein. Eine Funktion, den Desktop in mehrere virtuelle Bereiche zu unterteilen.

Wirklich geniales verspricht “Time-Machine”. Eine neues Backup-Konzept, welches tief ins Betriebssystem integriert ist und mit einer Funktionalität aufwartet, die alle anderen Backup-Systeme in den Schatten stellt. Wahrscheinlich wird es exorbitant viel Speicher brauchen, doch glaube ich nicht, daß Speicherplatz in den Computersystemen der nächsten Jahre ein wirkliches Problem darstellt.

Fazit
Apples neue und überall zur Schau gestellte Souveränität, von Oliver schlicht “Microsoft - Bashing” genannt, könnte durchaus berechtigt sein. Microsoft hängt mit der Entwicklung von Vista und dem IE7 und das neue MS-Office scheint auch größere Umstellungen vom Benutzer zu verlangen, als dem lieb sein könnte. Dies im Kontext mit Apples Wachstumszahlen verleiht durchaus den Anspruch auf eine selbstbewußte Haltung.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß der PC-Consumer Markt in den nächsten Jahren sehr viel divergenter wird und dafür Microsoft seinen neuen Kernmarkt im Umfeld von Unternehmens- und Wirtschaftsintegration findet.

May 24th, 2006 by Tim Bruysten in interFACE, innovation, [geschichte der zukunft]


Steve Jobs präsentiert NeXt (youtube-link). Jahre her? Total veraltet? Keine Spur. Die dort präsentierten Features sind keineswegs in heute gängigen Betriebssystemen selbstverständlich. Vor allem nicht mit der Coolness, mit der NeXt sie gelöst hat.

Mac OS X setzt diese Features heute ein und wird dafür als innovativ gefeiert. Zurecht, denn an einige Stellen geht man bei Apple heute weiter und natürlich spielt die visuelle Ästhetik der Anwendungen heute eine deutlich größere Rolle, nicht zuletzt weil erkannt wurde, welche Rolle sie im Kontext der Effizienz spielt (wenn sie vernünftig begriffen wird).

Doch ist hier bei dieser NeXt-Präsentation auch noch mehr zu sehen, zwischen den Zeilen präsentiert sich hier ein Betriebssystem, welches selbst möglichst in den Hintergrund treten möchte. Gebrauchskontext, Gebrauchsnutzen, Gebrauchsqualität. “Was will der Benutzer für eine Aufgabe erledigen?” anstelle von “Welches Anwendungsprogramm kann die Aufgabe möglicherweise lösen?”.

siehe auch:
- new generation os? (Ajax OS)
- Chips und Betriebssystem werden irrelevant

May 1st, 2006 by Tim Bruysten in tekk, innovation, software

thumb_desktop.png

ajaxOS is a Linspire-based operating system with some revolutionary new features to support the adoption of web-based software. Some of the cool new things you can expect to see on ajaxOS include:

  • Automatic launch of AJAX software when clicking on a supported filetype.
  • Ability to save files to virtual storage.
  • Ability to navigate through a file browser to the files uploaded to virtual storage as well those on your local computer.

Ein interessanter Ansatz, aber mehr aus technischer, denn aus konzeptioneller Sicht. Ich bin ebenfalls der Meinung, daß Web-basierte Dienste einen Großteil heutiger Software verdrängen werden, oder daß ein Großteil aktueller Software zu Web-basierten Diensten migrieren wird. Doch halte ich die Rolle von Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen als solche für überflüssig (siehe “Chips und Betriebssystem werden irrelevant“) in dem Sinne, daß sie in ihrer aktuellen Ausgestaltung für die Konzeption zukünftiger Anwendungsgestaltungen keinen Beitrag leisten können.

Der Ansatz, der hinter AjaxOS steckt ist als solcher nicht falsch und könnte die neue Rolle, die Betriebssystemen zukommen wird, nämlich als verborgener “Anlasser” zu operieren, aufzeigen.

Die wahre(n) Revolution(en) erwarte ich aber nicht in einer intrasystemischen Verbesserung, sondern darin, daß Entwickler einen extrasystemischen Blick wagen werden.

Kandidaten:

Technik
- Tastatur und Maus verschwinden?
- The end of filesystems

Interaktion
- Multi-Touch Interaction Research
- Welcome to the Age of User Experience
- flow is about dancing

Der Mensch
- Neurologie und Design
- Neuromarketing
- Das Hirn im PC

December 21st, 2005 by Tim Bruysten in innovation, patente

… wenn auch sehr langsam.

“Vier US-Konzerne aus der Computerbranche und sieben Hochschulen wollen die offene Entwicklung von Software im Forschungsbereich verbessern und dazu auf die Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte verzichten.”

Vielleicht zeichnet sich ja langsam in Teilen der Gesellschaft ein Mentalitätswechsel ab, der Europa dann wirklich zu innovationsstärksten Region der Welt machen könnte. Doch dazu ist es noch ein langer Weg.

siehe auch:
- OpenSource rocks!
- Patent-Pools als Placebos im “kalten Krieg” ums geistige Eigentum
- XML-Patente: “Niemand will hier jemanden erpressen”
- Vielköpfig - Softwarepatente die Hydra des beginnenden 21. Jhds.
- Publikationsstrategien im Wandel
- Patente, ein überholtes Modell?
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft

October 28th, 2005 by Tim Bruysten in education, innovation, wissensmanagement, [geschichte der zukunft]

Oliver Wrede pointed me to this new iTMS offer. And, of course, it’s really cool!

“While others are still resisting the idea to webcast course content online Stanford moves along by integrating (at least some of) their educational content with the iTunes Music Store. Can you see the iTunes Educational Shop coming up? One-click shopping for lectures and files that use the same DRM protection like the songs you buy at Apples Music Store? Right now the audio clips stream for $0.00 and you can download the pieces with a single click. Now nobody needs to stretch the imagination anymore. It is actually a no brainer - same technology, different application.

If you have iTunes installed you can directly open the site with a simple click.”

My mind is overloaded with ideas, how to make projects with that. And it comes quite at the right time where I was thinking in general about educational systems on the web and on mobile devices.

August 17th, 2005 by Tim Bruysten in telekratie, innovation

“Warnung an alle, die beim Telefonieren nebenbei ihre E-Mails oder die Schlagzeilen der Zeitung lesen: Eine neue Software aus den USA verspricht Handynutzern, das wahre Interesse des Gesprächspartners verraten zu können. Das “Jerk-O-Meter”, wie Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) ihr neues Programm nennen, analysiert die Langeweile oder Spannung des Gegenübers anhand seines Sprachmusters und seiner Stimmlage.”

Ich bin noch nicht so sicher, ob ich eine solche Erfindung als gelungene Innovation oder als Beleidigung ansehen soll. Erleichtert mir solches den Umgang, vielleicht besonders den geschäftlichen Umgang mit anderen Menschen, oder verstumpfe ich bei der Benutzung und verlerne selbst meinen Gegenüber einzuschätzen?

siehe auch:
- Mehr Handy, mehr Sex
- HANDY-SOAP
- Mobiltelefone: Die Welt im Griff
- collective news
- Star Trek Kommunikator von Siemens
- Kamera-Überwachung per Handy

extern:
- MIT - GROUPmedia: Jerk-o-Meter

August 16th, 2005 by Tim Bruysten in de:sign, tekk, innovation

“Within the Appeal environment the practices of art, usability and software development are brought together during the earliest phases of development and supported through ongoing communication and periodic in-person meetings. Appeal serves as an incubator for emerging technologies that reflect this philosophy of work.”

“To me it seems the KDE project is not only trying to improve the look & feel of KDE - they want to include design in their strategy. Finally they need to help Linux to get a competitive user experience.
It is a good sign. But we should never forget the spirit of the early 1970ies where user interface design was about inventing interaction patterns - and not so much about selecting preferable color schemes. There have been very few inventions recently (but a lot of tiny ones to be fair).”

May 27th, 2005 by Tim Bruysten in tekk, innovation, mobile

“Es geschieht nicht häufig, dass ein Unternehmen ein wirklich neues Produkt herausbringt. Nokia betritt mit dem Linux-Handheld 770 Neuland: Mit dem ersten Nokia-Produkt, mit dem man nicht telefonieren kann - und einem “Tablet”, das gar kein PC sein will.”

Interessanter Ansatz. Ich bin unsicher, ob er in dieser Form Sinn macht, weil er weniger bietet als ein guter PDA. Was mir fehlt: UMTS, WiMax und WLAN, eine Festplatte sowie DVB-T.