Archive for the '[geschichte der zukunft]' Category

November 21st, 2005 by Tim Bruysten in [geschichte der zukunft]

“Ausgerechnet die dünn besiedelte Eisinsel im Norden bekommt das schnellste Internet und die beste Handyversorgung Europas. Wer einen Breitband-Zugang will, kriegt ihn auch. Ein Fortschritt, an den sich die Grönländer schnell gewöhnen.”

Was uns dieser Artikel sagt? Das die vernetzte Gesellschaft nicht von den großen Staaten, sondern von den flexiblen angeführt werden wird. Zumindest was die große Masse der Nutzer angehen wird. Die “Early Adaptors” sind schon längst einen Schritt weiter…

November 16th, 2005 by Tim Bruysten in tekk, [geschichte der zukunft]

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“My five-year-old recently sent me her first instant message. It was one of the few words she can spell: “No.” (Surprise.) Ten years from now, when she%u2019s 15, I can easily imagine receiving the same message, but how will it be created, sent, and delivered? By typing on a computer via a desktop chat client? My guess is, probably not.”

Lesenswerter Artikel, der sich mit der technischen Seite neuer sozialer Anforderungen an das “Web2.0″ befasst.

siehe auch:
- webmontag
- The Knowledge Navigator
- educasts: Stanford on iTunes
- TV vs Web oder konvergente Medien?
- US-Wissenschaftsstiftung plant Internet des 21. Jahrhunderts
- W3C-Tag in Berlin mit Schwerpunkt “Mobile Web”

November 7th, 2005 by Tim Bruysten in kommunikation, [geschichte der zukunft]

“Die Absprache zur Brandstiftung erfolgt per SMS, das Gejohle findet auf Dutzenden Blogs seinen Widerhall: Die jugendlichen Randalierer, die nachts die Pariser Vorstädte unsicher machen, berichten danach auf Weblogs über ihre Taten.”

October 28th, 2005 by Tim Bruysten in education, innovation, wissensmanagement, [geschichte der zukunft]

Oliver Wrede pointed me to this new iTMS offer. And, of course, it’s really cool!

“While others are still resisting the idea to webcast course content online Stanford moves along by integrating (at least some of) their educational content with the iTunes Music Store. Can you see the iTunes Educational Shop coming up? One-click shopping for lectures and files that use the same DRM protection like the songs you buy at Apples Music Store? Right now the audio clips stream for $0.00 and you can download the pieces with a single click. Now nobody needs to stretch the imagination anymore. It is actually a no brainer - same technology, different application.

If you have iTunes installed you can directly open the site with a simple click.”

My mind is overloaded with ideas, how to make projects with that. And it comes quite at the right time where I was thinking in general about educational systems on the web and on mobile devices.

October 23rd, 2005 by Tim Bruysten in business, DAS NETZ, [geschichte der zukunft]

“Die deutschen Verbraucher geben immer mehr Geld für Informationstechnik aus. So sind die Ausgaben für den Kauf von Computern, Telefonen und Faxgeräten sowie fürs Internet und andere Postdienstleistungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Ein Privathaushalt zahlte 2003 im Schnitt 82 Euro im Monat für Informationstechnik und Kommunikation. Das waren 17 Euro mehr als im Jahr 1998. Das war ein Anstieg von 26 Prozent gegenüber 1998.”

“„Ende 2004 gab es in Deutschland rund 250.000 Mobiltelefone und PC-Karten dieser so genannten dritten Generation, bis zum Jahresende erwarten wir rund 2,5 Millionen“, sagt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Die Geräte seien trotz ihrer wesentlich größeren Leistungsfähigkeit inzwischen ähnlich klein, leicht und gut handhabbar wie Mobiltelefone der Vorgängergeneration GSM. Auch die Preise hätten sich angenähert.”

Egal, ob die Erwartungen an UMTS sich erfüllen, egal, ob die Nachfrage nach IT/TK Produkten weiter so steigt… Was diese beiden Zahlen uns sagen können, ist, daß wir mit einer signifikanten Akzeptanz neuer Technologien rechnen können. Uns erwartet die Einführung von IT/TK-Systemen, deren Zweck sich den Bedürfnissen der Menschen nicht nur unterordnet, sondern die mit selbigen verschmelzen, in ihnen unsichtbar werden.

Neue Technologien bedeutet die Fusion der Visionen, die mit “Location Based Services” verbunden sind, mit neuen Endgeräten (PDAs mit hochauflösenden Displays, Megapixelhandys, …), mit einem neuen Aufleben der “Folksonomy” usw. Magic times :-)

siehe auch:
- Noch mehr Statistikdaten

October 11th, 2005 by Tim Bruysten in multimedia, media, [geschichte der zukunft]

Unter der merkwürdigen und an eine fast schon vergessene Blase erinnernde Überschrift “Thomas Gottschalk geht online” schreibt die Netzzeitung über ein neues Werbeformat der Firma Neckermann, in dem Thomas Gottschalk Prominente “im Internet” interviewen soll.

“Das Fernsehen hat nach Gottschalks Meinung seine größten Erfolge hinter sich. «Die Zukunft findet online statt und falls mich dann noch einer sucht, kann er mich schon jetzt dort finden», sagte er.”

Ob der Untergang des TV bevorsteht, habe ich schon hier bezweifelt. Denn, folgendes Zitat ist völlig richtig:

“Gottschalk wolle seine Shows fortan jedoch nicht ausschließlich im Internet präsentieren: «Der Großteil meiner Fans hat mit der Fernbedienung schon genug Probleme. Denen bleibe ich in der Flimmerkiste erhalten», sagte er.”

Über das Ende der Massenmedien wird immer wieder nachgedacht: Wahrscheinlich wird ein beachtlicher Teil des “Medienkonsummarktes” immer ein reiner Rezeptionsmarkt sein. Passive Entertainmentaufnahme und Informationsassimilation dürften die wichtigsten Merkmale für diesen Bereich der Medienlandschaft sein. Auf der anderen Seite wird es einen ebenso wichtigen Bereich geben, in der die Masse zum Medium wird.

Der Vorläufer hierzu sind eben Weblogs, flickr, last.fm, del.icio.us, usw. Kombiniert mit neuen Visualisierungsmethoden, immersiven Interfaces, neuen und alten Ansätzen zu konvergenten Medienkonzepten, usw. wird aus dieser “Community” die andere Medallienseite des Medienmarktes der Zukunft werden.

Auch der Spiel widmet sich aktuell dem Thema, leider nicht sehr in die Tiefe gedacht:

“Das Web - wer wollte daran zweifeln? - bewegt sich rasant auf seine nächste Entwicklungsphase zu: Das einstige Lese- mutiert zum Multi-Medium. Leidtragende könnten diesmal Fernsehsender sein - jedenfalls wenn es den Internet-Marken gelingt, selbst ein wenig “TV” zu werden.”

siehe auch:
- Webportale experimentieren mit Online-Fernsehen
- Prognose “Web frisst Fernsehen” hat sich nicht erfüllt
- TV-Programm im Handy
- Datensichtseminar, Prof. Gasteier

und natürlich:
- send|receive (aber dazu später mehr…)

October 2nd, 2005 by Tim Bruysten in education, c-learning / e-learning, [geschichte der zukunft]

Auf dem neuen europäischen eLearning Portal gibt es einige lesenswerte Artikel. Es scheint, zumindest bei den für dieses Projekt Verantwortlichen eine ersten Einsicht in eine vernünftige Verwendung der technologischen Möglichkeiten zu geben. Ob dies irgend einen Einfluß auf eine gesamteuropäische “Bildungsrealpolitik” hat, bleibt abzuwarten.

In einem der Artikel dort heißt es:

Digital exclusion strengthens social exclusion, creating dangerous vicious circles
[…]
“Starting with the most general of perceptions, e-learning is distance learning by electronic means. This is how the concept is understood by the university and business worlds. Nevertheless, I believe that this merely instrumental description is insufficient. I think that e-learning should be something more. E-learning should include new methodologies adapted to the new possibilities that Information and Communication Technologies offer us. Anybody may set up an e-learning course made up of a series of PDF files posted on the network along with an e-mail address to which one may write if in doubt. This is unquestionably useful, as it avoids the problem of having to go to a bookshop or a library in order to get hold of the necessary text, and e-mail is definitely cheaper than the telephone, but I think that it is necessary to go much further. For me, e-learning has to consider the idea of virtual community and collaborative learning. Everybody collaborates in the educational process and the interactive capacities made available by new technologies should be used as much as possible.”

An anderer Stelle wird gefragt:

“Are the forces that generate digital exclusion different to those that generate any other form of social exclusion? Is there an example of a technology that has, alone, reduced a particular form of social exclusion? Can education really free people, or at least radically improve their lot, when all other social forces work towards their continued exploitation?”

Der wichtigste Ansatz, der in dem verlinkten Artikel berührt wird ist, meines Erachtens der, daß eLearning nicht als isolierte Institution gesehen wird, sondern in seiner Implementierung, wie auch seinen Auswirkungen tief gesellschaftlich integriert sein sollte, ja zwangsläufig ist. Wenn sich dieser Aspekt weiter herumspricht, könnte der schmalzige Geruch von Langeweile, der bisher auf diversen eLearning-Angeboten liegt weggewischt werden und eine dann wirklich sinnvolle und spannende Lernatmosphäre entstehen.

“Finally, I do believe that education is one of the few safe values that we have in the field of inclusion, whilst, as you say, the other social forces work to continue the exploitation. This is why you will see here my repeated assertion that e-inclusion must have its own pedagogical model and seek education for empowerment if it is to have any meaning.”

siehe auch:
- eLearning in der Kritik?
- Studenten nutzen häufig E-Learning
- Mobile eLearning
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- Ein Bildungsnotstand jagt den nächsten
- E-Learning in der öffentlichen Verwaltung
- Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen
- Eine zukunftsfähige Gesellschaft hat ihre Grundlage in den Lebensmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen
- Rürup für kostenlose Kindergärten statt Gratis-Studium

October 1st, 2005 by Tim Bruysten in der mensch, [geschichte der zukunft]

“An effort to create the first computer simulation of the entire human brain, right down to the molecular level, was launched on Monday.

The %u201CBlue Brain%u201D project, a collaboration between IBM and a Swiss university team, will involve building a custom-made supercomputer based on IBM%u2019s Blue Gene design.

The hope is that the virtual brain will help shed light on some aspects of human cognition, such as perception, memory and perhaps even consciousness.”

siehe auch:
- grus’lig
- Transhumanismus: Das Hirn im PC
- We are listening to a human being’s thoughts.
- Freier Wille unter Neuronenfeuer
- Menschenversuch mit Computer-Gehirn-Schnittstelle
- Schnittstelle zum Gehirn

October 1st, 2005 by Tim Bruysten in [geschichte der zukunft]

“Saul Griffith und Kollegen vom MIT Media Lab haben die Lücke zwischen Biologie und Robotik erneut verkleinert. Die Wissenschaftler haben sich selbst replizierende Ketten konstruiert, die den Rohstoff für ihre Replikation aus einem ungeordneten Reservoir von Basis-Bauelementen fischen. Die Wissenschafler beschreiben das Experiment in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature (Saul Griffith, Dan Goldwater and Joseph M. Jacobson, Self-replication from random parts, Nature Vol 437, S. 636).”

ein Video (9 MB, MOV) zeigt den Vorgang.

mobilelandscape

“several real-time maps titled ‘Digital Derive’ that visualize the volume & geographic source of cell phone usage in Graz, showing a visual conceptual layer in the use & experience of the city. thousands of mobile phones are simultaneously ‘pinged’ to establish their precise location in space at a given moment in time.”

In mehrerer Hinsicht ist dieses Projekt sehr spannend. Nicht nur weil sich durch Überlagerung mit verschiedenen Karten oder durch das Hinzufügen von Interaktionsdaten der “getrackten” Telefonbesitzer äußerst interessante Dinge über Städtebau, urbane Räume und soziologische Netze lernen lassen, sondern auch, weil es die Transparenz unserer Gesellschaft offenbart.

Es wird Zeit, daß mehr solcher Projekte in die Öffentlichkeit dringen, daß die Gesellschaft endlich diskutiert ob und wenn ja, wie weit sie sich überwachen lassen möchte.

mehr Informationen gibt es beim MIT.