Archive for the 'de:sign' Category

October 6th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign

an der aachen university of applied sciences gibt es ein sehr interessantes neues seminar mit dem titel “visperanto”. ziel ist die entwicklung einer universellen visuellen sprache. ein hoher anspruch. de-sign, im wahrsten sinne des wortes. sicherlich wird es bald eine seminar-website geben, die höchstwahrscheinlich unter http://seminare.design.fh-aachen.de/visperanto/ zu finden sein wird.

September 20th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign

das neue imac video. produktdesign in formvollendung. an dieser stelle möchte ich einmal mehr darauf aufmerksam machen, dass es auf dem it markt produkte gibt, die nicht nur schön aussehen, sondern auch einen einfachen zugriff auf die komponenten erlauben - ohne zig schrauben schrauben zu müssen. nämlich von eben dieser firma: apple. bitte - liebe pc hersteller - baut doch einmal auch solch komfortable gehäuse; klar - einige gute beispiele gibt es. aber gutes produktdesign sollte doch eigendlich die norm sein.

May 1st, 2004 by Tim Bruysten in de:sign

europe.gif
allerorts gibt es diskussionen, dass die eu-süd- und -ost-erweiterung [heute.de|europa.eu.int] das sozialniveau der westeuropäer, sowie deren arbeitsplätze gefährden wird, dass dies in einigen branchen, in einem bestimmten maß auch branchen-übergreifend, so sein wird, wird keiner ernsthaft bezweifeln wollen. doch so wie die pessimisten diese wahrheit propagandieren, heben die optimisten die chancen sozialer und kultureller, aber auch wirtschaftlicher und gesellschaftlicher natur hervor.

denn wenn die eu sich mit ihren nun über 400 millionen bürgern konsolidiert und einen vernünftigen, gemeinnützigen weg beschreiten solle, könnte sich mittelfristig die wichtigste und mit abstand größte volkswirtschaft der welt werden. wir dürfen nur nicht den fehler anderer machen, zu glauben, solche chancen können sich aus sich selbst heraus entwickeln und wenn ein solcher stand einmal erreicht ist, würde er sich aus der tatsache, dass er existiert heraus, selbst erhalten. denn asien, afrika und indien bergen jeweils ein weitaus höheres potential an “human ressources”, als es die usa und europa zusammen jemals auf die beine stellen können.

fraglos haben die usa und die europäer einen zeitlichen vorteil, doch langfristige planungen müssen berücksichtigen, dass alle menschen auf der welt einen anspruch haben, oder bald entwickeln werden, ihre kultur, ihre religion und ihren wohlstand zu mehren und für sich selbst nutzbar zu machen.

aus der beobachtung der aktuellen situation, dass eu-intern niedriglohnländer durchaus in der lage sind etablierte sozialstaaten wirtschaftlich herauszufordern könnten diese, wenn sie nicht nur kurzfristig, sondern mittel- und langfristig planen, erkennen, dass gerade in ihrer unmittelbaren historischen, wie geographischen nachbarschaft ebenfalls ein gewaltiges potential schlummert, in einigen jahren das selbge spiel mit ihnen zu spielen. von den oben genannten, weiter entfernten regionen ganz zu schweigen.

die gewaltige politsche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle herausforderung heißt also nicht, wie können wir unseren wohlstand entgegen den eu-neulingen verteidigen, sondern wie können wir diesen vermitteln, dass eine ausnutzung des sozialen gefällen zu kurzfristigen profiten, langfristig in ihrem eigenen nachteil ist, dass es vielmehr gelingen muß, ein konzept zu entwickeln, welches die integration von unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen standards in einen gemeinsamen markt erlaubt, zum _gemeinsamen_ ziel des fortschritts (siehe das nash-gleichgewicht [1] [2] im gegensatz zu Adam Smith [3]).

und was zum teufel soll all dies mit designern zu tun haben? nun, immer mehr designer verstehen sich als moderatoren -, verstehen sich insoweit selbst als medium, als dass sie katalytisch zwischen zwei polen vermitteln. warum sich dies nicht auch auf politische, religiöse oder kulturelle lebensbereiche beziehen soll, ist längst beantwortet.

doch in den meisten ländern europas, deren einziger wirklicher rohstoff eben jene lebensbereiche sind: wissen und kultur, gerade hier liegen, bei globaler wie individueller betrachtung, die chancen und herausforderungen der eu-erweiterung gerade bei den aufgaben eines designers. gilt es nicht in vielen lebensbereichen wissen, information und kommunikation grenz-, sprach- und kulturübergreifend nutzbar zu machen? kann nicht gerade hier, durch collaboratives denken und arbeiten, forschen und lernen eine unglaubliche chance genutzt werden? und gerade diese dinge zu ermöglichen - auf eine den menschen gerechte weise - ist eine eigendlich schon als klassisch zu definierende designaufgabe.

April 14th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign

“design ist alltagskultur.
gestaltete produkte prägen und spiegeln
die welt in der wir leben. design macht gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche prozesse sichtbar.

…darum möchten wir mit den 2004 ins leben gerufenen ingolstädter designgesprächen im museum für konkrete kunst in ingolstadt einen ort schaffen, an dem position bezogen werden kann.”

kaum eine rolle wird im gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen kontext so unterschätzt, wie die des designers. doch wird gerade die bedeutung des moderators und konzeptioners zwischen technik, kunst und gesellschaft, also des designers in der zukunft von exorbitanter bedeutung sein.

die globalisierte gesellschaft der zukunft wird mit sehr abstrakten sozialen und kulturellen, wie auch technischen prozessen / mechanismen konfroniert werden, zweifelsohne. und gerade an dieser stelle ist der arbeitsplatz des designers, diese schnittstelle zu analysieren, zu beschreiben und (praktische) lösungen zu entwickeln, der gesellschaft als ganzem, aber auch dem individuum, diese schöne neue welt verständlich, zugänglich und benutzbar zu machen.

die ingoldstädter designgespräche könnten ein forum sein, bei dem diese bedeutung des designers formuliert, transparent gemacht und veröffentlicht wird.

April 7th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign

Students love to ask this question: “Is there any common strategy to design?”. Then I usually reply: “Yes, clearly there are three simple common strategies!”. They are:

  • Creating order from chaos
  • Creating chaos from order
  • Copy from the best examples


[full article at wrede.interfacedesign.org]

January 20th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign, interFACE, ausschreibung

“Im Rahmen des eResult Usability-Contest 2004 vergibt die eResult GmbH zum ersten mal zwei Preise für Studenten, Wissenschaftler und Designer der Usability-Branche.

eResult Science Award Der eResult Sciene Award wird für hervorragende, wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Usability Forschung vergeben. Erwünscht sind Diplomarbeiten, Dissertationen und Forschungsarbeiten aus den Jahren 2001-2004 über Erkenntnisse zur nutzungsfreundlichen Gestaltung von interaktiven Anwendungen (Web, Terminal, Software, Mobil) sowie Methoden der (Web-)Usability-Forschung Sonderpreis: eResult Design Award Eingereicht werden können Designkonzepte, die sich durch innovative gestalterische Konzepte zur Realisierung barrierefreier Websites insbesondere für Senioren und Behinderte auszeichnen.

Die Einreichungsfrist für beide Preise ist der 30.06.2004″

[more information: usability-contest.de]

January 18th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign, interFACE, FUN, information architecture

im mehrzweckbeutel ist folgendes zu lesen:
Die Raketa ist als Armbanduhr unvergleichlich: Groß, schwer, laut und dank des 24-Stunden-Ziffernblattes auf den ersten Blick kaum zu lesen. Kurz: einfach toll.
raketa_klein.jpg
“Entschuldigung, können Sie mir bitte die Uhrzeit sagen?” wurde ich von der attraktiven Dame angesprochen. “Klar”, erwiderte ich und legte meine Armbanduhr durch leichtes Zupfen am Jackenärmel frei. “Es ist Viertel nach…, äh…, Moment…” Während der folgenden, kurzen Pause, wechselte der Gesichtsausdruck der hübschen Frau von unverbindlicher Freundlichkeit in leichte Irritation. “Nach Fünf?” fragte ich unsicher und blickte kurz vom Ziffernblatt hoch. “Nein”, stellte sie entschieden fest, “das kann nicht sein” und trat unwillkürlich einen halben Schritt zurück. “Na dann nach sechs”, murmelte ich und schob nach einem weiteren Blick auf meine Uhr rasch ein entschiedenes “Ja, genau, Viertel nach sechs” hinterher. Aber ich hatte meine Glaubwürdigkeit offensichtlich schon eingebüßt. Die Lady bedankte sich mit diesem mitleidigen Tonfall, den Frauen für erwachsene Männer übrig haben, die augenscheinlich immer noch nicht die Uhr lesen können und ging weiter.”

[full article at mehrzweckbeutel]

… dieser erfahrungsbericht zeigt einmal mehr, wie stark die gewohnheit unseren umgang mit schnittstellen jegliche art bestimmt. die informationsschnittstelle zu einer uhr wird zunächst fast unleserlich und wir müssen das lesen einer uhr fast vollständig neu lernen, wenn nur eine kleinigkeit, wie die umdrehungsgeschindigkeit eines der zeiger verändert wird.

[UPDATE 19.01.2004]
Der Mars bereitet Forschern nicht nur Freude. Er kann auch nerven. Etwa mit der Dauer seiner Tage, die 40 Minuten länger sind als die irdischen und lästige Rechnerei verursachen. Die Nasa lässt deshalb jetzt von einem kalifornischen Uhrmacher eine Mars-Uhr entwickeln.
[full article at spiegel.de]

January 11th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign, interFACE, books, information architecture

GUI Bloopers zeigt, teilweise an älteren, aber auf keinen fall veralteten beispielen, interfacefehler und gute beispiele, ausführliche erklärungen…. kurzum, sollte in jeder designerbibliothek als nachschlagewerk stehen.

January 10th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign, interFACE, the social x, business, information architecture

der maproom ist ein weblog über karten aller art:

“The Map Room is all about finding maps, map collections, map-related resources, and material about maps on the web. Anything that fits under that rubric, from medieval Mappæ Mundi to satellite imagery, and from topo maps to Tolkien, is fair game.”

geographische karten [1] und infrastruktur-karten [2] werden dort ebenso gesammelt, wie hinweise auf social software [3] oder topologien vom mars [4]

erst vor kurzem habe ich hier im weblog die “History of the Tube map” hingewiesen.

January 9th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign, interFACE, information architecture

“The striking symbol that is recognised across the globe was the brainchild of Underground electrical draughtsman, Harry Beck, who produced this imaginative yet stunningly simple design back in 1933.”
[full article at LondonUnderground]

grafik und typographie von verkehrsleitsystemen, landkarten, und ähnlichem sind eine große herausforderung für den designer; die maps der londoner tube sind vorbildlich, sie erlauben dem kenner auf einen blick die richtige route zu erkennen und london-unerfahrenen geben sie einen einfachen einblick in die zugrunde liegende systematik der underground und ermöglichen ebenso einfach auch eine komplexe route zu bestimmen.