Archive for the 'de:sign' Category

February 23rd, 2005 by Tim Bruysten in de:sign

“I frequently come across a discussion about what design is, what it does and what a designer is doing. Lately a friend suggested that some definitions of design are descriptive (e.g. “Design is X”). These definitions don’t work well in context of a scientific perspective, because they don’t imply an agenda (especially no research agenda).”

Rätselhaftes Statement:
Demnächst hier mehr zu diesem Thema.

February 17th, 2005 by Tim Bruysten in de:sign, innovation, [geschichte der zukunft]

Über dieses Thema hatte ich doch gerade erst geschrieben: Steht uns nach dem Jahrhundert der Automatisierung der Produktionsprozesse nun das Jahrhundert des automatisierten Alltags bevor?:

“Er putzt, mäht den Rasen, führt durchs Museum, pflückt Orangen oder pflegt alte Menschen: Der Service-Roboter. Technikbegeisterte Japaner würden ihn lieber heute als morgen in ihren Alltag integrieren - in Mitteleuropa herrscht da mehr Skepsis. Woran das liegt und mit welchen Ideen dem begegnet werden kann, sind die Themen der Konferenz “robotics in progress”. Im Design Zentrum Bremen wird seit Donnerstag diskutiert.”

Lesenswert ist auch folgender Absatz:

Für Heinz-Jürgen Gerdes, Geschäftsführer der Bremer Design GmbH kommt den kreativen Disziplinen eine wichtige Rolle zu: “Neben neuen Technologien und deren wirtschaftlicher Produktion sind für eine Akzeptanz am Markt auch kulturelle, soziologische oder psychologische Aspekte von entscheidender Bedeutung.”

Im Klartext: Der Roboter soll nicht nur ein schickes Äußeres bekommen. Die Kreativen sollten auch dabei gefragt werden, für welche Aufgaben die Roboter einmal eingesetzt werden könnten.

Mit anderen Worten, schon in der Konzeptionsphase, lange bevor Techniker mit dem Problem konfrontiert werden, müssen Designer in den Entwicklungsprozess integriert werden und ihn die gesamte Zeit begleiten. Nur so kann der Nutzen für den Benutzer, wie die “Total-Cost-Of-Ownership”, und zwar selbige, für alle Besitzer, die ein Produkt ein seinem Lebenszyklus einmal haben wird, voll berücksichtigt werden.

siehe auch:
- Mein Freund, der Roboter
- Mit dem Roboter in die Therapie
- Menschenversuch mit Computer-Gehirn-Schnittstelle
- flexibot
- Land der Maschinenwesen
- Designer und die Brauchbarkeit

February 15th, 2005 by Tim Bruysten in de:sign, visual communication

Ein interessanter Artikel beim “designerinaction” von Prof. Dr. Dieter Herbst:

“Bilderwelten sind visuelle Zeichen, die die Unternehmenspersönlichkeit transportieren. Sie können informieren und emotionalisieren. Das Ergebnis sind innere Bilder, die bei den internen und externen Bezugsgruppen spontan entstehen, wenn sie an das Unternehmen denken.

Den meisten Unternehmen fehlt jedoch bislang eine eigene Bilderwelt (Corporate Imagery) und damit ein Gesicht, das Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre erkennen, das sie von anderen unterscheiden können und bei dem sie sich freuen, es wieder zu sehen.”

Wichtig wäre anzumerken, dass z.B. Farbassoziationen alleine, also dass, was man unter dem klassischen “Farbleitsystem” versteht, nicht funktionieren, wenn sie keinen sinnvollen Kontext haben. Archetypen abzurufen oder anzusprechen ist sicherlich ein erfolgversprechender Weg, doch sind diese komplexer als reine Farb- oder Formschemata; wie der Artikel am Anfang ja auch richtig darstellt: Bilderwelten erfolgreichen Marketings sind Geschichten in denen alles stimmt, Stimmung, Farbe, Motiv, Story,…

Richtigerweise wird in dem Artikel auf das weitverbreitete Mißverständnis, einer Aufteilung von PR, welche mit Information und Text assoziiert wird und Werbung, die in der Vorstellung vieler hauptsächlich auf Emotionen und Bilder zurückgreift, hingewiesen. Ein erfolgreicher Marketingmanager wird diese beiden Elemente geschickt miteinander verweben und ebenso auf die subtilere Emotionalität von Texten wie die Wahrheit versprechende Aussagekraft von Bildern nutzen.

February 4th, 2005 by Tim Bruysten in de:sign

“The Untitled Project” versucht die Wirkung urbaner Kommunikation zu ergründen, das Zusammenspiel zwischen textlicher und visueller Kommunikation. Welche Rolle Spiel Text in der modernen Welt?”

January 11th, 2005 by Tim Bruysten in de:sign, innovation

Heute hat Steve Jobs die Apple Pläne für das kommende Jahr präsentiert.

Mac Mini

Die wichtigsten Neuerungen sind:
- Ein neues Apple-Model: Mac Mini
- Ein neuer iPod: iPod Shuffle
- Ein Apple-Office: iWork
- Ein neues iLife
- Ein neues Final Cut Pro

Der Mac Mini begeistert mich! Mehr muß ein Computer nicht haben. Wollen wir hoffen, dass dieses Geräte jene Revolution anstoßen wird, die dem Cube verwehrt blieb: Eine leistungsstarke Maschine die ästhetischen Ansprüchen genügt.

Den iPod Shuffle muß ich mir noch genauer zu Gemüte führen… Da bin ich mir noch nicht ganz so sicher, ob ich ihn als gut, oder nur gut gemeint einstufen soll.

Weitere Informationen gibt es:
- heise.de: MacWorld: Tanz den iPod-shuffle
- heise.de: Macworld: Apple erklärt 2005 zum Jahr von “High Definition”
- heise.de: Macworld: Der günstigste Mac aller Zeiten ist mini
- heise.de: Macworld: Kreativ-Software iLife runderneuert
- heise.de: Macworld: Apples Office-Paket heißt “iWork”
- heise.de: Macworld: Mac OS X 10.4 kommt “deutlich vor Longhorn”

- IT&W: Mac mini
- IT&W: iPod shuffle

- spiegel.de: Apple stellt Billig-Mac vor

- heute.de: Mac: Comeback mit dem Mini?

- zdnet.de: Apple bringt Mac-Mini für unter 500 Euro

January 8th, 2005 by Tim Bruysten in de:sign, culture, the social x

WDR5: “Obwohl rund 10 Millionen Menschen fremder Herkunft in Deutschland leben, mangelt es im deutschen Hilfesystem weithin an Kulturen übergreifender Kompetenz. Und Psychiater, die versuchen, Migrantinnen und Migranten in seelischen Nöten zu helfen, ohne den kulturellen Hintergrund ihrer Patienten zu berücksichtigen, machen mitunter folgenschwere Fehler.”

In der gestrigen WDR5 Sendung Leonardo wurde, neben anderen interessanten Aspekten von interkulturellen (medizinischen) Kommunikationsschwierigkeiten zum Beispiel auch darüber gesprochen, dass für einige Kulturen, ein Zeitbegriff und damit Kausalität in unserem Sinne, gar keine Rolle spielt.

“Dass der westliche Mensch gelernt hat, logisch und systematisch zu denken – worauf er ja gemeinhin stolz ist! – macht ihn also gleichzeitig anfällig für eine besonders tiefe Verstrickung in den schizophrenen Wahn. Die Ethnopsychiater, die auszogen, fremde Welten zu entdecken, haben nicht zuletzt auch einen schärferen Blick für die Kulturgebundenheit des eigenen Leids gewonnen.”

und

“Das chronologische Zeitgerüst stellt für den Vietnamesen eben nicht die vertraute Dimension dar, durch die lebensgeschichtliche Daten untereinander in eine feststehende Beziehung gebracht werden. Es ist selbst ein Faktum unter anderen, ein ziemlich belangloses.“

mehr im PDF zu Sendung

November 22nd, 2004 by Tim Bruysten in de:sign, web, interFACE, accessibility

Eine sehr interessante Studie:

“Eine aktuelle Studie der US Universität Stanford untersucht, welche Kriterien eine Webseite in den Augen ihrer Besucher glaubwürdig macht. In diesem Beitrag habe ich Teile der Ergebnisse übersetzt und um eigene Kommentare erweitert.”

auf Platz 1 mit 46,1%: Design
auf Platz 2 mit 28,5%: Struktur der Inhalte
auf Platz 3 mit 25,1%: Aufbereitung der Inhalte

Ich würde das anders zusammenfassen:
Die Plätze 1 und 2 werden von Design-Merkmalen belegt:
- auf Platz 1 mit 46,1%: Gestaltung der Website
- auf Platz 2 mit 28,5%: Struktur der Inhalte

Aber im Groben zeigt die Studie eines ganz deutlich, die entscheidensten Kriterien für die Entwicklung von Websites (und anderen Medien) werden von Designern gemacht - nicht von Technikern. Aber man darf auch eines nicht vergessen - ein Designer sollte schon wissen, wovon er redet; so unterscheiden sich gute von schlechten Designern.

Im (Interface-) Design geht es nicht nur darum, ein Medium visuell attraktiv zu machen, sondern gerade die obige Studie zeigt, dass es (siehe Plätze 2 und 3) benutzbar sein muß. Trotzdem - der erste Eindruck zählt und unsere Welt ist schon genug mit fürchterlichen Werbetafeln der dollsten Art zu plakatiert. Daher, macht gefälligst auch schöne Websites!

siehe auch:
- WebDev: Viele Kunden finden Internetauftritte großer Banken unübersichtlich

November 16th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign

Irgendwann in der näheren Vergangenheit hat Telepolis eine Layouterneuerung erfahren. Zwar ist der Schockwellenreiter da eher kritisch, ich finde es aber übersichtlicher, klarer strukturiert. Von schön kann man, meiner Meinung nach, zwar immer noch nicht sprechen, aber es ist ein Fortschritt.

October 15th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign, information architecture

…das visperanto weblog von prof. klaus gasteier.

Das Ziel dieses Seminars: Es soll ein nach eigenen Regeln (Syntax) beliebig verknüpfbares nachvollziehbares Zeichensystem aus selbstdefinierten Zeichen, Symbolen und Codes entwickelt werden, die durch ihre Kombination im weitesten Sinne wie eine einfach zu erlernende Sprache funktionieren. Nach einer theoretischen Recherche und der konzeptionellen und visuellen Entwicklungsphase soll ein interaktiver Online-Prototyp erstellt werden, der dieses System anschaulich und vorstellbar macht. Auch für den Einsatz im öffentlichen Raum können Konzepte entwickelt werden.

grundgedanken zur entwicklung visueller sprachen

folgende stadien von informationscodierung möchte ich vorchlagen:
- bilder / höhlenmalerei
- iconisierung der bilder
- abstraktere formen der bilder / zeichen
- alphabet
- binär-code
- ?

dies wäre eine stehte reduktion des “detailreichtums” der visuellen codierung, bis hin zur binären darstellung - die jedoch eine immer komplexere und effizientere möglichkeit der informationsrepräsentation bieten, da die kombinierbarkeit immer einfacher wird.

als einfachster einstieg in die entwicklung einr visuellen sprache erscheint mir eine unterteilung der symbolik in verschiedenen aussagebereiche:

zum beispiel:
- farbigkeit für emotionen
- grundformen (punkt, kreis, strich, dreieck, quadrat, …) für aussageformen
- details für konkrete information

dabei kann die kombination von farben und die ausrichtung von formen (dreieck auf der spitze stehend vs. dreieck auf der seite stehend) eine weitere informationsdimension liefern.

ähnlich der beschilderung im europäischen straßenverkehr.

wichtig scheint mir noch der aspekt, zu welchem zweck die sprache entwickelt wurde, bzw. in welchem kontext sie eingesetzt wurde / wird.

die phönizer, schöpfer der ersten schriftsprache, haben die visuelle sprache auch direkt benutzt um ein gesetz zu formulieren, was nun von jedermann nachgelesen werden konnte und welches vorallem auch gesetze wirklich fixierte.

doch welchen grundzweck mag es für die entwicklung der sprache gegeben haben?
- verarbeitung von erlebtem? (höhlenmalerei)
- weitergabe von informationen?
- handel / landwirtschaft (bessere möglichkeit der strukturierung durch zahl- und zeichensysteme)?
- ….?

October 9th, 2004 by Tim Bruysten in de:sign

auf der dzug5 bestätigt sich leider wieder mal ein vorurteil, dass entwickler wie auch entscheider eher technische probleme oder kostenstellen im vordergrund von investitionsentscheidungen sehen. ein weiterer grund die exorbitante wichtigkeit den entwicklungsprozess von designer führen zu lassen, hervorzuheben. viele der hier (dzug5) referierenden berichten immer wieder von schwierigkeiten: “das webdesign machen wir dann hinterher noch kurz”. vielerorts wird anscheinend nach wie vor vergessen, dass der erfolg eines systems von der nutzerakzeptanz und nicht von technischen vorteilen oder kostenstellen abhängig ist.

der leider immer noch weitverbreitete irrtum, dass die benutzerführung von den technischen grundlagen definiert sein muß, degradiert die techniker zu nicht-anpassungsfähigen scheuklappen-arbeitern. ein offener umgang zwischen konzeptionern, gestaltern, technikern und kostenstellen kann daher nicht oft genug gefordert werden.