Charles Eames was asked the question,
“What are the boundaries of design?”He answered,
“What are the boundaries of problems?”
sehr schön, gefunden hier.
Charles Eames was asked the question,
“What are the boundaries of design?”He answered,
“What are the boundaries of problems?”
sehr schön, gefunden hier.
Die Zeitschrift Form hat zu ihrem 50 jährigen Bestehen ihr Archiv geöffnet. Das ist sehr löblich, gut und sehenswert. Das Interface könnte jedoch noch deutlich besser sein. Ein PDF-Download wäre ebenfalls cool.

Diese witzige und sicherlich eindrucksvolle Visualisierung habe ich gerade bei information aesthetics gefunden. Ein gutes Beispiel dafür, wie durch Sichtbarmachung von Unsichtbarem eine drastische Änderung der Realitätswahrnehmung erfolgen kann. Zahlenkollonnen auf dem Papier könnten, obwohl sie sicherlich präziser sind, nicht im geringsten diese Wirkung auf einen Betrachter ausüben.
siehe auch:
- Datasmoke
- The World as you’ve never seen it before
Bei A List Apart ist ein interessanter Artikel zum Thema “Paper Prototyping” erschienen, diese, leider häufig total unterschätzte Entwicklungs- und Kreativmethode hat es verdient, in den Fokus gerückt zu werden. Zahlreiche Projekte der Software und Webentwicklung könnten mit Hilfe dieser Methode deutlich schneller, besser und mit weniger Rekursionsschritten produziert werden.

Besonders bei knappen Budgets oder unbekanntem Terrain ist diese Methode gut geeignet, im Vorfeld strukturelle Fehler zu finden und zu lösen. Aber auch die Konzeption der Gestaltung läßt sich sicherer und zielgerichteter durchführen, wenn kritische Stellen durch Tests mittels Paper Prototyps bekannt sind.
Unter dem Titel “The Language of Interaction: Rich Interfaces, Networks and Design Patterns” schreibt Austin Govella:
“We (mankind) didn’t survive because we’re stronger, faster or heartier. We survived because we talk fast. […]
Our evolutionary success depends on our operation as networked animals. In many ways technology is an expression of the human network, but technology doesn’t measure up. The human network uses three highly advanced interfaces capable of accurately transmitting large amounts of information: internal dialog, verbal dialog and sexual dialog. Our technologies can never transmit as much information as clearly in as little time, so we consistently and constantly evolve our technological interfaces towards the quality of our three innate dialogs. In retrospect, it was fate that we should move towards rich interfaces both on the Internet and in the physical world – Web 2.0 and ubiquitous computing.”
Der Artikel plädiert für eine (bessere,) kontextbezogene Sprache zur Beschreibung von Interfaces und Interaktion. Lesenswert…
Im Aachener Boxgraben steht wieder die Diploma an. In knapp zwei Wochen werden die Design - Diplomanden des Sommersemesters 2006 ihren großen Auftritt haben. Wie immer die Empfehlung: Hingehen, sehenswert.
Doch auch die Diploma Website ist sehens-, beziehungsweise hörenswert. Ein interessantes Audio-Interface.
Durchaus einen Besuch wert, die Diploma 2006 der Design-FH-Aachen, wie ich heute festgestellt habe.
Jeder möge sich sein eigenes Bild machen, doch ich habe zu verkünden, daß es eine bunte Mischung unterschiedlichster Designbegriffe ist, die in vielen Fällen gut und einigen Fällen hervorragend präsentiert werden. Besonders cool, die “Walz 3000“.
Update
Die Fotos sind hier.
In der aktuellen Interfacedesigndiskussion wird viel über “Flow” und die Abgrenzung dieses Begriffes zum Thema “Usability” gesprochen. Das Folgende ist ein Zwischenstand, eine Zusammenfassung bisheriger Überlegungen. Als Anregung und für Kritik gedacht.
Wikipedia schreibt dazu:
With flow the psychologist Mihaly Csikszentmihalyi names the feeling of complete and energized focus in an activity, with a high level of enjoyment and fulfillment.
As Csikszentmihalyi sees it, the components of a flow producing activity are:
- We are up to the activity (it’s not too hard or too easy).
- We can discern the rules.
- The activity has clear goals.
- The activity has direct feedback.
- We are able to concentrate on the activity.
- We feel that we control the activity.
- Our worries and concerns disappear.
- Our subjective experience of time is altered.
Not all of these components need to be present together for flow to be experienced.
Ich habe nachdedacht, welche Tätigkeit nicht nur den Flow am besten verdeutlicht, sondern auch seine Abgrenzung zu den Themen des “Experience Design” und der Usability. Zur Zeit möchte ich das Tanzen nennen. Denn hier wird besonders deutlich, daß eine Einbeziehung der Umgebung und das richtige Abwägen des Schwierigkeitsgrades besonders wichtig ist, diese Tätigkeit sinnvoll und unfallfrei durchführen zu können. Gleichzeitig entsteht selbiges aber auch aus dem Tanzen selbst heraus.
Auch andere Punkte werden berührt. Die Transformation der Zeit, Feedback, Kontrolle, Konzentration…
Die Usability des Tanzens ist sozusagen die Beschäftigung mit den richtigen Schuhen, dem richtigen Boden und der Sorge, daß nichts im Wege steht. Doch es ist deutlich, daß der Tänzer selbst einen entscheidenden Anteil daran trägt, wie das Ergebnis und wie sein Gefühl beim Tanzen ist.
Beim Experience Design geht es darum, der ingenieurswissenschaftlichen Anmutung (frei nach Oliver Wrede) der Usability-Gemeinde einen Gegenpunkt zu setzen, der anerkennt, daß es mehr gibt, als eine technisch perfekte Nutzenoptimierung. Daß nämlich letztere im Auge des Betrachters, respektive des Benutzers liegt. So beschäftigt sich das Experience Design mit der Frage, welche Erfahrungen der Ausführende bei einer Tätigkeit macht.
So wird der Mensch vom Benutzer zum Ausführenden. Eine Anerkennung seiner Rolle, gerade wenn man von Softwarekonzeption redet. Allzu oft wird an dieser Stelle die Software mit dem Ausführenden verwechselt.
“Experience design is an approach to the design of products, services and environments based on a holistic consideration of the users’ experience. Experience design is therefore driven by consideration of the ‘moments’ of engagement between people and brands, and the memories these moments create. Also known as experiential marketing, customer experience design, experiential design, brand experience.”
Flow braucht beides. Das Innen des Ausführenden und ein sinnvoll und angenehm zu erschließendes Außen. Wobei das Außen das Tanzen (oder den Umgang mit einer Software) genauso enthält, wie Umwelt und Kontext der Tätigkeit, aber auch die technische Möglichkeit, Dinge zu tun. Richtig spannend wird es in dem Augenblick, in dem der Gegenstand des Flow Teil einer Interaktion zwischen mehreren Menschen ist. Paartanz, beispielsweise.
siehe auch:
- Was ist der Flow?
- Interfaces for Staying in the Flow
- Sind 90 % aller Usability-Tests nutzlos?
- When user interfaces fail
- Use Cases and interaction design
extern:
- Continuity-Weblog
Auf der Website der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich findet sich ein lesenswerter Text zur Designtheorie von Norbert Bolz. Doch, so sehr mich der Text an einigen Stellen zustimmen läßt, so sehr mag ich ihm an anderen widersprechen.
Der Text ist lesenswert, weil er einen guten Überblick über einen möglichen Designbegriff, der einen bestimmten Designbereich abdeckt, gibt. Allerdings kann er nur eine Zwischenstufe in einem Prozess darstellen, da er an vielen Stellen erheblich weiterzuentwickeln ist und einige grobe Unstimmigkeiten und Fehler enthält (so meine Einschätzung).
Zustimmen kann ich, wenn der Text sagt: “Design ist die Technik der Differenz, die zählt”. Doch muß ich dem Schluß “Design ist benutzerfreundlich – oder hat es zu sein; das heißt es bleibt bei der Entfaltung der Oberfläche.” zutiefst widersprechen. Ein Designbegriff, der sich selbst als reine Schnittstellenwissenschaft definiert, kann nicht meiner sein und ist, meiner Ansicht nach, auch nicht nachhaltig.
Hier auf den ganzen Text einzugehen, würde den Platz, den ich Artikeln in diesem Weblog einräume, deutlich sprengen. Doch eine These interessiert mich besonders, der Autor beschreibt das Design “als funktionales Äquivalent für Religion”. Daher hier ein kleiner Abriss, der ein Denkmodell zeigen soll.
Ohne die Selbstüberschätzung zur Designdisziplin zu erheben, kann man, wenn man diese Aussage etwas anders beleuchtet, zu interessanten Einsichten kommen. In der Kürze kann man so viel sagen, daß gestaltete Kulturausprägungen dem Menschen seit er gelernt hat, sich und seine Umwelt zu reflektieren, einen Schutzmantel vor der Erkenntnis der Einsamkeit geboten haben. Dies waren beispielsweise Religionen oder politische Ideologien, aber auch, und dies nicht nur zu heutigen Zeiten, Marken und Prestigeobjekte, Mittel der Kommunikation und Informationsspeicherung… Objekte oder Methoden, die dem Menschen die Möglichkeit zur Orientierung, zur Ordnung seines Weltbildes gaben. Eben Methoden zur Differenzierung.
Eine Urbedeutung von Design ist die “Bezeichnung”. Es ist (auch) eine Methode, oder besser, es bietet Methoden zur Beschreibung der Umwelt und dies in einer Weise, die dem Gebrauchsnutzen der Menschen entsprechen soll. Dazu benutzt es Medien und hierin z.B. die Mittel der visuellen Gestaltung als Werkzeuge zur Umsetzung dieses Ziels.
Doch ohne eine tiefe und umfassende Reflexion des sozialen, soziologischen, des anthropologischen (…) Umfeldes würde Design wirklich nur eine “Oberflächengestaltungs-Wissenschaft” sein; was seinen Möglichkeiten nicht gerecht werden würde…
Na sowas, gutes Design hilft dem Benutzer ein Produkt besser zu verstehen und reduziert die Supportkosten für den Hersteller erheblich? ;-) In vielen Unternehmen wird diese Behauptung auf eine grandiose Form der Skepsis stoßen: Ignoranz.
Bei softwareceo gibt es einen interessanten Artikel, der ganz gut beschreibt, wie ein Designteam in einen Softwareentwicklungsprozess integriert werden muß, damit Software-Produkte von einem notwendigen Übel zu einem großartigen Werkzeug werden können. Nicht daß dies nicht eigentlich klar wäre, aber es ist immer gut, gute Zitatquellen zu haben…