Archive for the 'DAS NETZ' Category

July 22nd, 2005 by Tim Bruysten in DAS NETZ

“Der A-Root steht in Amsterdam. Das sagt zumindestens UNIDT, ein niederländisches Unternehmen, das eine fast perfekte Kopie der klassischen, von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) verwalteten Rootzone aufgesetzt hat. Auch hier gibt es 13 Rootserver, und davon stehen nur vier in den USA. Auch hier gibt es eine byzantinische Aufsichtsstruktur unter dem Namen Internet Names Authorization & Information Center (INAIC) samt einem INAIC World Council, der dafür sorgt, dass alle vergebenen Top Level Domains auflösbar sind im Netz.”

Ich bin ja nicht sicher, ob man Feuer mit Feuer bekämpfen sollte, zumindest, wenn es nicht wirklich um Feuer geht…

siehe auch:
- USA besteht auf Vetorecht in der ICANN

July 3rd, 2005 by Tim Bruysten in DAS NETZ

“Die US-Regierung will auf unbestimmte Zeit die Kontrolle über den Internetverkehr behalten. Das erklärte der Abteilungsleiter für Kommunikation und Information im US-Wirtschaftsministerium, Michael Gallagher, am Donnerstag in New York. Dies ist eine Abkehr von bisherigen Erklärungen der USA, die ihr Vetorecht über die Zentralregister zur Steuerung der Internetkommunikation unter bestimmten Voraussetzungen aufgeben wollten.”

Für mich endet die Frage nicht an dem Punkt, ob es fair und demokratisch zu legitimieren ist, daß sich die US-Regierung dieses Recht herausnimmt, sondern ob es nicht gar gefährlich ist, dieses Verhalten der USA zu tolerieren. Wahrscheinlich wäre die ICANN am besten unter den Fittichen der UNO aufgehoben… angesichts der Medienlandschaft innerhalb der USA, die sicherlich kein Vorbild für demokratische Strukturen und umfassende Meinungsfreiheit darstellt (siehe dazu div. Artikel im Telekratie-Weblog), würde ich mir eine diesbezügliche Initiative wünschen.

May 31st, 2005 by Tim Bruysten in tekk, DAS NETZ

“In den USA ist der erste Fall einer neuen Sicherheitsbedrohung aus dem Internet bekannt geworden. Auf einem von Hackern attackierten Computer wurden Dokumente wie Texte, Bilder und Tabellen so verschlüsselt, dass der Besitzer sie nicht mehr öffnen konnte. Die Täter verlangten für die Freigabe der Daten eine Art Lösegeld von 200 Dollar (160 Euro)”

May 30th, 2005 by Tim Bruysten in information architecture, DAS NETZ

“an OPTE visualization of the routes involved with DDoS attacks, showing how a single attack can flow over nearly the entire Internet. the graph center is the target of the DDoS attack, edges are the zombie/bot clients attacking the center, colors represent different countries involved.”

May 27th, 2005 by Tim Bruysten in augmented reality, Datenschutz, open source, DAS NETZ, datensicht

“Amerika ist immer eine Reise wert. Mancher bereitet seinen Trip sorgfältig vor, bei der Reiseplanung helfen Dienste wie Google Maps: Auf den Satelliten-Bildern ist alles zu finden, was man finden will. Bis hin zum Standort von Stealth-Bombern - Wegbeschreibung inklusive.”

Es gab ja schon diverse Utopien, die sich damit auseinander gesetzt haben, was passiert, wenn jeder Zugriff auf jede Information hat. Auch auf alle personenbezogenen Daten. Welch entsetzliche Auswirkungen dies haben kann, wird schnell deutlich, wenn man nur ein wenig weiterdenkt…

Ich empfehle als Lektüre:
- Schöpfung für Anfänger von Rupert Morgan

May 9th, 2005 by Tim Bruysten in DAS NETZ, [geschichte der zukunft]

Das Internet scheint von seinen eigenen Freiheiten gefangen genommen worden zu sein. Zumindest erweckt sich dieser Eindruck, wenn man Artikel wie “Der Internetslum” oder “Internet ist ein Schrotthaufen” liest. Tatsächlich ist es so, daß ein Großteil des Datenverkehrs durch das Internet verursacht wird von allem Möglichen, was von den Benutzern im Grund keiner will. Angefangen bei halbwegs “ehrlicher” Werbung, über Spam, Pishing-Attacken und Pornobelästigung, über direkte Hacking-Versuche auf Webserver bis hin zu ebensolchen Versuchen, auf meinen eigenen Rechner. Von Viren, Würmern und Trojanern ganz zu schweigen. Auch steigt der Aufwand, sich von solchem zu befreien, immer weiter an.

Daher werden Stimmen, die eine strikte Kontrolle der im Internet agierenden Akteure fordern immer lauter. Im Grunde zeigt dieser Trend nur eins. Das Internet wandelt sich von einem Eliten- zu einem Massenmedium. Es bildet immer mehr und stellenweise stark überzeichnet, die wirklichen Bedürfnisse und Interessen seiner Benutzer ab. Wer versucht, diesem Phänomen mit Zensur und Kontrolle Herr zu werden, läuft in die falsche Richtung, denn er verkennt genau dies.

Der Gegentrend ist auch schon zu sehen. Das Internet wird nicht dadurch zum globalen Dorf, daß es mir ermöglicht jedem eine Nachricht zu schreiben, die innerhalb von Minuten zugestellt wird, es wird dadurch zum globalen Dorf, daß es Bildung von sozialen Gruppen gibt. Man kennt sich, man zitiert sich und verweist aufeinander und demonstriert damit nach außen, zu welchem “Clan” man gehört und spielt zu den Regeln dieses Clans.

Ansätze in dieser Richtung sind nicht nur zu finden in Weblogs, Communities und Foren, sondern auch in Ansätzen wie mates oder FOAF. Zwar gilt nach wie vor die These “Social Nets Not Making Friends“, doch gibt es neben diesen künstlichen “Social Nets” auch eine natürliche Entwicklung, in der Interessensgemeinschaften von Mensch zu Mensch entstehen, jenseits der direkten kommerziellen Nutzbarkeit der Anbieter der “social”-Plattformen.

Projekte wie Wikipedia offenbaren dies; doch scheinen Menschen institutionalisierten Autoren in manchen Fragen den Vorrang zu geben (siehe auch “Encarta Online goes Wikipedia“).

Das simple und scheinbar unscheinbare Fotos in Weblogs schon zu Kündigungen geführt haben, scheint sich ebenfalls herumgesprochen zu haben und ist nur ein Symbol dafür, daß den Autoren eine Schere im Kopf wächst, weil sie zunehmend begreifen, daß die Rezepienten von Websites die gleichen Menschen sind, die auch in der “realen Welt” anzutreffen sind; also auch Vorgesetzte oder Nachbarn.

Gleichzeitig muß gesagt werden, daß durch Projekte wie persönliche Weblogs und Flickr die Authentizität der Autoren zu steigen scheint. Doch das ist eine andere Diskussion. Das Internet steht vor einer harten Bewährungsprobe. In den nächsten Jahren wird die Zahl der Benutzer weiter steigen. Nicht unbedingt mehr in den Industrienationen, im globalen Kontext aber wohl. Dementsprechend wird auch die Menge der Herausforderungen zunehmen. Doch liegt, wie so oft in der Geschichte der Denkfehler für eine Zukunftsvision darin, daß die Gegenwart in größerer, überdimensionaler Form als konkrete Darstellung der Zukunft gesehen wird. Innovationen waren aber in er Regel struktureller, vielleicht von qualitativer aber selten von quantitativer Art.

May 4th, 2005 by Tim Bruysten in DAS NETZ

“Das Internet ist nach Ansicht des US-Computerexperten und Philosophen Prof. Joseph Weizenbaum ein “Schrotthaufen” und verführt die Menschen zur Selbstüberschätzung.

“Das Ganze ist ein riesiger Misthaufen, der Perlen enthält. Aber um Perlen zu finden, muss man die richtigen Fragen stellen. Gerade das können die meisten Menschen nicht.”

Den kritischen Ansatz halte ich für richtig, die Schlußfolgerungen, die Prof. Weizenbaum zieht, jedoch für falsch. Es ist nicht der generelle Einsatz von Computern und Netzwerken (globalen Wissensnetzen), die zu “Apfelmus” im Gehirn führen, sondern der falsche Einsatz selbiger.

Das Internet ist ein unschätzbares Werkzeug, wenn man es denn richtig bedienen kann; wenn der einzelne Rezipient zu kritischem Diskurs in der Lage ist. Wie aber soll er, ohne die Medien zu nutzen, einen kritischen Diskurs mit den Medien erlernen können und wie soll sich dieser Diskurs zu einem Dialog entwickeln, wenn Medienmacher wie Mediennutzer, wie es heute an vielen Stellen der Fall ist, zu gravierenden Fehleinschätzungen der eigenen Rolle neigen, bzw. ihre Rolle, wie die des Mediums überhaupt nicht richtig definieren können.

Es wäre grundfalsch, die Chancen des Internet’ nicht nutzen zu wollen, weil eine falsche Nutzung zu Problemen führen kann; vielmehr sollte ein offener und kritischer Umgang mit dem Internet und natürlich auch allen anderen Medien gelehrt und gelernt werden. Was wieder auch das schon oft zitierte Bedürfnis nach einer unabhängigen Kultur in und mit globalisierten Medien […] referenziert.

January 16th, 2005 by Tim Bruysten in FUN, DAS NETZ

Die 100 ältesten .com-Adressen. Gefunden bei Megawatt.

Apple.com ist dabei, Microsoft.com nicht…

January 10th, 2005 by Tim Bruysten in DAS NETZ

“Der Anteil der erwachsenen Deutschen, die einen Zugang zum Internet haben, ist nach Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen Online (FGW Online) im vierten Quartal 2004 auf 62 Prozent gestiegen.”

Weil mittlerweile fast zwei Drittel aller Bundesbürger online sind, schwächt sich der Internetboom in Deutschland ab: In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres stieg der Anteil der erwachsenen Deutschen, die über einen Internetzugang verfügen, im Vergleich zum vierten Quartal 2003 nur noch um vier Prozentpunkte auf 62 Prozent an, wie die Forschungsgruppe Wahlen (FGW) Online unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage am Montag in Mannheim mitteilte.

Mhh…
- Medien und Demokratie
- Studie: Im Schnitt ein Computer für zwölf Schüler
- kinder und medien
- Ein Bildungsnotstand jagt den nächsten
- Medienmanagement im Schulsystem (tut Not)
- E-Learning wird Alltag
- Der Unterricht wird zum Lokaltermin
- Grundlage für vernetztes Wissensmanagement wird geschaffen
- Forscher warnt vor “Googlesierung” der Ausbildung
- schlaumäuse bundesweit angelaufen

January 10th, 2005 by Tim Bruysten in DAS NETZ

“Deutschland verliert den Anschluss: Bei der Verbreitung schneller Internet-Zugänge liegt die Bundesrepublik EU-weit nur im Mittelfeld. Gerade einmal 6,6 Breitbandleitungen pro 100 Einwohnern zählte die EU-Kommission in Deutschland. Zum Vergleich: In Dänemark sind es 15,6 von 100. Spitze sind hierzulande nur die Preise.”