Der Film über die Legende Ray Charles Robinson; ein lohnender Kinogang, der nicht nur einen musikalischer Hochgenuß bietet, sondern auch Hintergrundinformationen zu der jeweiligen Zeit liefert, ohne jedoch belehrend zu sein, sondern unterhaltend bleibt.
Archive for the 'culture' Category
WDR5: “Obwohl rund 10 Millionen Menschen fremder Herkunft in Deutschland leben, mangelt es im deutschen Hilfesystem weithin an Kulturen übergreifender Kompetenz. Und Psychiater, die versuchen, Migrantinnen und Migranten in seelischen Nöten zu helfen, ohne den kulturellen Hintergrund ihrer Patienten zu berücksichtigen, machen mitunter folgenschwere Fehler.”
In der gestrigen WDR5 Sendung Leonardo wurde, neben anderen interessanten Aspekten von interkulturellen (medizinischen) Kommunikationsschwierigkeiten zum Beispiel auch darüber gesprochen, dass für einige Kulturen, ein Zeitbegriff und damit Kausalität in unserem Sinne, gar keine Rolle spielt.
“Dass der westliche Mensch gelernt hat, logisch und systematisch zu denken – worauf er ja gemeinhin stolz ist! – macht ihn also gleichzeitig anfällig für eine besonders tiefe Verstrickung in den schizophrenen Wahn. Die Ethnopsychiater, die auszogen, fremde Welten zu entdecken, haben nicht zuletzt auch einen schärferen Blick für die Kulturgebundenheit des eigenen Leids gewonnen.”
und
“Das chronologische Zeitgerüst stellt für den Vietnamesen eben nicht die vertraute Dimension dar, durch die lebensgeschichtliche Daten untereinander in eine feststehende Beziehung gebracht werden. Es ist selbst ein Faktum unter anderen, ein ziemlich belangloses.“
mehr im PDF zu Sendung
Die Zeit präsentiert ein neues Weblog - ein Weinlog, sozusagen: bordeaux.blogg.de
Zum Thema der Zensur, ganz allgemein und sehr speziell habe ich hier (siehe unten) auch schon einigen Senf verbreiten, doch hat Megawatt eine tolle Quelle dazu ausgegraben:
“Auf diesem Video (bei iFilm, einfach nur auf “play” drücken) diskutiert Franz Zappa mit Leuten, die den Inhalt von Popsongs zensiert sehen wollen. Erst bleibt er ganz ruhig, und dann legt er los - ganz, ganz großes Kino (1986).”
siehe auch:
- 21C3: Hacker fürchten Orwellsche Zensurmöglichkeiten durch Trusted Computing
- Bundestag fordert deutsche Musikquote im Radio
- T-Online sperrt Websites
- quote oder zensur?
- kinder und medien
- die olympiakampagne des zdf und die bildsprache von leni riefenstahl
- Uno-Schutz für das Internet
- Weblogging ist für die Identitätsbildung und die Freiheit des Gedankens sehr wichtig
“Als die Ärzte seinen Leichnam obduzieren, finden sie gerade noch zwei funktionsfähige Organe. Tribut an Arbeitswut und Krankheit. Schiller nimmt keine Rücksicht auf seinen Körper, schreibt nächtelang durch und stirbt, gerade 45 Jahre alt, am 9. Mai 1805. 200 Jahre und etliche Denkmäler später ist klar: Der Mann hat sich nicht umsonst so ausgebeutet.”
Die ARD stellt den großen Dichter in “seinem” Jahr 2005 in über 75 Sendungen vor. Ich möchte mich den Huldigungen anschließen, in dem ich den Meister mit einem Vers zitiere, der immer wieder Dichtung zu Wahrheit werden läßt.
Drei Worte nenn’ ich euch, inhaltschwer,
Sie gehen von Munde zu Munde,
Doch stammen sie nicht von außen her;
Das Herz nur gibt davon Kunde.
Dem Menschen ist aller Werth geraubt,
Wenn er nicht mehr an die drei Worte glaubt.
Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,
Und würd’ er in Ketten geboren,
Laßt euch nicht irren des Pöbels Geschrei,
Nicht den Mißbrauch rasender Thoren!
Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,
Vor dem freien Menschen erzittert nicht!
Und die Tugend, sie ist kein leerer Schall,
Der Mensch kann sie üben im Leben,
Und sollt’ er auch straucheln überall,
Er kann nach der göttlichen streben,
Und was kein Verstand der Verständigen sieht,
Das übet in Einfalt ein kindlich Gemüth.
Und ein Gott ist, ein heiliger Wille lebt,
Wie auch der menschliche wanke;
Hoch über der Zeit und dem Raume webt
Lebendig der höchste Gedanke,
Und ob Alles in ewigem Wechsel kreist,
Es beharret im Wechsel ein ruhiger Geist.
Die drei Worte bewahret euch, inhaltschwer,
Sie pflanzet von Munde zu Munde,
Und stammen sie gleich nicht von außen her,
Euer Innres gibt davon Kunde.
Dem Menschen ist nimmer sein Werth geraubt,
So lang er noch an die drei Worte glaubt.
siehe auch:
- heute.de: Wo liegt Friedrich Schiller?
“Die Beethoven-Sammlung in Bonn ist heute mit einem digitalen Beethoven-Haus online gegangen. Mehr als 5000 Kopien historischer Dokumente werden im digitalen Archiv unter www.beethoven-haus-bonn.de erstmals frei verfügbar multimedial im Internet präsentiert. Die Archive waren bisher nur für Forscher und Interpreten zugänglich.”
Der erste digitale Adventskalender des Jahres kommt dieses Jahr von der EKD.
“Am 22. November heißt es: Start frei für die multimediale Adventskalender-Werkstatt.
Sie haben dann die Möglichkeit, für sich einen Adventskalender zu bestellen, der jeden Morgen als E-Mail ankommt. Oder Sie können einen Adventskalender an Freunde und Bekannte verschenken.
Oder Sie können für sich und andere einen ganz individuellen, virtuellen und multímedialen Adventskalender zusammenstellen. Vielleicht beginnen Sie schon jetzt Bilder zusammenzustellen, eigene Texte zu schreiben und Musikstücke zu sammeln?”
Bei Quarks&Co am 23.11.2004:
Zur Zeit gibt es etwa 6.000 Sprachen weltweit. Wissenschaftler schätzen, dass die Hälfte davon im nächsten Jahrhundert verschwinden werden. Mit der Sprache stirbt ein Teil der Kultur und der Identität der Völker.
“Für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sind die Medien «Gradmesser für den kulturellen Zustand des Landes». Sie berichteten nicht nur einfach über Ereignisse, sondern «determinieren auch das gemeinsame Forum der Verständigung über die Welt und sind Teil der Entwicklung kultureller Identität», sagte Lehmann am Montagabend im Hamburger Rathaus bei der Verleihung des Katholischen Medienpreises der Deutschen Bischofskonferenz. “

