
Konstantin ist gerade in China und berichtet von seinen Erfahrungen: “Chinesen denken in Bildern, und die Sprache/Schrift hat radikale Auswirkungen auf Gesellschaft, Individual- und Konsumverhalten. Was bedeutet es für das Design?

Konstantin ist gerade in China und berichtet von seinen Erfahrungen: “Chinesen denken in Bildern, und die Sprache/Schrift hat radikale Auswirkungen auf Gesellschaft, Individual- und Konsumverhalten. Was bedeutet es für das Design?
Seit dem Computerspiele als Massenphänomen auftreten, werden sie in der Öffentlichkeit kontrovers, aber nicht unbedingt umfassend oder ausgeglichen diskutiert. Schlagzeilen, die die breite Masse erreichen, handeln meißtens von der Vermutung, Computerspiele würden computersüchtige gewaltbereite Wahnsinnige produzieren.
Den gleichen Vorwurf des Realitätsverlustes des Rezepienten hat man schon Romanen und Kinofilmen gemacht, zu anderen Zeiten. Und eine verallgemeinerte Betrachtung zeigt auch zunächst nur die Erkenntnis, daß Menschen eben Menschen sind, weil sie mit den ihnen verfügbaren Technologien spielen, schon zu allen Zeiten.
Heise zitiert den Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx, der postuliert, Computerspiele, besonders komplexe Rollenspiele, würden die Intelligenz des Spielenden fördern:
Dabei ließen sich “Kooperation, Kampf um Konkurrenz, strategisches und taktisches Denken” lernen. “Es ist das ideale Trainingsinstrument für die Fähigkeiten, die wir in Zukunft besonders brauchen: Kombinationsgabe, strategisches Denken und emotionale Intelligenz.” Entscheidend seien die drei Ebenen des Spiels, das ganze Generationen fasziniere: “Psychologie, Anthropologie und Ökonomie.
Bezugnehmend auf Kritiker heißt es weiter:
“Die Bedenkenträger sind vor allem die Medien. Und dann gibt es immer eine Menge von Leuten, die ihre alten Privilegien gegen die Newcomer verteidigen wollen. Das ist eine unselige Tradition.” Und weiter: “Die Kirche hat ebenfalls versucht, Kulturtechniken zu dominieren – die Leute sollten Latein lesen und die Bibel studieren, alles andere galt als abwegig. Dabei entwickeln sich neue Medien immer durch eine Art Verdauungsprozess. Es kommt eine neue Technologie auf, man experimentiert damit, und dann lernen Menschen langsam, sinnvoll damit umzugehen.”
In dem Artikel wird nicht verschwiegen, daß der übermäßige Konsum jedes Mediums zu Problemen führen kann.
Der Ansatz, das mit Spielen komplexe Mechanismen sozialer Interaktion gelernt werden können, ist Grundlage jeder Kulturwerdung des Menschen. Aber dies im Kontext der Möglichkeiten und einer vernetzten Gesellschaft in der Öffentlichkeit neu zu begreifen, wird wohl noch einige Zeit dauern. (siehe auch: Neue Technologien erweitern die soziale Interaktion)
Die öffentliche Meinung steckt noch mitten im von Horx “Verdauungsprozess” genannten Vorgang der Assimilation der “neuen” Technologien; oder besser, in der Austestung und Assimilation der distributiven, kommunikativen und kollaborativen Möglichkeiten dieser Technologien (siehe auch: Readers Edition, Symbiotic Web). Designer können mit ihren Methoden helfen, diesen Vorgang einfacher, bewußter und überschaubarer zu machen.
siehe auch:
- Pädagoge stellt brutale PC-Games und Personen-Umfeld in Zusammenhang
- Multimedia erobert die Kindergärten
- Die Realität ist nicht genug
- Konsolidierung des Krieges
- Kinder werden immer dümmer
- Alternative Reality Games
iRomance, ein lustiger kleiner Kurzfilm, der die Romantik der Zukunft mit den Klischees von Gestern parodiert. Nett gemacht. Ein klitzekleiner Ausflug in die Welt der Singularität.
siehe auch:
- The Knowledge Navigator
- Miss Digital World
Ein sehr interessantes Projekt; User können kostenlos Bücher hören oder sich am Ausbau der Bibliothek beteiligen:
“LibriVox volunteers record chapters of books in the public domain, and then we release the audio files back onto the net (podcast and catalog). Our objective is to make all books in the public domain available, for free, in audio format on the internet. We are a totally volunteer, open source, free content, public domain project.”
siehe auch:
- educasts: Stanford on iTunes
- Kostenlose Hörbücher
“Eine frisch gebildete Allianz, der unter anderem Yahoo und Internet Archive angehören, will Bücher digitalisieren und sie öffentlich bereitstellen. Der unter dem Namen Open Content Alliance (OCA) geschmiedete Bund begibt sich damit in Konkurrenz zu Googles Projekt der Print Library.”
siehe auch:
- Freie Bücher
- Digitalisierung von Büchern
- Wettstreit um das Wissen
- Online Marketing für Bücher
- Gaga: Projekt Gutenberg bekommt Gegenlese-Portal
- Google startet Buch-Suchdienst
In Magdeburg hat heute eine dreisprachige Grundschule eröffnet. Ein erster Ansatz in die richtige Richtung. Mir geht das Konzept zwar noch lange nicht weit genug, doch ist es innerhalb des bestehenden Schulsystems wahrscheinlich eine der besten Möglichkeiten, kindgerechten Unterricht zu machen.
Auf der Website heißt es:
“Sprachenlernen gehört zum biologisch verankerten Verhaltensrepertoir von homo sapiens. Jedes Kind - abgesehen von pathologischen Sonderfällen - verfügt in hinreichendem Maß über die erforderlichen Lernfähigkeiten. Sprachen lernen bzw. die Fähigkeit dafür ist ein entscheidender Bestandteil, ja Voraussetzung für den lebenslang andauernden Sozialisationsprozeß. Das besondere an der menschlichen Sozialisation ist ja, dass sie weitgehend mit Hilfe von Sprache(n) erfolgt.
Überholt ist der besonders in Westeuropa verbreitete Glaube, es handele sich auch in biologischer Hinsicht um den Normalfall, wenn ein Mensch nur eine einzige Sprache lernt, und dass der Erwerb mehrerer Sprachen ein Sonderfall sei, der besondere Begabung und einen besonderen Aufwand erfordert. Weder ist die Zahl der Sprachen, die jemand zu erlernen vermag, biologisch festgelegt, noch gibt es einen Zeitpunkt, zu dem keine weitere Sprache mehr gelernt werden kann. Es hat sich allerdings gezeigt, das die Altersspanne bis zur Pubertät zu dem Zeitraum gehört, in dem längerfristig das Erlernen weiterer Sprachen in der Regel besonders gut gelingt.
Widerlegt wurde inzwischen auch das Vorurteil, dass das Erlernen weiterer Sprachen zu Beginn der Schulzeit oder schon vor Eintritt in die Grundschule zu Defiziten in anderen Bereichen, etwa der Entwicklung der Muttersprache führt. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Kinder, die sehr früh den Zugang zur Mehrsprachigkeit haben, sind längerfristig kognitiv leistungsfähiger und fremden Sprachen und Kulturen gegenüber toleranter.”
siehe auch:
- Mobile eLearning
- Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen
- Der Traum von der Gesellschaft der Hochgebildeten
- Schröder fordert “neue Kultur der Wissenschaft”
- Rürup für kostenlose Kindergärten statt Gratis-Studium
- Ein Bildungsnotstand jagt den nächsten
- Studie: Im Schnitt ein Computer für zwölf Schüler
- Medienmanagement im Schulsystem (tut Not)
- E-Learning wird Alltag
- Der Unterricht wird zum Lokaltermin
- Grundlage für vernetztes Wissensmanagement wird geschaffen
- Wikis, Blogs und Wissensmanagement
- campus innovation
- kinder und medien
- Forscher warnt vor “Googlesierung” der Ausbildung
- poesie der bildung
- Qualität des Schulunterrichts soll überwacht werden
Die deutschen Bühnen präsentieren sich nun mit einer einheitlichen Website. Generell finde ich diesen Ansatz lobenswert, doch sollte vielleicht gerade Kulturschaffenden etwas an der Ästhetik ihrer Außendarstellung liegen. Negativ fällt auch auf, daß die Macher des Alphabets nicht so richtig mächtig zu sein scheinen, was etwas verwundert, da Datenbanken diese komplexe Aufgabe eigentlich dem Webentwickler abnehmen.

So hätte ich fast übersehen, daß meine Stadt (Mönchengladbach) tatsächlich in der Datenbank vorhanden ist.
Naja - aber was nicht ist, kann ja noch werden - einige Änderungen wären aber schon notwendig, damit eine benutzerfreundliche und komfortable, wie eben auch ästhetische und damit dem Anspruch der deutschen Theater, wie der berechtigten Erwartung der Benutzer, entsprechende Website entsteht.
Schon oft gesucht, aber erst neuerdings vorhanden: Frank Zappa im iTMS. It’s definitely a case of Mooo-Aahhhh.
siehe auch:
- FZ in Crossfire
- Die vergessene Musik-Revolution
“Im Tierreich gibt es die ungewöhnlichsten “Denkmaschinen”. Einige Tiere kommen prima mit einer “Sparversion” zurecht, die ihnen keine geistigen Höhenflüge erlaubt. Andere sind da schon viel weiter, sie nutzen ihren “biologischen Supercomputer” zur Kommunikation mit ihren Artgenossen. Auch das menschliche Gehirn wird vor allem für eins eingesetzt: für Small Talk.”
“Hybrid – living in paradox, mit diesem Thema widmet sich die Ars Electronica 2005 den implosiven Tendenzen, die, von den digitalen Technologien in Gang gesetzt, unsere Welt verändern. Kulturen werden überlagert und stürzen ineinander, Grenzen werden aufgebrochen – nationale ebenso wie materielle, technologische, psychologische.
Hybride Kreationen und Kreaturen, Identitäten und Kulturen entstehen aus den Rekombinationen unserer grundlegenden Codes – den digitalen, den genetischen und den atomaren. Letztlich ist digitale Medienkunst selbst ein Hybrid aus den Verbindungen von Kunst und Technologie. Sie akkumuliert das gesamte Spektrum an Ausdrucksformen und erfordert ein außergewöhnliches Crossover von Expertisen und Kompetenzen.”