Archive for the 'c-learning / e-learning' Category

February 14th, 2005 by Tim Bruysten in books, c-learning / e-learning

“Die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (ULB) stellt ihren Nutzern jetzt Fachliteratur in Form von E-Books per Online-Ausleihe zur Verfügung. Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter können die Titel im PDF-Format auf ihren Rechner herunterladen und vier Tage lang nutzen; nach Ablauf der Ausleihfrist wird das Buch automatisch zurückgebucht und steht dann wieder anderen Bibliotheksnutzern zur Verfügung.”

Ich bin ja noch nicht sicher, ob ich da lachen, oder weinen soll. Generell finde ich es gut, wenn Bibliotheken ein digitales Angebot haben, welches online schnell und einfach verfügbar ist. Ob diese 4-Tages-Grenze, aber einem Anspruch an die Freiheit von Lehrer und Forschung im Speziellen und der Meinungs- und Informationsfreiheit im Allgemeinen entspricht, halte ich für diskutabel.

Besonders vor dem Hintergrund, dass die PDFs druckbar sind und via Copy&Paste Texte entnommen werden können, stellt sich die Frage nach dem Sinn solcher Beschränkungen.

“Der Gründer und Chef des Media Lab an der US-Eliteuniversität MIT (Massachusetts Institute for Technology), Nicholas Negroponte, plant zusammen mit dem Chipkonzern AMD die Massenproduktion von billigen portablen Rechnern für die Entwicklungsländer. Er peile dabei einen Preis von 100 Dollar pro Stück an, sagte Negroponte der Financial Times Deutschland auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Ein sehr interessantes Projekt, welches Nachahmung finden sollte!

siehe:
- wie die globalisierung die globalisierung überflüssig machen könnte
- Chancen der Globalisierung gemeinsam nutzen
- Das Ende der Massenmedien

“Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mahnt eine “neue Kultur der Wissenschaft” in Deutschland an. Auf einer Galaveranstaltung zur Eröffnung des Einstein-Jahres sagte Schröder am Mittwoch vor 800 nationalen und internationalen Gästen in Berlin, erforderlich sei es, die Sichtweise von Wissenschaft zu überprüfen.
[…]
Die Wissenschaft forderte Schröder auf, ihre Ergebnisse für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Erkenntnisse müssten schneller als bisher in Innovationen umgesetzt werden. Gefragt seien aber nicht nur neue Verfahren und Produkte, sondern auch die Wissensvermittlung. Kinder und Jugendliche müssten sich “wieder mehr für die Faszination der Wissenschaft begeistern”, sagte Schröder.”

Warum diskutieren wir dann über “Das »neue« Urheberrecht…” und müssen uns solch absurde Vorschäge anhören: “Rürup für kostenlose Kindergärten statt Gratis-Studium”?

weiteres:
- Digital Rights Management: Wissenschaftsprivilegien noch umstritten
- als beführworter freien wissen
- Ein Bildungsnotstand jagt den nächsten
- wie die globalisierung die globalisierung überflüssig machen könnte
- Chancen der Globalisierung gemeinsam nutzen
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”

January 18th, 2005 by Tim Bruysten in c-learning / e-learning

“Verwirrt von gekrümmten Räumen? Gefangen im Schwarzen Loch? Alles kein Problem! Unsere Online-Einführung in die Relativitätstheorie unter Einstein für Einsteiger steuert Sie sicher an allen relativistischen Klippen vorbei!”

siehe auch:
- Einsteins Erben
- de.wikipedia.org: Albert Einstein
- ARD: Unendlich menschlich

“Über die Privilegierung von Forschung und Lehre bei der Neufassung des Urheberrechts wird noch gerungen. Irene Pakuscher vom Bundesministerium für Justiz sagte in der Abschlussdiskussion bei der Dritten Digital Rights Management Konferenz in Berlin: “Die Bedürfnisse der Wissenschaft haben uns sehr beschäftigt. Das ist auch ein Thema, zu dem auch mit dem vorgelegten Entwurf vielleicht noch nicht das allerletzte Wort gesprochen worden ist”.”

In der “Göttinger Erklärung”, in der deutsche Wissenschaftler eine Verbesserung des Urheberrechtes zugunsten von Universitäten fordern, heißt es dazu:

“Es liegt aber im Interesse einer jeden Gesellschaft, dass für Wissenschaft und Ausbildung ein möglichst freizügiger Umgang mit Wissen und Information weiterhin gewährleistet wird.”

Und nicht nur in Wissenschaft und Forschung, auch kleinen Betrieben oder auch Schulen muß, wenn die Innovationskraft - und damit die Fortentwicklung - einer Gesellschaft erhalten bleiben soll, ein offener und freizügiger Zugang zu Informationen gesichert werden.

Die Göttinger Erklärung formuliert weiter:

“Wissenschaft und Forschung nutzen den Stand des Wissens und bauen darauf auf. Dies findet in ständigen kommunikativen Prozessen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in kleinen lokalen Teams sowie in einem weltweiten Informationsaustausch statt. Diese Informations- und Kommunikationsprozesse dürfen im Urheberrecht nicht durch restriktive Regelungen behindert werden. Der freie Zugang zur Information sowie ihre langfristige Sicherung, die Zugänglichkeit zum Wissen und zum kulturellen Erbe müssen gefördert und bewahrt werden. Denn die Leistungsfähigkeit der Wissenschaft ist direkt abhängig vom offenen Austausch der Erkenntnisse. Für die Wissenschaft und ihre Entwicklung sind dies Existenzfragen.”

Gleichzeitig wird aber auch eine Vergütung für den Zugriff auf (bestimte) Informationen erwogen. Diese Frage ist mit Sicherheit berechtigt, wenn diese Vergügutn so bemessen ist, dass auch Studenten und die angesprochenen kleinen Betriebe diese ohne Schmerzen entrichten können. Weitergehend muß dann aber auch die Frage nach dem Anteil der Gesellschaft an einer Entwicklung gestellt werden, da sie ja an vielen Stellen über Steuern Investitionen finanziert, Hochschulen ausstattet, Professoren bezahlt oder Studenten ein hoffentlich kostenloses Studium ermöglicht und damit erst die Grundlagen für Wissenschaft und Forschung jeder Art, auch der privatwirtschaftlichen, legt.

Daher muß Wissen generell frei sein und sollte nach Ablauf einer gewissen Zeit verpflichtend öffentlich und kostenfrei zugänglich sein, womit es zu allgemeinem Kulturgut werden kann.

siehe auch:
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- Software-Patente: EU-Kommission soll Gesetzgebung neu starten
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”

January 14th, 2005 by Tim Bruysten in FUN, c-learning / e-learning

heute.de zeigt auf seiner Homepage ein interaktives, lehrreiches Flash-Spiel, mit dem man durch das Sonnensystem reisen kann:

“Sie können mit dem fiktiven Raumschiff “Pegasus” durch das Sonnensystem reisen und dabei Planeten, Monde und die bedeutendsten Raumfahrtmissionen kennen lernen.”

January 5th, 2005 by Tim Bruysten in weblog[s], c-learning / e-learning

“…Hier könnte es vielleicht auch helfen, die Chronologie von Weblogs zumindest ein wenig aufzuweichen. Die Features dafür existieren grösstenteils, werden aber eher selten umgesetzt.
Was ich hier zB hätte ist, dass alle älteren Beitrage meines Blogs auf welche ich einen Link setze automatisch einen Trackback-Ping bekommen. And ausserdem, dass zu jedem Beitrag eine Liste verwandter Beiträge meines Blogs angezeigt wird…”

siehe auch:
- Blogs are good for business
- Mitarbeiter berichten per Blog
- Möglicher Einsatz von Weblogs für Dozenten
- Grundlage für vernetztes Wissensmanagement wird geschaffen
- Weblogs an Universitäten
- Wikis, Blogs und Wissensmanagement
- auf dem web zum semantischen web…
- Auf dem Weg zum semantischen Blog
- Knowledge Management und eLearning
- Business-Modelle für Weblog-Tools?

January 4th, 2005 by Tim Bruysten in education, c-learning / e-learning

Prof. Dipl. Des. Torsten Stapelkamp hat mich via eMail gebeten, auf den neuen Studiengang “Master of Arts Gestaltung” im Fachbereich Gestaltung hinzuweisen, der an der FH-Bielefeld ab September 2005 starten wird.

Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester. Es wird über diese Dauer ein einziges Projekt realisiert, wobei der Lehranteil an Praxis 60% und an Theorie 40% beträgt. Der Abschluss “Master of Arts Gestaltung” berechtigt zur Promotion.

mehr Informationen gibt es unter:
- http://www.masterofarts.net/
(aber Vorsicht: obwohl eine Design-Fakultät dahinter steckt, wird das Browserfenster skaliert)

Das Angebot ist interessant! Ich bin nur nicht sicher, ob es Sinn macht, jeden Bewerber gleichermaßen zu behandeln und allen vier Semester bis zum Master of Arts vorzuschreiben. Ich würde eine flexible Lösung, die Zeiten zwischen 6 Semestern (z.B. für Bachelor) und 2 Semestern (für qualifizierte Diplom-Designer) vorsieht, besser finden. Aber wer weiß schon, welche bürokratischen Hürden von den Hochschulen genommen werden müssen, die ja gezwungen sind, das Bachelor/Master-System einzuführen.

siehe auch:
- Ein Bildungsnotstand jagt den nächsten

January 3rd, 2005 by Tim Bruysten in business, c-learning / e-learning, [geschichte der zukunft]

“Der Wirtschaftsweise Bert Rürup hat sich dafür ausgesprochen, Kindergärten kostenlos zur Verfügung zu stellen und im Gegensatz dazu Studiengebühren zu erheben. “Es ist ein Skandal, dass für Kindergärten Beiträge verlangt werden, aber ein Studium nichts kostet”, sagte Rürup in einem dpa-Gespräch. In den Tagesstätten werde der Grundstein für die Bildung quer durch alle sozialen Schichten gelegt. Das Studium dagegen diene als individueller Karriereschritt.”

Da hat einer, bei allem Respekt, die Zeichen der Zeit in keiner Weise verstanden. Studium als individueller Karriereschritt? Im Land der Dichter und Denker? Ich habe nichts gegen kostenlose Kindergärten. Ganz im Gegenteil, wer aber auch immer glaubt, ein kostenloses Studium sei die staatliche Subventionierung individueller Bedürfnisse disqualifiziert sich, in diesem Bereich als sachverständig, geschweige denn als Experte benannt zu werden.

Gerade in diesem Bereich, der hochqualifizierten (Aus-) Bildung muß investiert werden, wenn der Wirtschaftsstandort Deutschland, respektive Europa erhalten bleiben soll. Alles andere führt, wie man zur Zeit gut sehen kann, in Billiglohn und in den Abbau sozialer Errungenschaften.

Ein Land muß sich seine Innovationskraft erhalten, muß sich seiner Stärken und Schwächen bewußt sein; nur nochmal kurz zur Erinnerung, was sind die Schwächen dieser Region? Vielleicht keine natürlichen Rohstoffe? Mhh…. Womit kann man dann also den Wohlstand der Zukunft sichern? Wie kann man Investoren ins Land “locken”? Wenn man qualifizierte und kompetente Arbeitskräfte (jeder Art) vorweisen kann, deren eigene Kaufkraft schon für eine Armortisierung der Investition sorgt? Das wäre doch mal eine Idee.

siehe auch:
- Ein Bildungsnotstand jagt den nächsten
- Studie: Im Schnitt ein Computer für zwölf Schüler
- Medienmanagement im Schulsystem (tut Not)
- E-Learning wird Alltag
- Der Unterricht wird zum Lokaltermin
- Grundlage für vernetztes Wissensmanagement wird geschaffen
- Wikis, Blogs und Wissensmanagement
- campus innovation
- poesie der bildung

December 23rd, 2004 by Tim Bruysten in c-learning / e-learning

Bachelor und Master sollen richten, was Jahrzehnte falscher Bildungspolitik vermasselt haben; im Zuge der europäischen Harmonisierung wird völlig rücksichtslos ein Bildungssystem etabliert, welches die bestehenden Probleme deutlich verschärfen wird. Nicht, dass etwas gegen einheitliche europäische Bildungsabschlüsse zu sagen wäre, doch läßt sich schon jetzt eine Tendenz heraussehen, dass der Master eben nicht für Jeden zugänglich sein wird, während der Bachelor als sechs semestriges Studium kaum geeignet ist, ein hochwertiges Bildungsniveau zu etablieren.

Wahrscheinlich wird sich der Staat dem Wunsch nach einem kostenlosen Studium, welches über den Bachelor hinausgeht widersetzen, da mit selbigem ja eine abgeschlossene (Hochschul-) Ausbildung vorliegt und er damit seiner Pflicht entbunden ist.

Vorzustellen ist vielleicht in einigen Fächern, dass durch intensiveres Lernen, eine bessere Förderung der Studierenden im Fach und in monetärer Hinsicht, mit gleichzeitiger Besserstellung der Fachbereiche, eine Effizienzsteigerung erreicht werden kann, die ein verkürztes Studium kompensiert. Es gibt jedoch auch Fachbereiche, in denen eben dies kategorisch auszuschließen ist. Design zum Beispiel.

Trotzdem wird es wohl ein Wunschtraum schlafloser Professorennächte bleiben, anzunehmen, dass ein verkürztes Studium mit besseren Geldmitteln ausgestattet werden wird. Woher dann eine Effizienzsteigerung im Sinne einer verbesserten Ausstattung und dichteren Personaldecke kommen soll, ist also offen.

Aber bleiben wir beim Beispiel des Design - Studiums. Für die Innovationskraft dieser Gesellschaft ist es von exorbitanten Wert; viele Beispiele allein aus diesem Weblog, beweisen dies. Nur damit es nicht in Vergessenheit gerät. Ein Designer ist zwar auch jemand, der sich mit Regeln, die durchaus auch paukbar sind, beschäftigt, er wird aber nur ein guter Designer sein, wenn er individuell, seinen Talenten entsprechend arbeitet und auch gefördert wird. Er wird nur ein guter Designer werden, wenn er Zeit findet, eine Vielzahl von Dingen auszuprobieren und Zeit für eine persönliche Entwicklung eingeräumt bekommt.

Das ist eine völlig andere Situation als in den meisten Studiengängen. Es ist einfach lächerlich anzunehmen, dass ein Design-Student in 5 Semestern Studieren und im 6. seine “Bachelor-Arbeit” schreiben soll.

Qualifikation und Leistungsfähigkeit werden darunter leiden, eine der letzten Dinge, die ein dem globalen Wettbewerb ausgesetztem Europa gebrauchen kann.

Den Master halte ich für eine gute Sache, auch eine hohe Eingangsqualifizierung ist durchaus interessant. Doch wird sich wahrscheinlich als erste Hürde zur Aufnahme eines Master-Studienganges, nicht das Talent und die Leistungsbereitschaft eines Studierenden, sondern sein Geldbeutel erweisen.

siehe:
- Studie: Im Schnitt ein Computer für zwölf Schüler
- Wo liegt Pisa?
- Medienmanagement im Schulsystem (tut Not)
- E-Learning wird Alltag
- Der Unterricht wird zum Lokaltermin
- Grundlage für vernetztes Wissensmanagement wird geschaffen
- Wikis, Blogs und Wissensmanagement
- campus innovation
- kinder und medien
- Forscher warnt vor “Googlesierung” der Ausbildung
- poesie der bildung
- EU-Bildungsbericht
- Knowledge Management und eLearning