Archive for the 'c-learning / e-learning' Category

October 2nd, 2005 by Tim Bruysten in education, c-learning / e-learning, [geschichte der zukunft]

Auf dem neuen europäischen eLearning Portal gibt es einige lesenswerte Artikel. Es scheint, zumindest bei den für dieses Projekt Verantwortlichen eine ersten Einsicht in eine vernünftige Verwendung der technologischen Möglichkeiten zu geben. Ob dies irgend einen Einfluß auf eine gesamteuropäische “Bildungsrealpolitik” hat, bleibt abzuwarten.

In einem der Artikel dort heißt es:

Digital exclusion strengthens social exclusion, creating dangerous vicious circles
[…]
“Starting with the most general of perceptions, e-learning is distance learning by electronic means. This is how the concept is understood by the university and business worlds. Nevertheless, I believe that this merely instrumental description is insufficient. I think that e-learning should be something more. E-learning should include new methodologies adapted to the new possibilities that Information and Communication Technologies offer us. Anybody may set up an e-learning course made up of a series of PDF files posted on the network along with an e-mail address to which one may write if in doubt. This is unquestionably useful, as it avoids the problem of having to go to a bookshop or a library in order to get hold of the necessary text, and e-mail is definitely cheaper than the telephone, but I think that it is necessary to go much further. For me, e-learning has to consider the idea of virtual community and collaborative learning. Everybody collaborates in the educational process and the interactive capacities made available by new technologies should be used as much as possible.”

An anderer Stelle wird gefragt:

“Are the forces that generate digital exclusion different to those that generate any other form of social exclusion? Is there an example of a technology that has, alone, reduced a particular form of social exclusion? Can education really free people, or at least radically improve their lot, when all other social forces work towards their continued exploitation?”

Der wichtigste Ansatz, der in dem verlinkten Artikel berührt wird ist, meines Erachtens der, daß eLearning nicht als isolierte Institution gesehen wird, sondern in seiner Implementierung, wie auch seinen Auswirkungen tief gesellschaftlich integriert sein sollte, ja zwangsläufig ist. Wenn sich dieser Aspekt weiter herumspricht, könnte der schmalzige Geruch von Langeweile, der bisher auf diversen eLearning-Angeboten liegt weggewischt werden und eine dann wirklich sinnvolle und spannende Lernatmosphäre entstehen.

“Finally, I do believe that education is one of the few safe values that we have in the field of inclusion, whilst, as you say, the other social forces work to continue the exploitation. This is why you will see here my repeated assertion that e-inclusion must have its own pedagogical model and seek education for empowerment if it is to have any meaning.”

siehe auch:
- eLearning in der Kritik?
- Studenten nutzen häufig E-Learning
- Mobile eLearning
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- Ein Bildungsnotstand jagt den nächsten
- E-Learning in der öffentlichen Verwaltung
- Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen
- Eine zukunftsfähige Gesellschaft hat ihre Grundlage in den Lebensmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen
- Rürup für kostenlose Kindergärten statt Gratis-Studium

October 1st, 2005 by Tim Bruysten in c-learning / e-learning

Nicht ganz neu, aber trotzdem interessant:

“KidPad is a collaborative story authoring tool for children. It
provides basic drawing functionality on a zooming canvas enabled by Jazz. The narrative structure of a story is defined by creating spatial hyperlinks between objects on the canvas. Instead of using a standard WIMP (Windows, Icons, Menus, Pointer) user interface, KidPad uses local tools that can be picked up, used and dropped anywhere on the drawing surface. The local tools interface and MID, a
Java library developed at the University of Maryland, allows KidPad to support shoulder-to-shoulder collaboration. If multiple USB mice are connected to the computer each mouse will control a tool in KidPad, making it possible to let several children simultaneously create a story together!”

siehe auch:
- Multimedia erobert die Kindergärten
- Kinder werden immer dümmer
- kinder und medien
- Lernen mit Weblogs
- Mobile eLearning
- Der Unterricht wird zum Lokaltermin

“Eine von Wikipedia her bekannte Funktion findet sich seit kurzem in der Beta-Fassung von Encarta Online von Microsoft. Im Vergleich zur aktuell offiziellen Version (deutsche, englische Fassung), fällt nicht nur das übersichtlichere Design auf. “

Im Unterschied zu Wikipedia sollen die Änderungen der Benutzer von einem Team kontrolliert und angepasst werden. Ob diese Verzögerung und die vom Benutzer möglicherweise als Zensur oder Bevormunden gewertete Bearbeitung der Änderungsvorschläge zu einem zu Wikipedia vergleichbaren Erfolg führen wird ist zweifelhaft. Doch könnte auf der anderen Seite, die lesenden Benutzer dem kontrollierten Inhalt ein größeres Vertrauen entgegenbringen.

April 6th, 2005 by Tim Bruysten in education, polis, c-learning / e-learning

“Der Aufbau einer international anerkannten Spitzenforschung in Deutschland ist in erreichbare Nähe gerückt. 15 Bundesländer und Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) haben sich in der Bund-Länder-Kommission (BLK) auf einen Kompromiss zur Förderung herausragender Universitäten geeinigt. Nur Hessen lehnte den mühsam ausgehandelten Vorschlag ab.”

Zwar finde ich diesen Kompromiss, soweit er erkennbar ist, besser, als die vorhergehend in der Diskussion befindlichen Vorschläge; trotzdem ist diese Methodik lau. Wer einen Spitzenstandort in Bildung und Forschung will, sollte die treibende Kraft selbiger, also die Studenten, nicht durch (hohe) Gebühren von den Universitäten vertreiben. Gleichzeitig gilt es, ein gesellschaftliches Pro-Bildungs-Klima zu etablieren… Dazu ist aber deutlich mehr erforderlich als Geld.

Vor allem sollten wir uns diesen Unsinn sparen: Rürup für kostenlose Kindergärten statt Gratis-Studium

siehe auch:
- Telepolis: ‘Keine Spitzenuniversität…
- Conflict in design education
- Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen
- Der Traum von der Gesellschaft der Hochgebildeten
- campus innovation
- Schröder fordert “neue Kultur der Wissenschaft”
- Ein Bildungsnotstand jagt den nächsten
- Grundlage für vernetztes Wissensmanagement wird geschaffen
- Wikis, Blogs und Wissensmanagement

“Ein gelehriger Lateinschüler aus München hat hartnäckig Caesar-Übersetzungen ins Internet gestellt. So viel Eifer wird nicht immer belohnt: Ein Verlag fürchtet um den Absatz seiner Lehrbücher und zettelt einen kleinen Krieg gegen den renitenten Jugendlichen an.”

Obwohl die Gerichte dem Verlag Recht zu geben scheinen, scheint mir das Vorgehen moralisch sehr schwach, Copyright für Jahrtausende alte Texte zu verlangen, die längst zum kollektiven Gedächtnis der westlichen Zivilisationen, vielleicht sogar der ganzen Welt gehören.

Gerne berate ich den Verlag, wie man nicht nur direkt monetär, sondern auch in Marketing-Aspekten mit den neuen Medien umgeht und kollaboratives Arbeiten zu seinem Vorteil nutzen kann :).

siehe auch:
- Schockwellenreiter “Gallia est omnia divisa in partes tres

March 28th, 2005 by Tim Bruysten in c-learning / e-learning

Florian Rötzer schreibt in einem Telepolis-Artikel über mögliche Nachteile beim Lernen via Computer/Internet. Die Frage ist jedoch völlig falsch gestellt. Diejenigen, die glaubten, den klassischen Unterricht durch “Computer/Internet” ablösen zu können, haben schon immer falsch gelegen, weil “Computer” und “Internet” zunächst einmal nur zwei Schlagworte sind, Hülsen ohne Inhalt. Und es sind wohl letztere, auf die es ankommt.

So stellten sich schon immer zwei Fragen. Ersten, die nach dem Konzept und zweitens, in einer Gesellschaft, die von ihrer kulturellen Vielfalt lebt, die nach dem Unterricht, der auf heterogenen Medien basiert. Jedes Medium wird zu einer bestimmten Zeit für einen bestimmten Zweck vorteilhaft sein.

Gerade habe ich erst auf einen Artikel von Oliver Wrede verlinkt, der sich mit “klassischem” und “modernen” Lernen auseinandersetzt. Nun kann das Lernen an einer Hochschule nicht direkt mit dem Lernen einer “normalen” Schule verglichen werden. Aber die grundsätzliche Frage, bleibt die gleiche. Lernen die Schüler auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet? Oder lernen sie eine kulturelle Vielfalt kennen, lernen sie die Prozesse hinter den Formalismen zu verstehen, lernen sie, selbst zu lernen?

Ein realistischer Blick in die Zukunft wird also sagen, dass sich die Gesellschaft darauf einstellen muß, sich einer immer heterogeneren und komplexeren Medienlandschaft gegenüber zu sehen…

siehe auch:
- Der Unterricht wird zum Lokaltermin
- Unterrichtsfilme via Internet
- Studenten nutzen häufig E-Learning
- Mobile eLearning
- Medieneinsatz im Hochschulunterricht
- Medienmanagement im Schulsystem (tut Not)
- E-Learning wird Alltag
- IT-Vermittlung an Deutschlands Schulen mangelhaft
- Lernen mit Weblogs

March 7th, 2005 by Tim Bruysten in c-learning / e-learning

“E-Learning hat sich bei den Studierenden in Deutschland weitgehend durchgesetzt. Deutlich mehr als 80 Prozent der angehenden Akademiker kennen und nutzen entsprechende Lernangebote mit Hilfe des Internets. Das teilt das Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover mit. Basis ist eine repräsentativen Online-Umfrage unter 3811 Studierenden, die Ende 2004 vorgenommen wurde.”

An dieser Stelle weise ich immer gern auf diese Website, der Designfakultät der Aachen University of Applied Science hin, die zeigt, wie erfolgreich dort schon seit Jahren mit eletronischen Mitteln eine offene und äußerst bereichernde Diskussionsplattform angeboten wird.

siehe auch:
- Mobile eLearning
- Medieneinsatz im Hochschulunterricht
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- E-Learning in der öffentlichen Verwaltung
- Knowledge Management und eLearning
- E-Book-Ausleihe online in Darmstadt
- Schröder fordert “neue Kultur der Wissenschaft”
- Der Unterricht wird zum Lokaltermin
- lehre + weblogs

March 3rd, 2005 by Tim Bruysten in education, c-learning / e-learning

“Rafails Finger kreisen über der Tastatur. Erst ein R, dann ein A - nacheinander gibt der Fünfjährige die Buchstaben seines Vornamens ein. Denn bevor Rafail am Computer spielen kann, muss er sich anmelden. Dann geht es los: Aus verschiedenen Silben setzt er ein Wort zusammen, so lange, bis ihn auf dem Bildschirm ein Fabelwesen grüßt: “Hallo, ich bin ein Le-pa-fant.” Während in England bereits in vielen Kindergärten Computer stehen, setzt dieser Trend hier zu Lande erst allmählich ein.”

Leider ist mir die Möglichkeit, diese Geräte einmal genau unter die Lupe zu nehmen bisher nicht gegeben worden. Doch bin ich generell skeptisch, wenn Erwachsene ihre Spielzeuge in “kindgerechte” Formen bringen. Oft werden die Kleinen dabei unterschätzt und zu sehr in eine heile Welt gedrückt.

Trotzdem finde ich es gut, wenn Kinder früh lernen mit Medien aller Art umzugehen; nichts ist falscher, als Kindern die Welt in der sie leben, vorzuenthalten. Auf der anderen Seite gehört zu dieser Welt eben auch ein Sandkasten und der Wald […]. Gut, wenn Eltern das richtige Maß zwischen beidem finden.

Siehe auch:
- kinder und medien
- Eine zukunftsfähige Gesellschaft hat ihre Grundlage in den Lebensmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen
- Schau hin! Was Deine Kinder machen
- Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen
- Zu wenig Kinder
- Kinder und die Bilderflut
- Rürup für kostenlose Kindergärten statt Gratis-Studium
- Kinder werden immer dümmer

March 1st, 2005 by Tim Bruysten in web, c-learning / e-learning, leute

heute.de präsentiert zum Einsteinjahr eine Menge Informationen über den sympatischen Denker. Unter anderem auch eine Einführung in die Relativitätstheorie: relativ.einstein.zdf.de/.

siehe auch:
- Einstein Online
- Einsteins Erben

February 15th, 2005 by Tim Bruysten in c-learning / e-learning

Wieder ein neues Wort? Ich glaube kaum. Anschauungsunterricht wird wohl schon zu Aristoteles Zeiten ein Unterricht Vor-Ort gewesen sein. Nur die Speichermedien haben sich gewandelt. Eine Innovation wird erst dann daraus, wenn ich wirklich komfortabel auf vorhandene Informationen zurückgreifen kann, wenn hinter meinem Informationsspeicher ein “Semantic Web” steht, wenn die Eingabe ebenso intuitiv und einfach erfolgt, wie mit Stift und Papier,…

Es bleibt also noch einiges zu entwickeln.

UPDATE:
Einen lustigen, aber gar nicht so abwegigen Ansatz, hatte ich vor einiger Zeit bei Golem gefunden.

“Mobile Learning und Rapid E-Learning - das klingt in vielen Ohren nur nach schwammigen Modebegriffen. Was dahinter steckt, will die Learntec in Karlsruhe präsentieren. Dort stellen rund 300 Unternehmen die neuste Bildungs- und Informationstechnologie vor. Begleitend zur Messe diskutieren auf dem Kongress Experten die Entwicklung des E-Learning.”

siehe auch:
- Der Unterricht wird zum Lokaltermin
- Unterrichtsfilme via Internet
- Medieneinsatz im Hochschulunterricht
- Studie: Im Schnitt ein Computer für zwölf Schüler
- Medienmanagement im Schulsystem (tut Not)
- E-Learning wird Alltag
- Lernen mit Weblogs