wir brauchen mehr solcher meldungen! die it-branche lebt, wie jede andere auch, von den erwartungen und einschätzungen des marktes an die zukunft. das kann man gar nicht oft genug sagen.
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möchte die c’t in einer aktuellen umfrage ermitteln.
die konjunktur, die konjunktur… wollen wir mal hoffen, dass sich der (it)markt diesmal etwas solider manifestiert…
vielleicht auch wegen dieser meldung: “Probleme bei
der Software für Arbeitslosengeld II - Bundesagentur muss weitere Mitarbeiter für Dateneingabe einstellen“?
Die Zahl der Jobangebote für IT-Spezialisten in Printmedien nimmt wieder zu. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Personaldienstleisters Adecco in 40 Zeitungen, berichtet die Computerwoche in ihrer aktuellen Ausgabe. Bei einem Vergleich der in den ersten acht Monaten dieses Jahres gefundenen Stellenanzeigen mit denen des Vorjahres habe sich ein Anstieg um etwa 15 Prozent auf 11.217 Jobangebote gezeigt. Bei den IT-Onlinestellenangeboten hatte sich laut Jobpilot-Index für die ersten beiden Quartale 2004 ein noch deutlicherer Anstieg abgezeichnet.
UPDATE (11.09.2004):
Die ITK-Branche blickt insgesamt weiterhin mit Zuversicht auf das Jahr 2004. 58 Prozent der Unternehmen der Informationswirtschaft und Telekommunikation (ITK) rechnen mit einem zum Teil deutlichen Umsatzplus, weitere 21 Prozent gehen von stabilen Umsätzen aus. Das berichtet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in seinem jüngsten Branchenbarometer. “Das aktuelle Barometer bestätigt unsere Prognose”, kommentierte BITKOM-Präsident Willi Berchtold anlässlich der Vorstellung der neuen Daten. “Die ITK-Branche bleibt auf dem Wachstumspfad.”
unterschiedliche meldungen über die konjunktur der it- und medienbranche(n) kann man heute lesen:
Über 55 Prozent der Deutschen im Netz (heute.de)
Experten erwarten kaum neue IT-Jobs (heise.de)
Bitkom bestätigt Prognose für Branchenwachstum 2004 (heute.de)
Auch die bekanntesten Marken der Welt sind nicht unverwundbar. SPIEGEL ONLINE zeigt, wo die Experten von Interbrand die größten Wertverluste sehen und wie sie das begründen.
oliver wrede hat in seinem wiki eine seite über internet-hypes eröffnet. dieser tage, in denen der crash 2000 langsam anfängt in vergessenheit zu geraten, ist es nicht verkehrt, sich selbige nocheinmal in erinnerung zu rufen, um eine bessere grundlage bei der beurteilung zukünftiger entwicklungen zu haben. in diesem zusammenhang ist auch das multi-mania weblog (prof. klaus gasteier) zu empfehlen.
diese zahl geistert durch die medien und beziffert die menge der von apple über den iTMS verkauften songs. damit hat apple den beweis geliefert, dass ein online-music-store, der musik zu halbwegs vernünftigen preisen anbietet, produktiv und wirtschaftlich erfolgreich sein kann; entgegen den unkenrufen der restlichen musik-industrie.
apple dreht voll auf: auf der gerade stattfindenden WWDC (word wide developers conference) präsentiert steve jobs nicht nur ein 30″ display und einen 64 bittigen tiger (MAC OS 10.4):
der safari kommt mit einem rss reader, mit spotlight gibt es eine neue, wohl besonders schnelle suchfunktion, der automator soll das erstellen von apple-scripts via drag’n drop ermöglichen, eine neue synchronikation, … also, viel zu diskutieren in den nächsten wochen und viel, worauf man gespannt sein darf!
ein aktueller heute.de artikel offenbart zweierlei. erstens, digigale videorecorder sind im kommen! (ok, das wußten wir auch schon vorher) und in den usa haben viele kabelnetzbetreiber, sowie die anbieter von digitalen videorecordern einen rückkanal, mit dem sie das nutzerverhalten exakt auswerten können. diese information eröffnet jede menge weitere:
die nutzer in den usa sehen oftmals das fernsehprogramm leicht zeitversetzt über ihren digitalen videorecorder, damit sie über spots hinwegzappen können. aber, sie nutzen die digitalen daten auch, um sich werbeblöcke mehrmals ansehen zu können und hätten gerne die möglichkeit, auf die tv-spots zu klicken, um mehr produktinformationen abzurufen. da dieses verhalten von den netz- und geräteanbietern erfasst werden kann, bietet sich natürlich die möglichkeit zu vielfältigen neuen werbeideen:
1) man könnte tv-werbeblöcke verkürzen, da man anhand der benutzeranalyse dem individuellen nutzer nur die spots zu zeigen braucht, deren zielgruppe er entspricht und senkt damit die streuverluste für die industrie und steigert die aufmerksamkeit beim betrachter.
2) es gibt tatsächlich einen bedarf an der vereinheitlichung der verschiedenen medien und an multifunktionalen wiedergabegeräten.
3) tv-werbung wird mit sicherheit immer subtiler und immer mehr in das “normale” fernsehprogramm integriert werden (”embedded advertising”).
allein dieser kurze abriss der neuen möglichkeiten zeigt, wie schwierig dieses thema ist. auf der einen seite eröffnen sich klare vorteile für industrie und verbraucher, auf der anderen seite gibt es gravierende bedenken im zusammenhang mit stichworten wie datenschutz, persönlichkeitsrechte und selbstbestimmtheit sowie informationsvielfalt. denn, man möge bedenken, das die gesammelten user-daten nicht nur von der werbe-industrie benutzt werden könnten, sondern auch die nachrichten “zielgruppengerecht” zubereitet werden könnten.
siehe dazu auch:
- BGH: Automatischer TV-Werbeblocker erlaubt (heute.de)
- Werbeblocker für TV-Programme zulässig (tagesschau.de)
- Verkauf von TV-Werbeblockern erlaubt (stern.de)
- ‘Fernseh-Fee’ - BGH erlaubt Verkauf von Werbeblockern (netzkunst)

