Archive for the 'business' Category

“Eine von Wikipedia her bekannte Funktion findet sich seit kurzem in der Beta-Fassung von Encarta Online von Microsoft. Im Vergleich zur aktuell offiziellen Version (deutsche, englische Fassung), fällt nicht nur das übersichtlichere Design auf. “

Im Unterschied zu Wikipedia sollen die Änderungen der Benutzer von einem Team kontrolliert und angepasst werden. Ob diese Verzögerung und die vom Benutzer möglicherweise als Zensur oder Bevormunden gewertete Bearbeitung der Änderungsvorschläge zu einem zu Wikipedia vergleichbaren Erfolg führen wird ist zweifelhaft. Doch könnte auf der anderen Seite, die lesenden Benutzer dem kontrollierten Inhalt ein größeres Vertrauen entgegenbringen.

April 5th, 2005 by Tim Bruysten in marketing, business

“Im Showgeschäft findet man ohne Probleme Beispiele für erfolgreiche Selbstvermarktung. Verona Feldbusch, Dieter Bohlen oder Harald Schmidt haben – egal, was man von ihnen hält – ein unverwechselbares Profil. Wirtschaftsführer wie Jürgen Dormann oder Unternehmensberater wie Roland Berger sind ebenfalls zu “Marken” geworden.”

Der Artikel schließt mit einem klugen Satz, ein Zitat von Cato dem Älteren: “Begreife die Sache und die Worte werden folgen.”. In den Worten des Artikelautors: “Insofern ist das beste Training für ein Ego, das vom Markt als Marke wahrgenommen werden soll, die eigene Bildung.”

“Ein gelehriger Lateinschüler aus München hat hartnäckig Caesar-Übersetzungen ins Internet gestellt. So viel Eifer wird nicht immer belohnt: Ein Verlag fürchtet um den Absatz seiner Lehrbücher und zettelt einen kleinen Krieg gegen den renitenten Jugendlichen an.”

Obwohl die Gerichte dem Verlag Recht zu geben scheinen, scheint mir das Vorgehen moralisch sehr schwach, Copyright für Jahrtausende alte Texte zu verlangen, die längst zum kollektiven Gedächtnis der westlichen Zivilisationen, vielleicht sogar der ganzen Welt gehören.

Gerne berate ich den Verlag, wie man nicht nur direkt monetär, sondern auch in Marketing-Aspekten mit den neuen Medien umgeht und kollaboratives Arbeiten zu seinem Vorteil nutzen kann :).

siehe auch:
- Schockwellenreiter “Gallia est omnia divisa in partes tres

January 3rd, 2005 by Tim Bruysten in business, c-learning / e-learning, [geschichte der zukunft]

“Der Wirtschaftsweise Bert Rürup hat sich dafür ausgesprochen, Kindergärten kostenlos zur Verfügung zu stellen und im Gegensatz dazu Studiengebühren zu erheben. “Es ist ein Skandal, dass für Kindergärten Beiträge verlangt werden, aber ein Studium nichts kostet”, sagte Rürup in einem dpa-Gespräch. In den Tagesstätten werde der Grundstein für die Bildung quer durch alle sozialen Schichten gelegt. Das Studium dagegen diene als individueller Karriereschritt.”

Da hat einer, bei allem Respekt, die Zeichen der Zeit in keiner Weise verstanden. Studium als individueller Karriereschritt? Im Land der Dichter und Denker? Ich habe nichts gegen kostenlose Kindergärten. Ganz im Gegenteil, wer aber auch immer glaubt, ein kostenloses Studium sei die staatliche Subventionierung individueller Bedürfnisse disqualifiziert sich, in diesem Bereich als sachverständig, geschweige denn als Experte benannt zu werden.

Gerade in diesem Bereich, der hochqualifizierten (Aus-) Bildung muß investiert werden, wenn der Wirtschaftsstandort Deutschland, respektive Europa erhalten bleiben soll. Alles andere führt, wie man zur Zeit gut sehen kann, in Billiglohn und in den Abbau sozialer Errungenschaften.

Ein Land muß sich seine Innovationskraft erhalten, muß sich seiner Stärken und Schwächen bewußt sein; nur nochmal kurz zur Erinnerung, was sind die Schwächen dieser Region? Vielleicht keine natürlichen Rohstoffe? Mhh…. Womit kann man dann also den Wohlstand der Zukunft sichern? Wie kann man Investoren ins Land “locken”? Wenn man qualifizierte und kompetente Arbeitskräfte (jeder Art) vorweisen kann, deren eigene Kaufkraft schon für eine Armortisierung der Investition sorgt? Das wäre doch mal eine Idee.

siehe auch:
- Ein Bildungsnotstand jagt den nächsten
- Studie: Im Schnitt ein Computer für zwölf Schüler
- Medienmanagement im Schulsystem (tut Not)
- E-Learning wird Alltag
- Der Unterricht wird zum Lokaltermin
- Grundlage für vernetztes Wissensmanagement wird geschaffen
- Wikis, Blogs und Wissensmanagement
- campus innovation
- poesie der bildung

December 18th, 2004 by Tim Bruysten in business

“Der Weihnachtseinkauf im Internet beschert den Versandhändlern in diesem Jahr Umsatzrekorde. Der prognostizierte Jahresumsatz beim Online-Verkauf von Waren von 4,6 Milliarden Euro werde voraussichtlich um 350 Millionen Euro übertroffen, teilte der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) mit.”

December 1st, 2004 by Tim Bruysten in business

“Das Vertrauen der europäischen Verbraucher beim Einkaufen im Internet ist einer aktuellen Studie zufolge in diesem Jahr weiter gestiegen. Insgesamt 91 Prozent der Befragten seien mit ihren Erfahrungen 2004 zufrieden gewesen, teilte der Online-Vermarkter-Verband EIAA (European Interactive Advertising Association) am Mittwoch mit. Ein Drittel der Nutzer hätten sich dabei noch sicherer bei ihren Einkäufen gefühlt als noch vor einem Jahr. Eine andere Studie hatte allerdings vor kurzem ergeben, dass Online-Händler die Sicherheitsbedürfnisse der Kunden vernachlässigen.”

November 23rd, 2004 by Tim Bruysten in business, multimedia

AOL hat für die nächsten Wochen einen Online-Video-Kanal angekündigt. Ähnlich wie im Fernsehen sollen die übertragenen Filme durch Werbeeinblendungen finanziert werden. Ein Teil der Filme soll dagegen für AOL-Mitglieder reserviert bleiben. Schon jetzt bietet AOL unter movies.channel.aol.com Trailer und Berichte an. Als Tochtergesellschaft des Medienkonzerns TimeWarner hat der Internet-Provider Zugriff auf viele Filmrechte.”

Hoffentlich wird ein solches Projekt diesmal von vorn herein als Web-Projekt gedacht und nicht nur der Fernseher durch den Monitor ausgetauscht. Die Vorzüge, die eine DVD gegenüber herkömmlichem Video bietet kann das Web im ein vielfaches übertreffen. Nicht nur “On-Demand”, “Realtime” Informationen (um mal ein paar alte Schlagworte wieder zu beleben) können Onlinefilme verfügbar sein, auch ihr Inhalt kann interaktiv Verknüpft werden, Inhalte können erklärt werden, zu Handlung, Orten und Produkten können umfangreiche Hintergrundinformationen angeboten werden, Links zu Projekten wie Wikipedia allein schon deswegen integriert werden, weil sie jederzeit aktualisiert werden können.

Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, es hat schon viele Anläufe zu interaktivem Fernsehen gegeben, alle sind mehr oder weniger grandios gescheitert. Das Web bietet sicherlich weitreichende Möglichkeiten, aber Unterhaltung bleibt Unterhaltung. D.h. dass die Masse der Zuschauer nicht selbst aktiv werden will.

Ich glaube auch nicht den Propheten, die das Ende des TV proklamieren. Dazu sind die Menschen viel zu träge und halten viel zu stark am Etablierten fest. Doch werden die Medien zueinander immer durchlässiger werden.

siehe auch:
- Prognose “Web frisst Fernsehen” hat sich nicht erfüllt
- Das Ende der Massenmedien
- Das Fernsehprogramm auf dem Prüfstand
- TV 2010 - Die Digitalisierung des Fernsehens

extern:
- klaus gasteier: “touchscreen

November 19th, 2004 by Tim Bruysten in the social x, business, weblog[s]

die theorie, dass sich die “internet-revolution” im stillen, als “gesellschafts-evolution” gestalten wird, scheint immer mehr realität zu werden. mario sixtus schreibt davon:

“Mehr als 10.000 Menschen verdienen in Deutschland ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch den Handel auf eBay, schätzen Fachleute. Einer von ihnen ist Thomas Roebert. Der Vierzigjährige aus dem Wallfahrtsort Werl (Nordrhein-Westfalen) versteigert über das Internet-Auktionshaus seit fünf Jahren Notebooks und Computerzubehör. Inzwischen ist noch ein zweiter Geschäftszweig hinzugekommen. “Wir bieten jetzt auch Gartenmöbel und Holzartikel an, die…”

siehe auch:
- Business-Modelle für Weblog-Tools?
- internet hypes
- hundertmillionen
- Business Weblogs
- Weblog-Vorhersage

November 16th, 2004 by Tim Bruysten in business, weblog[s]

In der Businessweek gibt es einen Artikel über Business-Modelle für Weblogs.

“Zunächst ein paar Fakten aus dem Artikel (geschätzt von David Sifry, dem CEO von Technorati):

* 12.000 neue Blogs erscheinen pro Tag weltweit
* Es gibt rund 10 Million Blogs
* 400.000 neue Einträge werden pro Tag verfasst
* das entspricht ca. 16.000 neuen Beiträgen pro Stunde

Doch wer verdient Geld damit? Die Businessweek bringt einen schönen Vergleich aus den Zeiten des Goldrausches in Californien: It wasn’t the miners who got rich, it was the people who sold the picks and shovels.”

Wie ja auch schon Oliver Wagner in seinem oben zitierten Artikel erwähnt, liegt meines Erachtens der Nutzen von Weblogs nicht in der direkten Generierung von positiven Traffic auf meinem Konto, sondern eher darin, ein strukturiertes, kollektives Wissen zu schaffen und natürlich auch anzapfen zu können. Ein Wissen, welches wesentlich vielfältiger ist, als das was “echte” Redaktionen schaffen können; das aber natürlich auch anderen Qualitätsmerkmalen unterliegt. Doch es gilt ja immer, dass man prüfen solle, bevor man glaubt.

Und einige Weblogs, zeigen ja durchaus einen sehr professionellen und hochwertigen Charakter, von dem viele der “echten” Redaktionen noch lernen können. Dazu zähle ich z.B. die Seminar-Weblogs der “Aachen University of Applied Science”, aber auch das von Oliver Wrede oder auch den Schockwellenreiter und IT&W, uvm. Natürlich gehört auch ein Projekt wie Wikipedia mit in diese Liste.

Trotzdem - warum soll es falsch sein einen weiteren Nutzen aus seinem Weblog generieren zu wollen? Sei es ein indirekter Nutzen, der durch Aufmerksamkeit/Kontakte entsteht, oder auch ein direkter Nutzen durch die Einbindung von Partnerprogrammen.

October 11th, 2004 by Tim Bruysten in business

“Welche Kräfte treiben die weltweiten Wirtschafts-Kreisläufe an? Und wie kann die Politik sie steuern? Das haben Finn E. Kydland und Edward C. Prescott erforscht - und dafür den Wirtschafts-Nobelpreis bekommen. “