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April 26th, 2010 by Tim Bruysten in Uncategorized, polis

Inzwischen hat die Ästhetische Gesellschaft schon zwei weitere Male getagt. Hier der Kurzeinstieg:

Session 6: Die Kunst des Sehens

Wie lässt sich der Fortschritt bemessen? Die Gesellschaft denkt an meinem Artikel “Vom kulturellen Wirkungsquantum” im Wavetank herum. Exemplifiziert wird dies zum Beispiel anhand des iPads und der schon in Session 5 angedachten Beschleunigung durch Metaphernbildung.

Session 7: Epiphifzen und digitale Schwerkraft

Die 7. Session der Ästhetischen Gesellschaft mäandert durch die Themen: Wechselwirkung von Gesellschaft, Technologie mit kulturellen Artefakten wie Legislaturperioden, kurz wird Rorty gestreift, Facebooks globaler iLike IT Button bekommt ebenfalls etwas Aufmerksamkeit, von hinten schleicht sich die Robotik an und schließlich spielen wir mit einigen Gedanken zur Schwerewirkung zunehmender Digitalisierung. Das letzte Thema klingt, als bedürfe es noch einer Vertiefung.

Im Kontext der siebten Session sind lesenswert:
- Siggi: Maßstab Politik
- Die Kybernese der Gesellschaft
- Wavetank: Präzision und Unsichtbarkeit

April 11th, 2010 by Tim Bruysten in kommunikation, [geschichte der zukunft]

Nach den Diskussionen und Diskursen die es hier und dort nach der 2. Session der ästhetischen Gesellschaft gegeben hat, sehe ich mich veranlasst, einige Gedanken noch etwas weiter zu fassen. Denn die Frage, die auch dem Artikel zum “Fall der Medien” zu Grunde liegt, ist vorrangig keine politische, sondern eine systemische.

Das “philosophische Hamsterrad”, welches den ewigen Kreislauf der öffentlichen Diskurse zu prägen pflegt, scheint mir davon abhängig zu sein, wie schnell eine Gesellschaft den Fortschritt umarmen – Neues assimilieren kann: Sollte gesellschaftliches Lernen, ebenso wie das individuelle von der Wiederholung, der Übung abhängig sein, könnte der Lerneffekt des kollektiven Bewusstseins (oder “des Systems”?) in unmittelbarer Abhängigkeit von den Zyklen der medialen Präsentation stehen – oder eben davon, wie stark die “Kybernese” der Gesellschaft fortgeschritten ist. (Zur Bemessung des Fortschritts habe ich vor Kurzem im Wavetank gegrübelt: Vom kulturellen Wirkungsquantum)

In diesem Kontext ist der Wertschöpfungsprozess der Medien eventuell aus Sicht der Gesellschaft völlig anders zu formulieren und zu fordern als bisher: Natürlich sind Medien Informationstransmitter, intellektuelle Reflektoren, Arbeitgeber und erwirtschaften Gewinne für die Eigentümer. Doch welcher dieser Spielplätze ist für die Gesellschaft von größerer Bedeutung; die Expansion des pekuniären Gewinnes oder Entertainment-Erfolges durch maximale Oberflächenvergrößerung der Informationen? Also die Schaffung von spatialen und temporalen Redundanzen? Oder sollten wir den Nutzen von Medien nicht lieber zu messen versuchen, wie gut sie zu einer Verdichtung des Wissens beitragen? Ihre Wertschöpfung hinsichtlich der Beschleunigung von Lernprozessen? Auf gesellschaftlicher wie auch auf individueller Ebene. (Zur Beschleunigung durch Verdichtung gibt es umfassendere Reflexion in der 5. Session).

Die Sprengkraft des Internets liegt vielleicht darin, nicht nur bei der Oberflächenvergrößerung effektiver als zahlreiche klassische Medienproduktionsansätze, sondern auch ein besseres gesellschaftlich-biographisches Gedächtnis zu sein: Die Qualität des Selbst-Bewusstseins einer Gesellschaft verbessert durch frei verfügbare Kontextmaschinen, basierend auf schier unendlichen öffentlichen Gedächtnissen? Prozesse der/zur Reidentifikation.

Also: “Wider das partielle Vergessen” – Meme vollständiger, lebendiger und vielfältiger in das öffentliche Bewusstsein zu assimilieren (und für das Individuum verfügbar zu machen) und damit die Notwendigkeit der Wiederholungen von Diskursen zu minimieren. Es muss wohl kaum noch gesagt werden, dass damit nicht nur Technologien, sondern vor allem auch Kultur- und Lerntechniken gemeint sind. Dem Vergessen an sich soll damit nicht seine Qualität und sein Nutzen abgesprochen werden, dennoch vermute ich im Zeitalter der “Cloud” und der Vernetzung weitaus mehr Potential in den Utopien, die aus der Mensch-Maschine-Arbeitsteilung erwachsen können, als gemeinhin öffentlich diskutiert wird.

April 4th, 2010 by Tim Bruysten in [geschichte der zukunft]

Was ist eigentlich genau “Beschleunigung”. Im Wavetank, hier in meinem Blog und in den Sessions der Ästhetischen Gesellschaft benutzen wir diesen Begriff immer wieder und auch umgangsprachlich ist überall davon zu hören, dass “alles ja immer schneller geht”.

Einen ersten Definitionsversuch zur Beschleunigung an sich habe ich im Wavetank unternommen, nicht uninspiriert durch den Inhalt der 5. Session der ästhetischen Gesellschaft.

Dort mäandern wir um das Thema herum und greifen zwei Facetten auf: Symbolverdichtung und abstraktes Geld.


Mehr Gedanken dazu im Wavetank.

March 28th, 2010 by Tim Bruysten in telekratie

Die Beteiligten
Es ist wirklich eine kniffelige Situation: In einer gepflegten demokratischen Rechtsordnung sollten Richter, Opfer und Täter möglichst unabhängig von einander sein. Die Betrachtung der öffentlichen Debatte um “die Medien” offenbart jedoch, dass der kategorische Imperativ (auch) hier nicht aufgeht. Aber es zeige mir jemand Jemanden unbeteiligtes.

Trotzdem; nein gerade deswegen gilt es, dass sich die Beteiligten noch genauer selbst wie auch gegenseitig hinterfragen. Dass noch feiner hingesehen wird, ob die Regeln des Diskurses, der Wissenschaftlichkeit und der Genauigkeit eingehalten werden. Ohne jedoch – und darauf lege ich bedeutenden Wert – die Chancen die in den Utopien des Wandels stecken zu vernachlässigen.

Ein typischer Fall, in dem die klassischen Tugenden des Journalismus hoch im Kurs stehen sollten. Genaue Recherche, Mehrfachüberprüfung der Quellen, das gleichberechtigte Darstellen von These und Antithese und der Verzicht auf eine mittelbare und unmittelbare Synthese, Distanz usw.

Und doch kein typischer Fall; da der öffentliche Diskurs von denen ausgetragen wird, um die es geht. Und dabei geht es nicht nur um einen Markt, es geht um eine Identitätsfrage der Gesellschaft: Wer ist eigentlich für die öffentliche Meinungsbildung verantwortlich? Tragen wir Meinungsbildungsprozesse repräsentativ aus? Oder hat jeder das Recht, aktiv teilnehmen zu können? (…)

Beteiligt sind also Alle.

Der Tathergang
Ist es nun angemessen, wenn in einer solchen Situation einer der repräsentativsten Vertreter der institutionalisierten Medien eine zu großen Teilen populärwissenschaftliche Momentaufnahme produziert? Wozu soll diese dienen? Unterhaltungszwecken? Oder zur gezielten Manipulation? Ich bin nicht sicher, was mir lieber wäre. Aber es fehlt mir die Phantasie für einen plausiblen dritten Grund. Ausser vielleicht: Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Autor.

Glücklicherweise fällt dieses Ereignis in eine Zeit, in der ubiquitäre, diskursive Medien für jeden erreichbar sind. So begegnen eben diese herausragenden Vertreter einer Gattung (des Verlegertums des 20. Jhds. – nicht etwa des Journalismus), einer Öffentlichkeit in der sie als Gleiche auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Sie werden vllt. gar von denen, die sie für Rezipienten halten, ernster genommen, als sie diese nehmen.

Die Ernsthaftigkeit dieser “Rezipienten” mag u.U. ebenso unbewusst sein. Entweder durch Gleichgültigkeit oder eben durch die Neigung, alle möglichen Gegenüber als gleichberechtigte Teilnehmer an einem Diskurs zu sehen. Und nicht als Rezipienten.

Diese Diskussion ist nun nicht neu. Eigentlich wurde sie schon vor rund 10 Jahren ausführlich geführt. Mit zahlreichen Beteiligten. Von abstrakteren Auseinandersetzungen mit dem Thema wie der von Walter Benjamin, von Andy Warhol und von weiteren mal ganz zu schweigen. Nun ist sie im letzten Jahr wieder entfacht worden und auch wir haben sie in der zweiten Session der ästhetischen Gesellschaft aufgegriffen.

Unsere Debatte zum Thema wurde dann wiederum in den Kommentaren in meinem Blog aufgegriffen. Wunderbare Rekursion.

Die Beweisführung
Und hier beginnt nun die Beweisführung. Verlage kämpfen darum, in einem Markt eine Rolle spielen zu dürfen um für ihre Shareholder einen Shareholder-Value herausarbeiten zu können. Sie begründen einen Anspruch auf diesen Markt damit, dass sie einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Dieser Beitrag wird unter dem Schlagwort “Die vierte Macht im Staate” zu sein zusammengefasst.

Es gibt also verschiedene Ebenen zu betrachten; mindestens die Folgenden:
- eine gesellschaftliche Ebene
- eine merkantile Ebene
- eine politische Ebene
- eine Ego-Ebene

Auch dieses wurde schon vor locker einen Jahrzehnt herausmäandert. Und ist sicher in den einschlägigen Suchmaschinen unter dem Stichwort “Blogger und Journalisten” oder “Blogger vs. Journalisten” oder so zu finden.

Etwas schwierig wird es eben nun, wenn jemand, der mit gutem Journalismus seinen Anspruch die vierte Macht im Staate zu sein erhebt und damit das Anrecht auf einen Markt verbindet. Und wenn dieser Jemand im gleichen Atemzug die oben zitierten grundlegenden Regeln des selben Journalismus missachtet. In dem er eben nicht ausführlich recherchiert, nicht These und Antithese gleichberechtigt zulässt und sich selbst nicht die Schlussfolgerung verweigert… Wenn Neutralität und Distanz auf Grund der Vermischung von Jobs unmöglich sind.

Schwierig ist dies aus zweierlei Gründen. Erstens impliziert dieser Anspruch, dass die Teilnehmer des Staates jene vierte Macht zur Meinungsbildung benötigen. Als dieses Argument von technischen Hürden gestützt wurde, war es auch sicher berechtigt. Im 21. Jhd. bestehen diese Hürden jedoch nicht mehr. Zugang zu Information ist nicht mehr durch Zeit und Raum begrenzt. Folglich muss der, der die vierte Macht als institutionalisierte Macht aufrecht erhalten will, sich den Vorwurf gefallen lassen, seine Mitbürger eben nicht als gleichberechtigte Mitbürger zu sehen. Sondern vielmehr als intellektuell Unterstützungsbedürftige.

Zur Frage der Beweislast
Zweitens. Zweitens muss derjenige, der mit dem Titel der vierten Macht wirtschaftliche Interessen verbindet nachweisen, warum die Gesellschaft einen Preis (Geld, Kontrollverlust, Delegation von Meinungsbildung, …) zahlen soll. Denn zur Debatte steht nicht, die Abschaffung dieses Titels. Es geht um die Frage, wer ihn haben soll. Offensichtlich schwingt zur Zeit das Pendel dahin, dass eine allgemeine Öffentlichkeit – wir alle – diesen Titel inne haben soll.

Es liegt also an der Gegenseite nachzuweisen, dass sie in der Lage ist eine qualitativ und fachlich höherwertige vierte Macht darzustellen, als die Gesellschaft es selbst kann. Bzw., dass es eine allgemeine Öffentlichkeit dieser Aufgabe selbst nicht gewachsen ist.

Dieser Nachweis kann gemeiner Weise leider nicht im Elfenbeintürmchen ausgekungelt werden. Dieser Nachweis geschieht eben auf einem Markt. Einem Markt in dem Systeme gegeneinander unter systemischen, unter evolutionären Regeln antreten.

Wer sich nun verblüfft umguckt und feststellt, dass, die vierte Macht zu sein, kein Erbrecht war, braucht dringend Grundschulnachhilfe in Sachen Demokratie.

Kein Urteil
Nein. Ich werde hier kein Urteil fällen. Ich habe zu sehr schon die Position der Anklage eingenommen. Zudem steht es einem Einzelnen auch gar nicht zu, ein Urteil in dieser Sache zu fällen. Das Urteil wird diesmal nicht im Namen des Volkes, sondern vom Volk, qua seiner Marktfunktion gefällt.

Wir haben es mit hochgradig systemischen Effekten zu tun. Und Siggi zitiert in unseren Sessions im Wavetank nicht ohne Grund dauernd Luhmann, spricht Dr. J. von der Entwicklung der Rolle des Autors in der Postmoderne und verweise ich auf Esposito… ;-)

Für mich halte ich aber fest, dass ich es ausserhalb kleiner privater Zirkel für unangemessen halte, populärwissenschaftlich auf die Revolution der gesellschaftlichen Kommunikations-Apparate, -Gesten, -Riten und -Medien zu reagieren. Ein öffentlicher Eureka-Ruf, der deutlich macht, dass eine Unkenntnis der Ergebnisse einer Jahrzehnte alten Debatte vorliegt, ist in der Regel peinlich. Geht es nun um demokratische Werte kann dies aber auch gefährlich werden…

Im weiteren Kontext lesenswert:
- Wavetank: Begriffsdefinition
- Wavetank: Just say NO
- Vernetztes Entscheiden
- Ästhetische Gesellschaft: Die Gesellschaft als offenes Kunstwerk
- Wavetank: Bot mediated Reality
- Wavetank: Collaboration und Konflikt

March 23rd, 2008 by Tim Bruysten in tekk

Während auf der einen Seite eine Art konsolidierender Aufbruch, die Wogen der Webaufregungen glättet und zeigt, daß, nimmt man die User als Menschen und Kunden ernst, gutes Geld mit den Phänomenen der Masse zu verdienen ist und das an der Weisheit der Massen zumindest in einfachen Praxismodellen (z.B.: Öffentliches Wissen) durchaus etwas dran ist, findet untergründig eine weitere sehr viel leisere, aber vielleicht um so gewaltigere Technologierevolution statt.

Das primärtypische Merkmal des Web2.0 ist der Integrationsprozess in die lineare Technologiewahrnehmung. Die neuen technologischen Methoden, die das Web2.0 als das “benutzerfreundlichere” Web gestalten lassen und die neuen Konzepte, die die Integration des Webs in alle Lebensbereiche (siehe z.B.: Eine SMS steuert die Stadt, Ubiquitous Computing) zulassen, sind eben genau hiervon ein Ausdruck: Die Idee ist da, nun wird binnenkonsolidiert (Die nächsten 10 Webtrends).

Betrachtet man dies von Innen, so lassen sich die asozialisierenden Einflüsse, die mancherorts von Außen in dieses lineare Mißverständnis hineingepresst werden möchten schon begreifen; die Angst vor der Ersetzbarkeit durch kongruent erscheinende Muster in der “analogen” Welt und innerhalb des Webs in Verbindung mit der fortschreitenden Durchdringung der digitalen Vernetzungstechniken führen zu absonderlichen Kontrollwünschen wie der Vorratsdatenspeicherung (Ich hab doch nichts zu verbergen…). Es könnte ein Tiger sein, wir sollten es in einen Käfig stecken.

Sobald man jedoch das Metafeld betritt und über die Konvergenz von Technologien jenseits des omnipräsenten Internets reflektiert, braucht es starke Nerven und weitreichende Utopien, um mit der Vielzahl der Möglichkeiten noch umgehen zu können und vielleicht eine Chance zu haben, die Gestaltungshoheit zu behalten.

Wie kann eine Welt, in der die fortentwickelten Folgen von Nanotechnologie, synthetischer Biologie, Gentechnik, Kommunikationsvernetzung, Energietechnologien, Medizintechniken, Robotik und gar künstlicher Intelligenz konvergieren aussehen?

Langzeitvorfühler zeichnen schon seit langem ein eher düster geprägtes Bild, exemplarisch ist vielleicht H.G.Wells‘ “Wenn der Schläfer erwacht” zu nennen, das schon vor deutlich über hundert Jahren eine erstaunliche Technologie-Extrapolation darstellte. Roddenberrys utopisches Bild macht aber auch gleichzeitig deutlich, wie viel schwerer es ist, eine positive, eben nicht-dystopische Projektion zu entwickeln.

Die Ethik eines Designers im 21. Jahrhundert könnte nun darin bestehen, die realisierbaren Räume aus dem Reich der Utopien zu extrapolieren, im ersten Schritt verständlich zu kommunizieren und im zweiten auszugestalten, aber natürlich auch auf entdeckte Risiken (die realisierbaren Räume aus dem Reich der Dystopien) aufmerksam zu machen.

siehe auch:
- It’s God!
- Why Design (Philippe Starck)
- Gentechnik goes Web2.0
- Beschleunigung der Unschärfe
- The Sky is the limit

December 30th, 2007 by Tim Bruysten in Uncategorized

Geneigte Leser, ein spannendes Jahr geht zu Ende und das Webwachstum ist auch an diesem, dem meinen Blog nicht vorbei gegangen. Daher hier die üblichen statistichen Daten zum Jahresende, verbunden mit Dank für die Aufmerksamkeit und das Interesse.

Über 890.000 Besucher (Unique Visits) haben mich 2007 beehrt und über 1.650.000 Pageviews erzeugt. Die Besucher kamen dabei, was die Auswertung der Regionalstatistik Deutschland ergibt, bevorzugt aus Aachen, Düsseldorf, Mönchengladbach, Köln, Siegen, Berlin, Bonn, Kaiserslautern und Hamburg.

Die beliebtesten Artikel in 2007 waren:
- Graffiti Taxonomy
- mnemo status
- The Hubble Heritage Image Gallery
- Wie funktioniert Geld?
- Wall-Mounted Multi-Touch
- Web Ontology and the Semantic Web
- Die nächsten 10 Webtrends
- A Bill of Rights for Users of the Social Web
- illustrated idioms
- 2. Düsseldorfer Webmontag

Browser-Statistik:
- Internet Explorer 6 ~10%
- Firefox 2 ~ 8%
- Mozilla 5 ~6%
- Internet Explorer 7 ~5%
- Netscape ~3%
- Safari ~2%
- Firefox 1.5 ~1%
- Firefox 1 ~1%
- (lange Liste…)

Betriebssysteme:
- Windows ~75%
- Linux ~15%
- MacOS ~10%
- BSD <1%
- SunOS <1%
- OS/2 <1%

December 14th, 2007 by Tim Bruysten in visual communication

Oliver hat mich auf ein interessantes Video aufmerksam gemacht, welches die Funktionsweise von Geld und die Methodik von Banken gut erklärt:



Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5.

Siehe auch die Videos von Max von Bock: Wie funktioniert Geld

UPDATE: 23.12.2007
Siggi machte mich gerade auf diesen Artikel des Telegraph aufmerksam.

June 1st, 2007 by Tim Bruysten in web

Heise schreibt über ein Symposium zur Zukunft der Suchmaschinen und fasst in einem kurzen Abriss die aktuelle Situation ganz gut zusammen. Doch halte ich es für unwahrscheinlich, daß eine Konkurrenz zu Google von einem Forschungsinstitut, oder der Europöischen Union im Web “platziert” werden kann, zu viel Geld und zu viele Aquise-Aktivitäten sind zur Zeit bei Google zu verzeichnen.

Eher wahrscheinlich ist wohl, daß die dringend notwendige Konkurrenz ein ebenso unerwartetes Start-up wie eben Google selbst sein wird.

Wenn in diesem Kontext das Schlagwort “Web3.0″ wieder verwendet wird, möchte ich dies als das übliche Steampunk-Phänomen einordnen. Eine Neigung von Menschen, die Zukunft als die vergrößerte Gegenwart zu betrachten, anstatt einen Paradigmenwechsel zu erwarten.

Semantische Suche ist auf der anderen Seite etwas, womit ich mich auch schon länger beschäftige und dem ich große Chancen für die Zukunft einräume. Allerdings ausschließlich unter der Prämisse, daß das Benutzungsgefühl für den Anwender, ebenfalls erheblich verbessert wird. Mindestens 50% der Innovation für eine neue Suchmaschine muß aus dem Bereich Interfacedesign / Workflow-Optimierung kommen. Ganz davon zu schweigen, daß es eine Marke aufzubauen gilt.

February 27th, 2007 by Tim Bruysten in tekk

Das ein gutes Interface- und Interaktionsdesign für Unternehmenssoftware bares Geld wert ist und sich Investitionen in diesen Bereich aus verschiedenen Gründen, nicht zuletzt dem der Effizienzgewinnung, lohnen, spricht sich langsam rum.

Oft wird in diesem Kontext der Einsatz von AJAX als Technologie für Client-Server basierte Software in Unternehmen genannt. Ein interessanter, wenn auch aus meiner Sicht etwas zu pessimistischer Artikel bei IX befasst sich mit diesem Thema.

Doch für viel wichtiger als die Diskussion mit welcher Technologie nun im Endeffekt Interfaces gebaut werden, ist die Diskussion, die sich generell mit dem Thema beschäftigt und ein Bewußtsein für die Vorteile eines Design-getriebenen Interface- und Interaktionsdesigns schafft.

siehe auch:
- NeXt presentation
- AJAX OS
- Wall Mounted Multi Touch
- Bumptop 3D Desktop
- Novell XGL Compiz Presentation

December 2nd, 2006 by Tim Bruysten in visual communication

Max von Bock hat seine Diplomarbeit als Video bei YouTube (wie es sich für ein ordentliches Theater gehört: in drei Akten) veröffentlicht. SEHENSWERT!.