Zugegeben ein trivialer Gedanke, doch trotzdem scheinen seine Konsequenzen nicht allgemein geläufig zu sein: Soziale Systeme, Gesellschaften bilden mit Technologien synthetische Organismen mit einem hohen Grad an Emergenz und Abstraktion; die Herdplatte war aus der Utilisation des Feuers nicht direkt abzuleiten. Versucht man die Technologie wieder aus diesen Gesellschaften zu entfernen, so gleicht dies der Amputation eines wichtigen Organs in einem Organismus.
Doch der evolutionäre Vorteil der techno-sozialen Gesellschaft, mit Technologien und Methoden Symbiosen eingehen zu können, und so den Nachfolgenden schon einen vorgerückten Start zu ermöglichen, stellt sich bei der Selbstreflexion offensichtlich als erschwerende Sichtbehinderung in den Weg.

So entsteht eine Lücke zwischen der wahrgenommenen und der tatsächlichen Technologiedichte, wodurch sich ein etwaiger exponentieller Vektor dem endogenen oder intrasystemischen Betrachter verschließt.
Hinzukommend erschwert eine angenommene psychologische Komponente des durchschnittlichen Betrachters, mit sich selbst zufrieden zu sein und von daher sich selbst eher als Ziel denn als Kettenglied der Evolution einzustufen, eine unvoreingenommene und objektive Betrachtung.
So entsteht ein Problem und eine soziale, ja politische Aufgabe für Designer, hier mittels ihrer Methoden die Transparenz zu erhöhen und den Fortschritt, sowie dessen Extrapolation auf die Zukunft sichtbarer zu machen.
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February 5th, 2008 at 6:37 am
Guter Post. Ray Kurzweil spricht in The Singularity is near von den Sichtweisen “intuitive linear” und “historical exponential”.