Moderne Überwachungstechnologie ist nicht nur im kleinen, sondern auch im ganz großen Maßstab zu finden. Unter einer zunächst mal sehr positiv anmutenden Überschrift “Burma: Nachweis von Menschenrechtsverletzungen durch Satellitenbilder” berichtet heise darüber, wie Satellitenbilder genutzt werden können, Menschenrechtsverletzungen nachzuweisen.
Prinzipiell mag dies ein ehrenwerter Ansatz sein, doch legt er zahlreiche Fragen auf den Tisch. Zum Beispiel, wer alles Zugang zu solchen Bildern hat und sie vielleicht manipulieren kann und wer auswählt, von welchen Regionen der Welt solche Bilder veröffentlicht werden und über welche Gegenden und damit Geschehnisse das Tuch des Schweigens gedeckt wird. Was wird, wenn unsere Satellitenbilder noch besser und schärfer werden; jagen wir dann Taschendiebe via Satellit durch die Straßen?
Im Grunde wird eines deutlich, Technologie versetzt uns zwar in die Möglichkeit, an Daten zu kommen, die objektiver wirken, doch trügt dieser Schein, solche Daten sind immer subjektiv und das Risiko steckt in dem Vertrauen, welches wir objektivierenden Technologien zubilligen.
Sehr gut, wenn nun in Myanmar/Birma schreckliches verhindert oder vermindert werden sollte; trotzdem ist eine kritische Reflexion über die Technologie im Allgemeinen dringend erforderlich.
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