Auf die Frage, wozu ein Computernutzer ein Betriebssystem braucht, gibt es eigentlich nur die Antwort: Er braucht es nicht. Diese Frage habe ich schön häufiger erörtert [1,2,3]. Nun schlägt das “Globalisation Institute” vor, zu verbieteten, daß Betriebssysteme zusammen mit Hardware “gebundelt” verkauft werden.
Leider sind wir technisch, wie konzeptionell bei Betriebssystemen noch nicht so weit, daß wir sagen könnten, laßt doch das Betriebssystem im Computer die Rolle spielen, die der Anlasser im Auto spielt (auch wenn ich das gern schon hätte), und den Blick auf Methoden, Integrierbarkeit, Interoperabilität, Benutzbarkeit und Spaß lenken; doch ist dies in meinem Sinn der einzig vernünftige Weg.
Das bedeutet, daß das Konzept, den Computer als ein Ganzes, als eine Supporteinheit, als ein Medium zu begreifen, in dem Hard- und (die basale) Software auf einander abgestimmt sind, die Zukunft gehören sollte. Ich kaufe ja auch nicht Motor und Karosserie von meinem Auto einzeln und sehe auch nicht ein, daß ich mich tiefer damit auskennen muß, um das Auto fahren zu können.
Anwendungsprogramme können aus dem Netz kommen, alte Idee, mit aktuell etwas Wind drin, der ich aber für die Zukunft größere Bedeutung beimesse (siehe auch: heise.de: Adobe kündigt Online Version von Photoshop an.)
Es sind also Konzepte gefragt, die die drängensten Probleme lösen. Und dies sind primär keine technischen mehr, sondern politische, moralische, wirtschaftliche und soziale. Das betrifft offene Standards, Datenschutz (rechtlich wie auch physikalisch), Privatsphäre, Usability, …
mnemo (beta):- Oliver Wrede prophezeit: The end of filesystems
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