Wer immer noch glaubt, das Internet sei primär ein weiterer Vertriebskanal, eine informationelle Einbahnstraße, in die man getrost hinein husten kann, ohne dem Risiko ausgesetzt zu sein, selbst krank zu werden, irrt gewaltig: Das “Ding” lebt. Es reagiert, antwortet, beißt zurück.
Die Angst vor dieser Erkenntnis treibt mancherorts Unternehmer und Politiker zu merkwürdigen Stilblüten und gar aberwitzigen Experimenten. Eine solche Posse dokumentiert Mario Sixtus, seines Zeichens Elektrischer Reporter, in seinem Blog.
Worum geht es? Mario hat sich eine Software gekauft, aus Neugierde. Nicht zur Anwendung. Eine Software, die, wie Mario berichtet, verspricht, von gaaanz vielen Bloggern die Zustimmung zu haben, in deren Blogs in Form von Kommentaren Werbung schalten zu dürfen und dies wohl auch tun kann. Mario hat wohl diese Zustimmung nie erteilt, ist aber trotzdem in dieser Software “mit drin”.
Die vollständige Geschichte gibt es bei Mario.
Natürlich kann man im Internet, ja sogar im Web2.0 tolle Werbung machen. An einem Konzept, wie dies geschehen kann, basteln wir gerade hier. Aber Werbung sollte zum Medium passen, nicht umgekehrt. Hauswurfsendungen sind jedoch in der analogen Welt schon meißtens nervig.
mnemo (beta):

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