August 22nd, 2006 by Tim Bruysten in innovation

Kaum ist man mal ein paar Tage im Urlaub, gibt es spannende Neuigkeiten. Wie schon Tobias schreibt, ist die Keynote zu Apples World Wide Developers Conference aus verschiedenen Gründen sehenswert.

  1. Für jeden Präsentierenden, kann sie lehrreich sein, wie man gut präsentieren und wie man gute Folien für Präsentationen gestalten kann.
  2. Wenn Apple mit seinem neuen, für das nächste Frühjahr angekündigte Betriebssystem “Leopard”, daß halten kann, was es verspricht, steht für den PC - Consumer und PC - Media - Professionals - Markt ein neuer Meilenstein an.

Der Reihe nach. Die Keynote hat mich insofern überrascht, als daß Steve Jobs seine bisherige Alleinherrschaft von Apple-Bühnen aufgegeben hat. Kündigt sich hier ein Wechseln an? Bei einem Produkt, dessen Vermarktung stark von dem kreativen Image des Firmengründers abhängt, ist dies eine relevante Frage.

Doch daß, was das Apple-Team dort vorgestellt hat, hat mich durchweg positiv gestimmt. Der neue Mac Pro, sowie das neue Leopard stellen durchaus einen Meilenstein für Apple; aber auch für die gesamte Consumer und Media-Professionals Computerszene da.

Hardware
Der Trend ist nicht unbedingt neu und auch nicht allein von Apple losgetreten, doch scheint Apple mit dem Mac Pro, die (vorläufige) Perfektionierung gelungen zu sein. Ich spreche von der Verwendung von Mehrkernsystemen. Als einziges wirklich consumertaugliches Produkt bietet Apple nun ein in Hard- und Software durch und durch 64 bittiges System mit 4 Cores an. In einem Gehäuse, welches allem Augenschein nach, ebenfalls Vorbild für viele sein wird. Kabel und Schrauben haben in PC-Gehäusen an Stellen, an denen der Benutzer etwas austauschen möchte, einfach nichts verloren. Punkt.

Wieviele Cores können in einem System sein? 4, 40, 400? Spielt eigentlich keine Rolle; wahrscheinlich werden diese harten technischen Zahlen in der Zukunft nicht mehr so weit im Vordergrund stehen und mehr auf Funktionalitäten und Benutzbarkeit Wert gelegt werden.

Software
Zwar übt sich Apple noch in Geheimnistuerei, doch hat man einiges über die Funktionen des neuen Betriebssystems und der zugehörigen Anwendungsprogramme erfahren können. Durchaus inspiriert von anderen Betriebssystemen, aber gut durchdacht und weiterentwickelt scheint mir “Spaces” zu sein. Eine Funktion, den Desktop in mehrere virtuelle Bereiche zu unterteilen.

Wirklich geniales verspricht “Time-Machine”. Eine neues Backup-Konzept, welches tief ins Betriebssystem integriert ist und mit einer Funktionalität aufwartet, die alle anderen Backup-Systeme in den Schatten stellt. Wahrscheinlich wird es exorbitant viel Speicher brauchen, doch glaube ich nicht, daß Speicherplatz in den Computersystemen der nächsten Jahre ein wirkliches Problem darstellt.

Fazit
Apples neue und überall zur Schau gestellte Souveränität, von Oliver schlicht “Microsoft - Bashing” genannt, könnte durchaus berechtigt sein. Microsoft hängt mit der Entwicklung von Vista und dem IE7 und das neue MS-Office scheint auch größere Umstellungen vom Benutzer zu verlangen, als dem lieb sein könnte. Dies im Kontext mit Apples Wachstumszahlen verleiht durchaus den Anspruch auf eine selbstbewußte Haltung.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß der PC-Consumer Markt in den nächsten Jahren sehr viel divergenter wird und dafür Microsoft seinen neuen Kernmarkt im Umfeld von Unternehmens- und Wirtschaftsintegration findet.

mnemo (beta):

    One Response to “WWDC 2006”

    1. Steve-Jobs-Videos - flying sparks Says:

      […] Ich hoffe, nun hatten auch der letzte ;-P Gelegenheit, die neue WWCD-Videos anzusehen. […]

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