In einer aktuellen Entscheidung platziert sich das EU-Parlament gegen den Kurs der EU-Kommission und fordert zum Zweck der Erfüllung des Lissabon - Prozesses (siehe: Wikipedia - Lissabon Strategie), eine größere Aufmerksamkeit für die Prinzipien von OpenSource Software.
Die Kommission fordern die Parlamentarier auf, “eine wissensbasierte Gesellschaft zu fördern, die gesellschaftlich niemand ausschließt”. Dies soll durch die Unterstützung etwa von freier Software und deren hauptsächlicher Lizenzkonzepte wie der GNU General Public License (GPL) und der Public Documentation Licence (PDL) erfolgen.
Im Rahmen meines Diploms hatte ich formuliert, daß eine Gesellschaft, die, zum Beispiel mittels Patenten, Wissen nicht nur als Besitz, sondern sogar als Eigentum definieren kann, aber auch in ihrem Grundgesetz vermerkt, daß Eigentum zu Pflichten führt, einen freizügigeren, respektive allgemeinnützigeren Transfer von Wissen und dessen Nutzen gewährleisten muß, als dies die EU-Kommission plant.
Nun hat die Europäische Union keine Verfassung und das deutsche Grundgesetz auch keine europäischen Ambitionen, doch könnte dieser Gedanke eine interessante Note in der Diskussion um die Patentpolitik Europas sein.
siehe auch:
- Patent-Pools als Placebos im “kalten Krieg” ums geistige Eigentum
- Vielköpfig - Softwarepatente die Hydra des beginnenden 21. Jhds.
- Publikationsstrategien im Wandel
- Patente, ein überholtes Modell?
- Patentfallen im Internet
- Die Kondensation des Wissens

June 1st, 2008 at 10:02 am
[…] patente noamik schrieb am 7. Juni 2007 14:15 > > > > > Chemiker schrieb am 6. Juni 2007 23:52 > > > > > > > Für trivial Patente der Softwarebereich mag es zutreffen. Für >> > > > Entwicklungen die viele Mannjahre erfordern, respektive Millionen > > > > gilt das nicht. > > > > > > Beweis durch Behauptung? > > > > Bitte lies meinen separaten Beitrag! > > In dem konnte ich ja eben keinen Beweis finden … > > > die Entwicklungsgeschwindigkeit in der vorindustriellen Streit kam er > > nicht gerade als überwältigend schnell bezeichnen! > > Das kann nun wirklich nur jemand behaupten, der von der Thematik > keine Ahnung hat. Lies mal das Kapital von Marx, nein, nicht wegen > den dort erläuterten ökonomischen Zusammenhängen oder gar seiner > Schlussfolgerungen. Es gibt für die Wirtschaftsgeschichte zuverlässigere und ausführlichere Quelle als Marx? (Karl) [Das Kapital ist im übrige grausam zu lesen.] Btw. haben gerade > die staatlich garantierten Monopole (also äquivalent zu Patenten) im > Mittelalter jede Innovation abgewürgt. Die Privilegien waren eine räumliche Erlaubnis, für wirtschafliches Handeln (Mühlenrecht z.B.) Aber eben kein Schutz für den Geistesblitz einer Person. Beim Buchdruck mit beweglichen Lettern schien das auf den ersten Blick von Vorteil gewesen zu sein, schaut man sich aber die Verbreitungsgeschwindigkeit an so hat das Firmengeheimnis länger als die 20 Jahre eines Patentes geschützt. > Wenn ich daran denke, dass > schon die alten Griechen Dampfmaschinen kannten, Bitte Quellenangabe, ist mir neu. > > > die Patente nicht, aber die Heilmittel, die durch sie ermöglicht > > werden! > > Es bleibt eine unbewiesene Behauptung, dass durch Patente Heilmittel > entwickelt werden. Das ist keine Behauptung von wegen! Es werden Milliarden in die Wirkstoff und Arzneimittelentwicklung investiert, seit Jahrzehnten. Die Firmen, die forschen finden auch Arzneimittel! Ich beobachte das seit über einem Jahrzehnt. Die Liste der Heilbaren Krankheiten ist deutlich Länger geworden. > …beweisbar sind hingegen die Fälle, in denen Patente > Herstellung und Vertrieb von Medikamenten an Bedürftige verhindern, Wenn die Regierungen mit 90% Rabat von EU Preis nicht kaufen, dann kann man Ihnen nicht helfen, den eine GMP-gerecht Produktion von Arzneimittel kostet auch Geld. Sicher gibt es auch die anderen Fälle, Beweisbar ist aber auch, das die Regierungen der Armen sich weigerten die Spenderv or Rücktransport in EU/US zu schützen. … […]