February 26th, 2006 by Tim Bruysten in tekk, artificial intelligence, [geschichte der zukunft]

Heise schreibt über ubiquitous computing. Und der Autor reißt einig Fragen der Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit solcher Entwicklungen an. Klar ist, daß eine gesellschaftliche Debatte zur Miniaturisierung der Elektronik und Maschinen völlig fehlt und daß daher eine sinnvolle Abwägung solcher Entwicklungen im öffentlichen Kontext nicht möglich ist.

Doch zeigt sich am Beispiel der Entwicklung der makroskopischen Computertechnik, daß im Laufe von ein bis zwei Generationen die Menschen der Technik ihre Kultur zwar nicht aufzwingen, aber langsam eine kulturelle Symbiose mit den Möglichkeiten, die die neue Technik hervorbringt eingehen. Trotzdem halte ich einen öffentlichen Diskurs in dieser Frage für unabdingbar und dringend notwendig.

Ubiquitous?
Was bedeutet dies eigentlich? Ubiquitous? Im Kontext unserer Technologie kann man folgende Aufteilung vornehmen.

Soziale Welt
Hier sprechen wir vom “Web 2.0″ vom “urbanem Netz”; die Kompetenz-, Informations-, Kommunikations- und Wissensmanagementstruktur, die uns überall und jederzeit (kontextbezogen) zur Verfügung steht.

Medizinische Welt
Medizinische Überwachung; Miniaturisierung (1, 2) können die Medizin und vorallem Nebenwirkungen und Schädigungen durch operative Eingriffe wesentlich reduzieren.

Militärische, Polizeiliche Angelegenheiten
Überwachung, Kontrolle, Waffen (1). Alle diese Dinge lassen sich mit der gleichen Technologie bauen, die ich unter sozialer und medizinischer Welt einordne.

Urbane Welt
Die Dinge des Alltags, unsere Umwelt vernetzt sich unsichtbar… (auch hier wird der Web2.0-Begriff verwendet). Einige Beispiele sind in dem oben zitierten Heise-Artikel gebracht. Aber man kann dies noch viel weiter denken.

Das weite Spektrum dieses Themas wird deutlich, wenn man sich mit den Randerscheinungen der Debatte auseinandersetzt: Weit über die aktuell notwendige Diskussion der (kulturellen) Integration neuer Technologien in die Gesellschaft hinaus geht Stanislaw Lem in seiner Waschmaschinentragödie. Doch Robert Alexy, Rechtsprofessor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, beschäftigt sich hier mit der gleichen Fragestellung aus juristischer Sicht.

Für die Visionärswelt der Computer-, Informations- und Wissenstechnik, der Nanoingenieurswissenschaften, der Medizin (…) gibt es zur Zeit leider kaum gesellschaftliches Interesse. Zu viele Medien hämmern auf uns ein und zu verteilt sind die Problemstellungen. Eigentlich ein typisches Designproblem, hier einmal Ordnung und Übersichtlichkeit zu schaffen ;-)

siehe auch:
- 2,5 GBits über 4G
- UFOs (Ubiquitous Findable Objects)
- Location based services
- Ubiquitous Computing

mnemo (beta):

    Leave a Reply