October 28th, 2005 by Tim Bruysten in open source, patente, telekratur

Hier wäre endlich eine klare Position der Politik gegen die Patentierbarkeit von Software notwendig. Gerade dieses Beispiel zeigt es:

“Die Sprache XML ist für Web-Programmierer wie die Luft zum Atmen: Eine freie Ressource, ohne die das Web nicht funktionieren würde. XML wurde zwischen 1996 und 1998 vom gemeinnützigen World Wide Web Consortium (W3C) entwickelt und ist inzwischen im Web zur dominierenden Lingua Franca geworden. Doch die Freiheit von XML ist bedroht, denn das kleine Software-Unternehmens Scientigo aus Charlotte in North Carolina behauptet, zwei US-Patente (5,842,213 und 6,393,426) zu besitzen, die die Grundkonzepte hinter XML abdecken.”

Wenn XML patentierbar wäre, gilt das dann auch für XHTML? Was dies für die Möglichkeiten der globalen Meinungsfreiheit, die in der globalierten Welt von exorbitanter Bedeutung ist, bedeuten würde, ist gar nicht abzusehen…

siehe auch:
- Softwarepatente die Hydra des beginnenden 21. Jhds.
- neverendingstory
- Deutschland als Schutzpatron für ein offenes Internet
- Publikationsstrategien im Wandel
- Patentfallen im Internet
- UNESCO: Ohne Meinungsfreiheit keine Informationsgesellschaft
- Digital Rights Management: Wissenschaftsprivilegien noch umstritten
- IBM gibt 500 Patente für Software-Entwickler frei
- “Die Softwarepatent-Richtlinie ist trügerisch, gefährlich und demokratisch nicht legitimiert”

mnemo (beta):

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