“Der australische Medienmogul Rupert Murdoch hat in einer Rede vor US-amerikanischen Zeitungsredakteuren auf die wachsende Bedeutung des Internet hingewiesen und warnte davor, es zu ignorieren. Er sagte, die Leser wünschten Kontrolle über die Medien, anstatt von ihnen kontrolliert zu werden. In diesem Zusammenhang wies er auf die Bedeutung von Weblogs hin.”
Ob Murdoch der richtige Ansprechpartner ist, wenn es um eine Diskussion von frei und ganzheitlich berichtenden Medien geht, weiß nicht nicht, klar ist aber, daß richtig ist, daß den anonymen Medien weniger Vertrauen entgegen gebracht wird und vielen Menschen die persönliche Ansprache und der authentische Eindruck immer wichtiger wird. Dieses Bedürfnis nach Authenzitität und Nähe findet in Trends wie “Embedded Journalism” einen, zugegebener Maßen nur vorgetäuschten Ausdruck. In der unabhängig von solchen Stilblüten des Journalismus zunehmenden redaktionellen Partizipation der Rezepienten am Medium werden nicht nur Warhols 15 Minuten erfüllt, sondern könnte darüber hinaus auch der Gesellschaft ein Teil der Verantwortung über ihren eigenen Informations- und Wissensfluß wiedergegeben werden.
Als gelebte Beispiele sind natürlich Weblogs, Wikipedia, die neuen Möglichkeiten von Microsofts Encarta, usw. zu nennen. Offen bleibt aber, ob diese Formen wirklich eine realistische Zukunftsperspektive haben, da mit der zunehmenden Aufmerksamkeit, die die Öffentlichkeit diesen Publikationsformen schenkt, auch deren Unbefangenheit schwindet.
siehe auch:
- Encarta Online goes Wikipedia
- Weblogs an der TU München
- Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke
- Demokratie-Hacks, Weblogs und freie Meinungsäußerung
- Schnüffeldienst warnt Firmen bei Erwähnung in Weblogs
- Weblogs und Journalismus
- Das Ende der Massenmedien
- Das Internet bleibt ein Medium von unten
- Studenten nutzen häufig E-Learning
- Wer zum Teufel ist Planetopia?
- Mobile eLearning
- Mitarbeiter berichten per Blog
- Social Nets Not Making Friends
- Weblogging ist für die Identitätsbildung und die Freiheit des Gedankens sehr wichtig
- … eine kultur des wissens


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