February 17th, 2005 by Tim Bruysten in de:sign, innovation, [geschichte der zukunft]

Über dieses Thema hatte ich doch gerade erst geschrieben: Steht uns nach dem Jahrhundert der Automatisierung der Produktionsprozesse nun das Jahrhundert des automatisierten Alltags bevor?:

“Er putzt, mäht den Rasen, führt durchs Museum, pflückt Orangen oder pflegt alte Menschen: Der Service-Roboter. Technikbegeisterte Japaner würden ihn lieber heute als morgen in ihren Alltag integrieren - in Mitteleuropa herrscht da mehr Skepsis. Woran das liegt und mit welchen Ideen dem begegnet werden kann, sind die Themen der Konferenz “robotics in progress”. Im Design Zentrum Bremen wird seit Donnerstag diskutiert.”

Lesenswert ist auch folgender Absatz:

Für Heinz-Jürgen Gerdes, Geschäftsführer der Bremer Design GmbH kommt den kreativen Disziplinen eine wichtige Rolle zu: “Neben neuen Technologien und deren wirtschaftlicher Produktion sind für eine Akzeptanz am Markt auch kulturelle, soziologische oder psychologische Aspekte von entscheidender Bedeutung.”

Im Klartext: Der Roboter soll nicht nur ein schickes Äußeres bekommen. Die Kreativen sollten auch dabei gefragt werden, für welche Aufgaben die Roboter einmal eingesetzt werden könnten.

Mit anderen Worten, schon in der Konzeptionsphase, lange bevor Techniker mit dem Problem konfrontiert werden, müssen Designer in den Entwicklungsprozess integriert werden und ihn die gesamte Zeit begleiten. Nur so kann der Nutzen für den Benutzer, wie die “Total-Cost-Of-Ownership”, und zwar selbige, für alle Besitzer, die ein Produkt ein seinem Lebenszyklus einmal haben wird, voll berücksichtigt werden.

siehe auch:
- Mein Freund, der Roboter
- Mit dem Roboter in die Therapie
- Menschenversuch mit Computer-Gehirn-Schnittstelle
- flexibot
- Land der Maschinenwesen
- Designer und die Brauchbarkeit

mnemo (beta):

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