October 18th, 2004 by Tim Bruysten in information architecture, visual language

“…Es ist wichtig zu wissen, das Menschen, so verschieden sie auch sind, gewisse Gemeinsamkeiten haben. Ein Mensch macht im Laufe seines Lebens eine Vielzahl von Erfahrungen, die audiovisuell abgespeichert und mit Emotionen belegt werden. So ergibt sich, das viele Menschen nicht nur dieselbe Sprache sprechen sondern auch das Gleiche mit Bildern, Formen und Farben verbinden.

C. G. Jung nannte das den Archetypus. Er stellte fest, das bestimmte Symbole die in Träumen auftraten, oft dieselbe Bedeutung hatten. Je elementarer das Gesehene, desto umfassender war die Übereinstimmung. Eine Farbe zum Beispiel wird von allen Menschen primär mit denselben Emotionen belegt. Das liegt daran, dass die Evolution genetisch vorgreift. Daher ist die Farbe als Ausdrucksmittel elementar. Die sekundäre Bedeutung der Farben ist auch von der Kultur abhängig. Rot ist primär immer eine Signalfarbe, sekundär steht sie manchmal für Liebe, manchmal aber für Aggression. Festlichkeiten und Freude in China und politische Aussage im Kommunismus sind ebenso mit Rot belegt…”

siehe auch:
- grundgedanken zur entwicklung visueller sprachen
- The Elephant’s Memory
- visperanto-weblog

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