March 25th, 2004 by Tim Bruysten in media

“Glaubt man einer kürzlich erschienenen Studie des Project for Excellence in Journalism, so macht der Journalismus gerade eine epochale Veränderung durch, so tiefgreifend wie einst bei der Erfindung des Telegrafen oder des Fernsehers.
[…]
Ob die zunehmende Vielfalt und Unübersichtlichkeit von Nachrichtenmedien, besonders im Internet, dazu beiträgt, eine oligarchische Kontrolle aufzubrechen und neue gesunde Signale auszusenden oder vielmehr zu Chaos und unqualifizierter Infoflut führt - darüber waren die Verfasser der Studie geteilter Meinung. Es gebe sowohl mehr “Qualitätsnachrichten” als je zuvor, gleichzeitig gäbe es auch mehr triviale, einseitige und falsche Meldungen. Welche Ansicht man auch vertrete, in jedem Fall sei alles im Begriff sich zu ändern. Die Fragmentierung des Journalismus habe weitreichende Konsequenzen darauf, “was wir wissen, wie wir miteinander vernetzt sind und darauf, wie wir Probleme lösen”. Dabei werde die Rolle des Journalisten als Vermittler, Redakteur, Überprüfer und Filter immer schwächer; doch sei gerade seine Funktion als “Gatekeeper”, Interpret und “Wachhund” so wichtig wie nie zuvor.
[…]
Der Einfluss der Weblogs sei jedoch mehr intellektuell als kommerziell zu sehen. Mit den Blogs sei ein neuer Typ des Konsumenten geboren, der “Pro-sumer”, welcher gleichzeitig als Leser, Redakteur und Produzent tätig sei. Journalistische Verdienste seien hier oft nur ein Element unter vielen und spielten eine untergeordnete Rolle.”

[full article at telepolis]

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