February 5th, 2004 by Tim Bruysten in c-learning / e-learning

“Elke Prinz aus Linz über das Lernen mit Weblogs: Meiner Meinung nach können Weblogs und E-Learning den realen Unterricht nicht ersetzen. Es treten dabei zu viele Nachteile auf. Wie vor kurzem in der Oberösterreichischen Nachrichten zu lesen war, verlernen die Kinder immer mehr die deutsche Sprache und sind ihrer nicht mächtig. Wie im Skriptum Informationsverarbeitung 2 im Kapitel Auswirkungen von Elisabeth Katzlinger-Felhofer zu lesen ist, entstehen durch die neuen Technologien Lebensbedingungen, die durch gesellschaftliche Isolierung und Einsamkeit gekennzeichnet sind.

Stephan Mosel antwortet im BildungsBlog:
Frau Prinz kommt hier zu einem Schluss, der sich meiner Ansicht nach auf einer sehr normativen Basis bewegt. Zwar kenne ich das angeprochene Skriptum nicht, jedoch gingen doch erst neulich wieder jüngste Untersuchen durch die Presse, welche aktiven Onlinern ein ausgesprochen ausgeprägtes Sozialverhalten bescheinigen. Von daher würde ich solcherlei Pauschaul-Aussagen grundsätzlich mit Vorsicht geniessen, da sie jedem zunächst neuen Medium attribuiert werden.
Vielleicht erklärt sich der Standpunkt von Frau Prinz auch aus ihrer eigenen, autobiographischen Erfahrung: Ein Blick auf das Weblog zeigt, dass zwischen dem Seminarbeginn im Oktober und der Veröffentlichung ihrer Texte zum Thema Lernen mit Weblogs im Januar nicht ein Beitrag in ihrem Blog geschrieben wurde.
Zu klären wäre meiner Ansicht nach also viel eher, ob und welche Ressourcen und/oder Motivation ein(e) LernerIn mitbringen muss, bzw ob entsprechende Praktiken vermittelt werden müssen, um in E-Learning-Szenarien Weblogs konstruktiv einzusetzen.”

ich denke, dass e-learning, wie jedes andere lernen auch, zunächst einen verantwortungsbewußten und lernwilligen lernenden verlangt, die motivation zwischen lehrendem und lernendem muß stimmen.

dann bleibt nur noch die fragen nach der technischen qualität, also der usability, der benutzbarkeit des lernmediums. auch diese fragestellung ist wieder unabhängig davon, ob es sich bei dem lernmedium um ein weblog, ein forum, ein buch oder den vortrag eines lehrers handelt. für das e-learning gilt natürlich besondere aufmerksamkeit, an die planung, strukturierung und ausführung des mediums zu verwenden, da der lehrer nur ein indirektes feedback bekommt und nicht direkt auf den lehrnenden eingehen kann.

mnemo (beta):

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