June 21st, 2010 by Tim Bruysten in Uncategorized, [geschichte der zukunft]

Im Wavetank habe ich mir ein paar Gedanken zum real existierenden Netzwerk-ismus gemacht. Mit dem vorläufigen Ergebnis, dass das Netzwerken selbst sein Machtpotential in einer durchvernetzten Gesellschaft verlieren wird und abstraktere Methoden an Bedeutung gewinnen werden.

April 26th, 2010 by Tim Bruysten in Uncategorized, polis

Inzwischen hat die Ästhetische Gesellschaft schon zwei weitere Male getagt. Hier der Kurzeinstieg:

Session 6: Die Kunst des Sehens

Wie lässt sich der Fortschritt bemessen? Die Gesellschaft denkt an meinem Artikel “Vom kulturellen Wirkungsquantum” im Wavetank herum. Exemplifiziert wird dies zum Beispiel anhand des iPads und der schon in Session 5 angedachten Beschleunigung durch Metaphernbildung.

Session 7: Epiphifzen und digitale Schwerkraft

Die 7. Session der Ästhetischen Gesellschaft mäandert durch die Themen: Wechselwirkung von Gesellschaft, Technologie mit kulturellen Artefakten wie Legislaturperioden, kurz wird Rorty gestreift, Facebooks globaler iLike IT Button bekommt ebenfalls etwas Aufmerksamkeit, von hinten schleicht sich die Robotik an und schließlich spielen wir mit einigen Gedanken zur Schwerewirkung zunehmender Digitalisierung. Das letzte Thema klingt, als bedürfe es noch einer Vertiefung.

Im Kontext der siebten Session sind lesenswert:
- Siggi: Maßstab Politik
- Die Kybernese der Gesellschaft
- Wavetank: Präzision und Unsichtbarkeit

April 11th, 2010 by Tim Bruysten in kommunikation, [geschichte der zukunft]

Nach den Diskussionen und Diskursen die es hier und dort nach der 2. Session der ästhetischen Gesellschaft gegeben hat, sehe ich mich veranlasst, einige Gedanken noch etwas weiter zu fassen. Denn die Frage, die auch dem Artikel zum “Fall der Medien” zu Grunde liegt, ist vorrangig keine politische, sondern eine systemische.

Das “philosophische Hamsterrad”, welches den ewigen Kreislauf der öffentlichen Diskurse zu prägen pflegt, scheint mir davon abhängig zu sein, wie schnell eine Gesellschaft den Fortschritt umarmen – Neues assimilieren kann: Sollte gesellschaftliches Lernen, ebenso wie das individuelle von der Wiederholung, der Übung abhängig sein, könnte der Lerneffekt des kollektiven Bewusstseins (oder “des Systems”?) in unmittelbarer Abhängigkeit von den Zyklen der medialen Präsentation stehen – oder eben davon, wie stark die “Kybernese” der Gesellschaft fortgeschritten ist. (Zur Bemessung des Fortschritts habe ich vor Kurzem im Wavetank gegrübelt: Vom kulturellen Wirkungsquantum)

In diesem Kontext ist der Wertschöpfungsprozess der Medien eventuell aus Sicht der Gesellschaft völlig anders zu formulieren und zu fordern als bisher: Natürlich sind Medien Informationstransmitter, intellektuelle Reflektoren, Arbeitgeber und erwirtschaften Gewinne für die Eigentümer. Doch welcher dieser Spielplätze ist für die Gesellschaft von größerer Bedeutung; die Expansion des pekuniären Gewinnes oder Entertainment-Erfolges durch maximale Oberflächenvergrößerung der Informationen? Also die Schaffung von spatialen und temporalen Redundanzen? Oder sollten wir den Nutzen von Medien nicht lieber zu messen versuchen, wie gut sie zu einer Verdichtung des Wissens beitragen? Ihre Wertschöpfung hinsichtlich der Beschleunigung von Lernprozessen? Auf gesellschaftlicher wie auch auf individueller Ebene. (Zur Beschleunigung durch Verdichtung gibt es umfassendere Reflexion in der 5. Session).

Die Sprengkraft des Internets liegt vielleicht darin, nicht nur bei der Oberflächenvergrößerung effektiver als zahlreiche klassische Medienproduktionsansätze, sondern auch ein besseres gesellschaftlich-biographisches Gedächtnis zu sein: Die Qualität des Selbst-Bewusstseins einer Gesellschaft verbessert durch frei verfügbare Kontextmaschinen, basierend auf schier unendlichen öffentlichen Gedächtnissen? Prozesse der/zur Reidentifikation.

Also: “Wider das partielle Vergessen” – Meme vollständiger, lebendiger und vielfältiger in das öffentliche Bewusstsein zu assimilieren (und für das Individuum verfügbar zu machen) und damit die Notwendigkeit der Wiederholungen von Diskursen zu minimieren. Es muss wohl kaum noch gesagt werden, dass damit nicht nur Technologien, sondern vor allem auch Kultur- und Lerntechniken gemeint sind. Dem Vergessen an sich soll damit nicht seine Qualität und sein Nutzen abgesprochen werden, dennoch vermute ich im Zeitalter der “Cloud” und der Vernetzung weitaus mehr Potential in den Utopien, die aus der Mensch-Maschine-Arbeitsteilung erwachsen können, als gemeinhin öffentlich diskutiert wird.

April 8th, 2010 by Tim Bruysten in Uncategorized, event

Ich fühle mich sehr geehrt, denn die Akademie des dt. Buchhandels lädt zu einem Seminar zum Thema “Social Media für Corporate Publisher” – mit mir als Referenten.

Das Seminarziel
Das Seminar vermittelt einen Überblick über Social Media sowie Chancen und Risiken verschiedener Nutzungsszenarien im CP. Dabei werden Methoden und Techniken zur Nutzung von Social Media für die Unternehmenskommunikation vorgestellt. Die Teilnehmer erfahren, wie sie Kommunikations- und Wertschöpfungskonzepte für Social Media einschätzen und an ihre individuellen Anforderungen anpassen können.

Das Seminar wird stattfinden vom 29.07.2010 bis 30.07.2010 in München.

April 4th, 2010 by Tim Bruysten in [geschichte der zukunft]

Was ist eigentlich genau “Beschleunigung”. Im Wavetank, hier in meinem Blog und in den Sessions der Ästhetischen Gesellschaft benutzen wir diesen Begriff immer wieder und auch umgangsprachlich ist überall davon zu hören, dass “alles ja immer schneller geht”.

Einen ersten Definitionsversuch zur Beschleunigung an sich habe ich im Wavetank unternommen, nicht uninspiriert durch den Inhalt der 5. Session der ästhetischen Gesellschaft.

Dort mäandern wir um das Thema herum und greifen zwei Facetten auf: Symbolverdichtung und abstraktes Geld.


Mehr Gedanken dazu im Wavetank.

March 28th, 2010 by Tim Bruysten in telekratie

Die Beteiligten
Es ist wirklich eine kniffelige Situation: In einer gepflegten demokratischen Rechtsordnung sollten Richter, Opfer und Täter möglichst unabhängig von einander sein. Die Betrachtung der öffentlichen Debatte um “die Medien” offenbart jedoch, dass der kategorische Imperativ (auch) hier nicht aufgeht. Aber es zeige mir jemand Jemanden unbeteiligtes.

Trotzdem; nein gerade deswegen gilt es, dass sich die Beteiligten noch genauer selbst wie auch gegenseitig hinterfragen. Dass noch feiner hingesehen wird, ob die Regeln des Diskurses, der Wissenschaftlichkeit und der Genauigkeit eingehalten werden. Ohne jedoch – und darauf lege ich bedeutenden Wert – die Chancen die in den Utopien des Wandels stecken zu vernachlässigen.

Ein typischer Fall, in dem die klassischen Tugenden des Journalismus hoch im Kurs stehen sollten. Genaue Recherche, Mehrfachüberprüfung der Quellen, das gleichberechtigte Darstellen von These und Antithese und der Verzicht auf eine mittelbare und unmittelbare Synthese, Distanz usw.

Und doch kein typischer Fall; da der öffentliche Diskurs von denen ausgetragen wird, um die es geht. Und dabei geht es nicht nur um einen Markt, es geht um eine Identitätsfrage der Gesellschaft: Wer ist eigentlich für die öffentliche Meinungsbildung verantwortlich? Tragen wir Meinungsbildungsprozesse repräsentativ aus? Oder hat jeder das Recht, aktiv teilnehmen zu können? (…)

Beteiligt sind also Alle.

Der Tathergang
Ist es nun angemessen, wenn in einer solchen Situation einer der repräsentativsten Vertreter der institutionalisierten Medien eine zu großen Teilen populärwissenschaftliche Momentaufnahme produziert? Wozu soll diese dienen? Unterhaltungszwecken? Oder zur gezielten Manipulation? Ich bin nicht sicher, was mir lieber wäre. Aber es fehlt mir die Phantasie für einen plausiblen dritten Grund. Ausser vielleicht: Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Autor.

Glücklicherweise fällt dieses Ereignis in eine Zeit, in der ubiquitäre, diskursive Medien für jeden erreichbar sind. So begegnen eben diese herausragenden Vertreter einer Gattung (des Verlegertums des 20. Jhds. – nicht etwa des Journalismus), einer Öffentlichkeit in der sie als Gleiche auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Sie werden vllt. gar von denen, die sie für Rezipienten halten, ernster genommen, als sie diese nehmen.

Die Ernsthaftigkeit dieser “Rezipienten” mag u.U. ebenso unbewusst sein. Entweder durch Gleichgültigkeit oder eben durch die Neigung, alle möglichen Gegenüber als gleichberechtigte Teilnehmer an einem Diskurs zu sehen. Und nicht als Rezipienten.

Diese Diskussion ist nun nicht neu. Eigentlich wurde sie schon vor rund 10 Jahren ausführlich geführt. Mit zahlreichen Beteiligten. Von abstrakteren Auseinandersetzungen mit dem Thema wie der von Walter Benjamin, von Andy Warhol und von weiteren mal ganz zu schweigen. Nun ist sie im letzten Jahr wieder entfacht worden und auch wir haben sie in der zweiten Session der ästhetischen Gesellschaft aufgegriffen.

Unsere Debatte zum Thema wurde dann wiederum in den Kommentaren in meinem Blog aufgegriffen. Wunderbare Rekursion.

Die Beweisführung
Und hier beginnt nun die Beweisführung. Verlage kämpfen darum, in einem Markt eine Rolle spielen zu dürfen um für ihre Shareholder einen Shareholder-Value herausarbeiten zu können. Sie begründen einen Anspruch auf diesen Markt damit, dass sie einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Dieser Beitrag wird unter dem Schlagwort “Die vierte Macht im Staate” zu sein zusammengefasst.

Es gibt also verschiedene Ebenen zu betrachten; mindestens die Folgenden:
- eine gesellschaftliche Ebene
- eine merkantile Ebene
- eine politische Ebene
- eine Ego-Ebene

Auch dieses wurde schon vor locker einen Jahrzehnt herausmäandert. Und ist sicher in den einschlägigen Suchmaschinen unter dem Stichwort “Blogger und Journalisten” oder “Blogger vs. Journalisten” oder so zu finden.

Etwas schwierig wird es eben nun, wenn jemand, der mit gutem Journalismus seinen Anspruch die vierte Macht im Staate zu sein erhebt und damit das Anrecht auf einen Markt verbindet. Und wenn dieser Jemand im gleichen Atemzug die oben zitierten grundlegenden Regeln des selben Journalismus missachtet. In dem er eben nicht ausführlich recherchiert, nicht These und Antithese gleichberechtigt zulässt und sich selbst nicht die Schlussfolgerung verweigert… Wenn Neutralität und Distanz auf Grund der Vermischung von Jobs unmöglich sind.

Schwierig ist dies aus zweierlei Gründen. Erstens impliziert dieser Anspruch, dass die Teilnehmer des Staates jene vierte Macht zur Meinungsbildung benötigen. Als dieses Argument von technischen Hürden gestützt wurde, war es auch sicher berechtigt. Im 21. Jhd. bestehen diese Hürden jedoch nicht mehr. Zugang zu Information ist nicht mehr durch Zeit und Raum begrenzt. Folglich muss der, der die vierte Macht als institutionalisierte Macht aufrecht erhalten will, sich den Vorwurf gefallen lassen, seine Mitbürger eben nicht als gleichberechtigte Mitbürger zu sehen. Sondern vielmehr als intellektuell Unterstützungsbedürftige.

Zur Frage der Beweislast
Zweitens. Zweitens muss derjenige, der mit dem Titel der vierten Macht wirtschaftliche Interessen verbindet nachweisen, warum die Gesellschaft einen Preis (Geld, Kontrollverlust, Delegation von Meinungsbildung, …) zahlen soll. Denn zur Debatte steht nicht, die Abschaffung dieses Titels. Es geht um die Frage, wer ihn haben soll. Offensichtlich schwingt zur Zeit das Pendel dahin, dass eine allgemeine Öffentlichkeit – wir alle – diesen Titel inne haben soll.

Es liegt also an der Gegenseite nachzuweisen, dass sie in der Lage ist eine qualitativ und fachlich höherwertige vierte Macht darzustellen, als die Gesellschaft es selbst kann. Bzw., dass es eine allgemeine Öffentlichkeit dieser Aufgabe selbst nicht gewachsen ist.

Dieser Nachweis kann gemeiner Weise leider nicht im Elfenbeintürmchen ausgekungelt werden. Dieser Nachweis geschieht eben auf einem Markt. Einem Markt in dem Systeme gegeneinander unter systemischen, unter evolutionären Regeln antreten.

Wer sich nun verblüfft umguckt und feststellt, dass, die vierte Macht zu sein, kein Erbrecht war, braucht dringend Grundschulnachhilfe in Sachen Demokratie.

Kein Urteil
Nein. Ich werde hier kein Urteil fällen. Ich habe zu sehr schon die Position der Anklage eingenommen. Zudem steht es einem Einzelnen auch gar nicht zu, ein Urteil in dieser Sache zu fällen. Das Urteil wird diesmal nicht im Namen des Volkes, sondern vom Volk, qua seiner Marktfunktion gefällt.

Wir haben es mit hochgradig systemischen Effekten zu tun. Und Siggi zitiert in unseren Sessions im Wavetank nicht ohne Grund dauernd Luhmann, spricht Dr. J. von der Entwicklung der Rolle des Autors in der Postmoderne und verweise ich auf Esposito… ;-)

Für mich halte ich aber fest, dass ich es ausserhalb kleiner privater Zirkel für unangemessen halte, populärwissenschaftlich auf die Revolution der gesellschaftlichen Kommunikations-Apparate, -Gesten, -Riten und -Medien zu reagieren. Ein öffentlicher Eureka-Ruf, der deutlich macht, dass eine Unkenntnis der Ergebnisse einer Jahrzehnte alten Debatte vorliegt, ist in der Regel peinlich. Geht es nun um demokratische Werte kann dies aber auch gefährlich werden…

Im weiteren Kontext lesenswert:
- Wavetank: Begriffsdefinition
- Wavetank: Just say NO
- Vernetztes Entscheiden
- Ästhetische Gesellschaft: Die Gesellschaft als offenes Kunstwerk
- Wavetank: Bot mediated Reality
- Wavetank: Collaboration und Konflikt

February 14th, 2010 by Tim Bruysten in event

Wir vernetzen uns, wir schaffen uns ubiquitäre, multidirektionale Medien, wir haben stets Zugriff auf Informationen, Netzwerke, Personen, Unternehmen, Institutionen (…). Wir schaffen Kontexte und Shortcuts. Willkommen im 21. Jahrhundert. Willkommen im Heute. Mittlerweile zweifelt keiner mehr daran, dass die mediale Revolution in irgendeiner Weise der industriellen nachstehen wird.

Doch die Revolution findet nicht im OSI Schichtenmodell statt, sondern in der Art und Weise wie die Gesellschaft die Technik assimiliert und zugleich von der Technik assimiliert wird. Was folgt ist eine neue Stufe. So wie es einen deutlich spürbaren Unterschied zwischen der prä- und postindustriellen Gesellschaft gab.

Co-X befasst sich nun mit den Adaptionsstufen, den Assimilationsstufen, der Verschmelzung von instantaner Informations- und Kommunikationstechnologie mit der Gesellschaft: Kooperation, Kollaboration und Ko-Kreation.

Für Unternehmen wird dies zu einem der entscheidenen Wettbewerbsvorteile werden, hier eine strategische Position zu beziehen und den Herausforderungen rechtzeitig zu begegnen. Anforderungen des Marktes, der Kunden, der Lieferanten, der Mitarbeiter, der Öffentlichkeit ändern sich… von dem systemischen Effekten einer allgemeinen und nicht mehr institutionellen Öffentlichkeit hier ganz zu schweigen.

Co-X ist in drei Facetten gegliedert:

  • Vorträge: Strategien für Unternehmen in der Medienrevolution
  • Hands-On: Zukunftsweisende Tools zum Anfassen und Ausprobieren
  • Panel: Gemeinsamer Diskurs mit den Gästen und Referenten

Die Vorträge ziehen einen Bogen rund um das Thema und sollen zur Inspiration, zur Absteckung des Terrains dienen:

  • Peer Lambertz: Rechtliche Herausforderungen von Online-Zusammenarbeit. Urheberrecht, Beweisfähigkeit, Vertraulichkeit, Datenschutz
  • Dr. Andreas Kessell: Werbung und Marketing im Zeitalter von “Social-Search”, “Realtime-Search” und “Mobile-Search”.
  • Dr. J. Martin: Kollaborative Medien als Motor für Produktinnovation und Markenkommunikation
  • Prof. Oliver Wrede: Wie ändern sich die Arbeitsformen im Zeitalter maximaler digitaler Vernetzung?
  • Siggi Becker: Vorschläge zum Entwurf von Szenarien und Strategien in technologisch sich schnell entwickelnden Gesellschaften
  • Tim Bruysten: Executive Summary: Das Web 2010: “Social”, “Mobile”, “Realtime”. Welche Relevanz und welche Zahlen stecken hinter diesen Begriffen

Veranstalter ist der corps-Verlag (Verlagsgruppe Handelsblatt), das Designbüro richtwert. Sowie die Herren Siggi Becker und J. Martin. Und ich.

Die Konferenz findet statt am Donnerstag, 29. April 2010. Ab 11:00 Uhr im Walzstahlhaus (Handelsblatt) auf der Kasernenstraße 36 in Düsseldorf. Ticket-Informationen hier.

Weitere Informationen auf der Co-X Website: co-x.eu

February 7th, 2010 by Tim Bruysten in Uncategorized, [geschichte der zukunft]

Der zur Zeit weit verbreitete Versuch, die bestehenden Monetarisierungsprozesse als die Einzigen darzustellen, erscheint unter aufgeklärten Personen immer mehr als eine Reminiszenz an vergangene Jahrzehnte – früher war alles besser. Das ist zwar weder konstruktiv noch hilft es irgendwie weiter ;-), aber es ist eine zeitlang entschuldbar.

Sobald die Argumentation jedoch von der anderen Seite ausgeht. Und jeder alternative Ansatz als antikapitalistisch oder unrealistisch dargestellt wird, muss man, um des Fortschritts Willen, die Propheten dieser Schule entlarven. Die Erhöhung der Ektropie gesellschaftlicher Strukturen ist ein natürlicher Prozess; Protagonisten, die hierin ebenfalls eine höhere Form der Unwahrscheinlichkeit annehmen können, werden selbstverständlich auch weiterhin im Wettbewerb bestehen…

Herzlich willkommen zur vierten Session der ästhetischen Gesellschaft, die mit einem Diskurs zu den Phänomenen einer OpenAccess-Gesellschaft beginnt.


[v.l.n.r. Siggi, Dr. J., Tim (ich)]
Mehr Infos gibt es im Wavetank

February 2nd, 2010 by Tim Bruysten in [geschichte der zukunft]

Die dritte Session der ästhetischen Gesellschaft beginnt mit mitten in der Debtatte über meinen Versuch im Wavetank und endet mit verschiedenen Thesen zu einer möglichen Gesellschaftsvariante, die sich ein einem gewollten, beständigen Fluss befindet…


(v.l.n.r.: Dr. J., Siggi Becker, ich)

January 19th, 2010 by Tim Bruysten in [geschichte der zukunft]


Weitere Informationen im Wavetank.

Seiten: 1 2 3 ... 139